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    Der letzte Blog: Das Ende von "N.A.'s Space"

     

    In eigener Sache

     

    Da Microsoft mir seit Mitte Juli 2009 das Einstellen neuer Text-Beiträge in diesen Blog verweigert, den Zugang blockiert und trotz Reklamationen nicht wieder freigibt, kann ich diesen Spaces-Blog nicht weiterführen.  Auch dieser Text konnte nur mit einem Kunstgriff (als Eintrag in den letzten, bereits erstellten Text-Raum) eingestellt werden (der vorherige Text wurde dafür gelöscht). Es wird der letzte sein.

    Dieser Boykott reiht sich nahtlos ein in die okkulte Totalbehinderung und –vernichtung aller Aspekte meines Lebens, aller meiner Bemühungen, auf jeder Ebene, in jeder Hinsicht, die der Okkult-Mob der selbsternannten „ko(s)mischen Hierarchie“ von dement gewordenen Spießerkrüppeln der Artigfressen-Image-Sorte,  mit tausend willigen, mehr oder weniger blinden Helferlein und Handlangern wie Ihnen, in allen Ämtern und Institutionen und Firmen und Familien und Vereinen und Lebensbereichen und auf allen Ebenen (ohne deren verblödet-verblendete Handlangerschaft sie überhaupt nichts hätten, schon gar keine „Macht“), seit Jahrzehnten ebenso brutal wie hemmungslos, ebenso sinn- wie aussichtslos (von der Lebensvernichtung per se mal abgesehen), betreibt. „Lebendig begraben“ nennen sie ihren Marionetten und Handlangern gegenüber dieses „Spiel“   die alle zu debil und verblendet sind, einmal danach zu fragen, wie eine dement okkultisierte Horde flachhirniger Einfaltsspießer-„Ko(s)miker“ aller Lebensbereiche und Gesellschaftsschichten, deren „erhabene Geisteshöhe“ mir noch nie auch nur bis zu den Knöcheln reichte, dazu kommt, als Möchtegern-“Schicksalslenker“ einen Menschen wie mich nun schon seit über dreieinhalb Jahrzehnten „lebendig zu begraben“, unter unsäglichen Qualen und Mißhandlungen um sein ganzes Leben, seine Arbeit und sein Werk zu berserken…  -  und noch dazu ziel- und (von primitivster Destruktion abgesehen) ergebnislos, aufgrund ihrer persönlichen, spirituellen wie okkulten Impotenz und Insuffizienz völlig aussichtslos, ohne Perspektive, nach dem (inzwischen Zwangs-) Handlungsprinzip: Wem man geistig nicht gewachsen ist, den kann man zumindest physisch und materiell zugrunde richten, zugrunde halten …

    Zugrunde richten und zugrunde halten, bis den Verbrechern ein „Ausweg“ aus dem gescheiterten Wahn des Verbrechens an mir machbar scheint, ohne ihr weltliches Gesicht und den halluzinativen „Nimbus“, also ihre „Macht“ über andere Menschen, ihre Handlanger und Marionetten und materiellen Melk-Läuse, und den daraus resultierenden angenehmen Status des vermeintlich „Überlegenen“ zu verlieren.  Ein Ausweg wie etwa das Alibi einer beabsichtigten und gelungenen „Glücks-Stiftung“, also eine jedes schlichte Handlanger-Deppenhirn zufriedenstellende, kleingeistige Vorstellung von einer glückspendenden „Pärchen-Bildung“ als Motivation und Absicht, was (nach Crowleys satanischer Lehre von der „Scarlet Woman“, der „roten Frau“, wie es immer platt übersetzt wird) heißen soll: der Unterwerfung des Geistes (Mannes) unter die Materie (Frau), und natürlich unter der Gewalt/“Herrschaft“ der selbsternannten „Glücksstifter“, also Sklavenhalter und Okkult-Zuhälter im Hintergrund stattfindend, fremder Männer, die gern „das Sagen“ haben (ohne etwas zu sagen zu haben).  Und so, nach „gelungener Unterwerfung“ unter das „irdische Glück“, könnten die gescheiterten Verbrecher dann ganz „harmlos“ und „verschleiert“ und selbstglorifizierend, als jovial-generöse Geste getarnt, „Entschädigung“ leisten für das gigantoman-demente Verbrechen an dem Menschen, dessen Überlegenheit der eigenen Minderwertigkeit, Modrigkeit, Verkrüppelung, Verfaultheit und ach-so-edel-verbrämten Spatzenhirn-Lügen-Esoterik gefährlich hätte werden können, wenn man ihn nicht vorzeitig unterworfen, zumindest unterdrückt und ausgeschaltet hätte…  

    Sicher haben Sie meine „PostScript“-Texte (http://is.gd/A825) schon gelesen, auf die ich in diesem Blog schon öfter hingewiesen habe, und waren wie immer und gewöhnlich zu „Innenwelt“-halluziniert, um irgendetwas zu begreifen, etwa die Wörter, die da zu lesen sind, und schon gar zu somnambul sediert, mit „Harmlos“- und „Spielchen“-Halluzinationen infantilisiert und enthirnt, um sie konkret, nüchtern und direkt, ganz realistisch auf sich selbst und die tatsächlich stattfindende Wirklichkeit zu beziehen. Was nicht sein darf (der eigenen, bequemen, angenehm-geistlosen Lebensrealität zuliebe), das kann eben nicht sein – da ist jede Illusion zur Selbstberuhigung und Aufrechterhaltung der heilen Blümchentapeten-Bilderwelt von sich und dem eigenen Sosein, dem eigenen Schein und Handeln, nur allzu recht und genehm und allemal jeder unangenehmen Wahrheit und Wirklichkeit vorzuziehen.

    Diese heile, selbstgefällig-ignorante Abzieh-Bilder-Welt muß ich, ohne wirkliches Bedauern, ein für alle Mal (zer-) stören    der Wahrheit und Ihrem besseren Verständnis der Sachen und aller Tat-Sachen zuliebe. Und wenn Sie nur hartnäckig genug fragen (die, von denen Sie sich seit Jahrzehnten belügen, betrügen und zu willfährigen nützlichen Idioten und Marionetten degradieren und verblöden lassen), dann wird, was ich sage, immer mehr bestätigt werden, das wahre Grauen sein wahrhaft grauenhaftes Gesicht Stück für Stück preisgeben und offenbaren müssen.

    Dies würde nicht das Ende Ihres „Erwachens zur Erkenntnis“ sein – sondern erst der Anfang eines langen, schmerzlichen Prozesses, der Ihnen nicht nur den ach so ruhigen Schlaf des verblendet (Selbst-)Gerechten rauben wird, sondern vielleicht das Vertrauen in alles, was Sie so tröstlich für „gesichert“ und „grundlegend“ hielten, worauf Sie meinten, bauen und vertrauen zu können. Doch so schmerzlich das Ganze auch sein und werden würde, es wäre das einzig Richtige, Wahre, das erste Gesunde auf Ihrem bisher nur vermeintlich „rechten Weg“…

    Hier kommt der erste Schritt auf Ihrer langen Reise zu einem besseren Verstand und Verständnis  -  nicht nur dessen, was Sie mir angetan haben und noch tun, und woran Sie (z.T. schon sehr lange) mitschuldig und beteiligt, zumindest aber permissiver, mitschuldig-untätiger Zeuge und Mitwisser sind; sondern der Welt und Wirklichkeit, die wir (noch) gemeinsam bewohnen, schlechthin.  Mein Text von 1985, den ich Ihnen zum Abschied mit auf den Weg gebe  - mit dem Titel:

     

     

    Post Scriptum

     

    Wer nach Lektüre dieses Textes immer noch nicht versteht, welches Verbrechen an mir begangen wurde/wird, dem ist nicht zu helfen.

    Für Landwirte zum Abschreiben:  Man hat einen auf potentieller Erleuchtungsstufe geborenen Menschen systematisch zugrunde gerichtet und deformiert, seines Lebens und aller eigenen Entwicklungsmöglichkeiten beraubt, um ihn der Welt gegenüber als Idioten und Dreck zu präsentieren  -  ihn selbst dabei im für ihn selbstverständlichen, weil auf inneren Werten und Realitäten beruhenden Bewußtsein und Glauben gelassen, er sei auch von anderen so „angesehen“, wie er sich, über und unabhängig von weltlichen Werten stehend, selbst und richtig sah:  Als vollentwickelte, reife, kultivierte spirituelle Persönlichkeit eines in vielen (ihr bekannten) Inkarnationen erworbenen höchsten Evolutionsgrades.

    Die mystische Wahrheit, daß alles, was einem Menschen innerlich und äußerlich widerfährt, Spiegel seines seelisch-geistigen Entwicklungsstandes ist, wurde und wird bei mir aufs Infamste umgekehrt  -  indem man mir innerlich und äußerlich über Jahrzehnte hinweg jede Art von psychischem, mentalem, ätherischem und weltlichem Müll aufzwang/-zwingt, der in mir selbst zu keiner Zeit auch nur die geringste Realität oder Resonanz besaß/besitzt, mit dem auseinanderzusetzen und sich herumzuschlagen aber meine ganzen positiv-konstruktiven Kräfte, Qualitäten und Energien hemmte und hemmt, verzehrte und verzehrt, verhinderte und verhindert (soweit sie nicht zu fremdem Nutzen mißbraucht, ausgebeutet und schmarotzt wurden)  -  und mich nach außen hin zu dem vermeintlichen „Spiegel“ des Drecks machte und macht, als den man mich darstellen wollte und will.  Und es ignoranten und fehlinformierten Beobachtern und Mittätern gegenüber auch konnte/kann, da diese  -  selbst blind im esoterischen Sinn  -  ja nur zu sehen meinten/meinen, was sie auf mich projizierten/-zieren und was man sie zu sehen zwang/zwingt  -  nämlich einen „Spiegel“ des vermeintlich „in mir selbst begründeten“ Drecks.  Ein ebenso skrupelloses wie zynisches Konzept, das  -  abgesehen von der Grausamkeit, diese Verzerrung, Vergewaltigung und Destruktion Jahre und Jahrzehnte durchleiden und in Realität und Bewußtsein (er-) leben zu müssen  -  immer wieder zur katastrophalen (wenn auch nur temporären) Vernichtung meiner Persönlichkeit sowie, unter unveränderten Umständen, aller künftigen Entwicklungsmöglichkeiten geführt hat.

    Und unter veränderten  Umständen ist einzig und allein die Erfüllung folgender Bedingungen zu verstehen:

    1.   Die Beendigung und das uneingeschränkte Eingeständnis des Verbrechens an mir aller Welt gegenüber  -  statt es durch immer neue „esoterisch pädagogische“ oder „Initiations“-Lügen perpetuieren und kaschieren zu wollen.

     

    2.   Der Ansatz einer materiellen „Entschädigung“ (eine tatsächliche ist ja nicht möglich),

     Das heißt: Auszahlung von einigen Millionen für ein materiell gesichertes und  angemessenes Restleben.

     

    3.   Abstand von und Verzicht auf nicht nur jegliche weitere Anmaßung einer direkten oder indirekten Einflußnahme auf mich und meine Lebensgestaltung, sondern auch  -  besonders in Hinsicht auf die Hauptverantwortlichen des Verbrechens, die okkulten „A-Deppen“ (die sich mal für wahre Adepten hielten und noch so ausgeben)  -  auf jede Art von Kontakt oder Kommunikation mit mir, sowohl auf weltlicher als auch auf außerphysischer Ebene.  Mit anderen Worten: Ab in die (selbstverschuldete) Kälte des Universums, wo sie längst hingehören  -  und weg aus meiner Aura, deren Licht und Schätze sie allzu lange, viel zu lange schmarotzt und, gelinde gesagt, ebenso mißbraucht wie mißhandelt haben.  Mit noch anderen Worten:  Ich will und werde mit dem Abschaum fehlentwickelter esoterischer „Menschheitsdiener“ für den Rest meines Lebens und darüber hinaus nichts  -  auch nicht von fern  -  mehr zu tun haben.

    Auf einen „Canossa-Gang“ (den sie sich als letzten Ausweg offenhalten zu können meinten), sei, wie ja bekannt, über die Geldübergabe hinaus nachdrücklich verzichtet.  Nicht einmal der Ansatz eines „Gesprächs“ mit dem Geistes- und Charaktermüll ist für mich erträglich oder wird es jemals sein.  Die mehr oder weniger anonyme Auszahlung von, sagen wir, zwanzig, dreißig Millionen ist dabei schon fast mehr Kontakt, als ich mir zumuten kann und werde.  Heute  -  und für alle Zukunft.

    Und wer’s nicht glaubt, der wird dran glauben müssen (der wird’s erleben).

     

    -  E N D E  -

     

    ***

     

    N.A. Eichler, September 1985

    (© 1985/2009)

     

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    Versäumen Sie nicht, die begleitenden Fotos von mir zu besichtigen, am Fuß des Blogs und unter „Fotos“/Kopfzeile (das Einstellen von Bildern ist noch möglich).

    Hören Sie außerdem einmal genauer hin, was die Gruppe „Supertramp“ 1974 über das an mir geplante und seither durchgeführte Verbrechen, zum „CRIME OF THE CENTURY“ erhoben, getextet und eingespielt, auf Vinyl gepreßt und in die Welt entlassen hat. Vielleicht kommen ja sogar Sie mal dahinter, was wirklich wirklich ist…

    Als hilfreicher Einstieg zu einem besseren Weltverständnis kann darüber hinaus für allzu schlichte Einfaltspinsel-Gläubige auch der Text der amerikanischen Psychologin und Künstlerin Cady Noland dienen, auf den ich schon wiederholt hingewiesen habe:

    http://is.gd/A8lF

    Und meine künftigen Blogs und Aktivitäten verfolgen Sie bitte über meine

    EICHLER'S INCREDIBLE WEBSITE:

    www.n-a-eichler.de

     

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    Eingestellt am 13.10.3009 / 21:32 h



    7. July 2009

      

    IT’S A

    BEAUTIFUL

    DAY!

     

    Heute, an diesem schönen 7.7.2009, ist Vollmond und ich bin 59 Jahre alt.  Noch ein Jahr, dann beginnen die Sixties.  Die zweiten meines Lebens  -  und hoffentlich so sinnvoll, bewegt und erfüllt wie die ersten.

    Die alte Hippie-Weisheit: „This is the first day of the rest of your life.“,  ist nach wie vor zeitlos gültig. Und zwar an allen Tagen, nicht nur an Geburtstagen.

    Ich wünsche allen, die es verdienen, heute genau diesen schönen, besonderen Tag!

    Ihr, euer, aber längst nicht jedermanns

    N.A. Eichler

     

     

    Ein unvergänglicher Klassiker und der ultimative Plattentip des Tages:

    „IT’S A BEAUTIFUL DAY“

    von der gleichnamigen Band.

    Dig it – and enjoy it!

    Und schauen Sie sich dazu auch

    das Cover-Portfolio am Fuß des Blogs an

    (und unter „Fotos“ / Kopfzeile).

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    Ground Neverland


    Michael has just left the building…

     

    Amerika ist, nach September Eleven, in diesem Jahrzehnt nun schon zum zweiten Mal „tief erschüttert“.  Madonna “hat die ganze Nacht geweint”, während CNN bis zur Bestätigung ununterbrochen darüber berichtete, daß es “noch nicht bestätigt“ sei – um dann, danach und fortan als „offiziell bestätigt“ darüber zu berichten, worüber seine Familie und viele um sein Haus versammelten, spontan herbeigeeilten Fans  schon vorher den ganzen Tag „fassungslos trauerten“: Michael Jackson ist tot, verfrüht gestorben wie vor ihm schon Falco, Joe Dassin und andere Stars und Sänger der Pop-Geschichte.

    Und schon wogt eine Tsunami von „Erschütterung“, „Entsetzen“ und „Trauer“ um den ganzen Planeten, und alle, die sich berufen fühlen oder gern dafür gehalten, als solche mal wieder genannt werden wollen, teilen über die „Ground-Neverland“-Mikrophone aller dankbar-begierigen Medien auf allen Kanälen ihre bewegenden Einsichten und Erkenntnisse zum Tod von Michael Jackson mit. „Michael Jackson hat Zeichen gesetzt“ und „Riesen-Spuren hinterlassen“, „einen Nachfolger wird es niemals geben“ und „seine Musik ist unvergesslich“, natürlich, lauten die erhellenden Kommentare von Leuten, deren Namen man auch irgendwo schon mal gehört hat und die nichts Eiligeres zu tun haben, als ihn endlich mal im Zusammenhang mit Michael Jackson erwähnen zu lassen. Die Gelegenheit dazu ist hypergeeignet und –günstig angesichts der Mediengeilheit, ein kleines Ereignis nun für viele Stunden, Tage und Wochen groß thematisieren zu wollen und dafür doch  nichts anderes als eine Ablebensmeldung zur Verfügung zu haben.

    Ein farbiger amerikanischer Pop-Fan älterer Generation, der schon beim Tod von James Brown „im Namen der ‚Black Community‘ völlig erschüttert war“, ist nun erst recht „völlig verzweifelt“ – sieht er doch in Michael Jackson einen messianischen Pionier, der „schon lange vor Obama“ für die Emanzipation des farbigen Teils der amerikanischen Bevölkerung richtungsweisend gewesen sei. Nun, zumindest war er der erste farbige Künstler, der auf MTV gesendet wurde. An Umsatzzahlen kommt ein kommerzieller Branchen-Sender auf Dauer auch nicht vorbei. Immerhin.

    Bei soviel dauerhafter Popularität erliegen sogar Politiker der Versuchung, mal in der Autogrammstunden-Schlange eines Pop-Stars gesichtet zu werden: „Ich fand das heute Morgen eine traurige Nachricht.“, weiß Gel-Look-Guttenberg mitzuteilen, der „selbst schon einmal auf einem Jackson-Konzert“ war, und „fasziniert von seinem Auftritt und der Kraft der Musik“.  „Eine Legende, aber auch eine tragische Figur“, erkennt kristallklar Berlins Wowereit.  „Ein Leben zwischen Traum und Albtraum“ bescheinigt n-tv (26.6.) dem Popstar, und für die Bild-Zeitung (27.6.) war er ohnehin „einer, der nie von dieser Welt war“.  „Er war eigentlich ein sehr lustiges Kaschperl“, weiß sein Biograph Christian Marks zu relativieren.  Fest steht jedenfalls: „Der letzte Vorhang ist gefallen für Michael Jackson.“ (MainFM, 26.6.),  „Er wurde 50 Jahre alt und hinterläßt drei Kinder.“ (Radio FFH, 26.6.),  und seine Ex-Frau Liza Maria Presley behauptet, daß er von diesem seinem Schicksal schon vorher gewußt habe.

    Ob er dagegen  jetzt wirklich „auf dem Olymp“ ist, wie ein Frank Farian aus Deutschland es ihm nachreden möchte, bleibt eher zweifelhaft    plausibler ist da schon Uri Gellers Vermutung, daß „seine Energie jetzt irgendwo da draußen, im Universum“ sei.  Allein deshalb kann man die Entscheidung nur als konsequent und richtig bezeichnen, ein Kondolenzbuch nicht vor den Toren seiner „Neverland“-Ranch auszulegen, sondern in Madame Tussauds Wachsfiguren-Kabinett.

    Als ich von meiner Tochter (Jg. 1976) in der zweiten Hälfte der Achtziger hörte, sie sei ein erklärter Michael Jackson-Fan, versuchte ich das Phänomen durch den Kauf der beiden CDs „Bad“ und „Thriller“ nachzuvollziehen    mit Erfolg.  (Ob das Geschenk meiner ersten Sammlung von Original-Beatles-Singles wie „It Won’t Be Long“, „Love Me Do“, „Please, Please Me“ und „Please Mister Postman“ bei ihr auch so erfolgreich war, habe ich nie erfahren.)  „Beat It“ und „Billie Jean“ hatten die volle Power, auf die ich in dem Alter auch abgefahren wäre, und „Thriller“, trotz allem spirituell-ethischen Unbehagen vor diesem düsteren, okkult-realen Coming-Out des armen, nicht zu rettenden Zombies Michael, ebenso    musikalisch zumindest.  Trotzdem schafften es von den zeitgenössischen Pop-Musikern nur Sly & Robbie mit „Boops“ aus ihrer LP „Rhythm Killers“ von 1987, mich (in der damals angesagten In-Disco „Plastik“ in Frankfurt) vom Hocker zur Tanzfläche zu bewegen, um mal wieder abzutanzen.

    Auf andere meiner Generation aber hat Michael Jackson doch wesentlich mehr Einfluß gehabt und tiefere Spuren in ihrem Persönlichkeitsprofil hinterlassen, insbesondere was seine Gestik und Körpersprache betrifft ( so mancher sieht sich insgeheim vielleicht sogar auf seinem Schoß).  Unvergessen werden da vor allem sein Griff in den eigenen Schritt bleiben, und sein oft kopierter, aber selten erreichter „Moon-Walk“.  Der „RTL-aktuell“-Nachrichtensprecher Peter „the Clapper“ Kloepfel zum Beispiel imitiert sein Vorbild Jackson vor laufenden „RTL aktuell“-Kameras seit Jahren unermüdlich und mit bewundernswertem Eifer  -   erst recht seit auch er, wie schon sein Idol vor ihm, vom Burda-Verlag einen „Bambi“ bekommen hat.  Allerdings versucht der frischgebackene Bambi-Ritter Kloepfel immer wieder, Michael Jacksons Griff in den Schritt durch eine Fingerdreiecks-Geste zu ersetzen (siehe Fotostrecke zum Thema am Fuß des Blogs und unter „Fotos“/Kopfzeile), wobei er sich wohl noch nicht ganz entschließen konnte, ob der Geste die bloße Bedeutung eines banalen „Mösen“-Dreiecks zukommen, oder ob sie eine „Herzchen“-Form darstellen soll.  Beides kommt bei ihm immer wieder in munterem Wechsel vor (z.B. am 14. und 16.1. 2008).  Bei seinen Ganzkörper-Versuchen vor der Kamera allerdings , den Moon-Walk halbwegs überzeugend hinzukriegen, scheitert er regelmäßig kläglich, und es bleibt, wohl aus Angst vor drohenden Kniesehnenzerrungen mit nachfolgend lebenslänglicher Steifbeinigkeit, bei kümmerlich aufgestellten Fersen (wie z.B. am 18.9.2007 – siehe Fotostrecke), was ihm in der Branche den Spitznamen „Hacken-Peter“ eingetragen hat.  Ob er tatsächlich meint, so in die „Riesen-Spuren“, die sein Idol angeblich hinterlassen hat, treten zu können ?

    Sogar der Leiter der Mannheimer Pop-Akademie, Prof.  Udo Dahmen, der Michael Jackson anläßlich seines jetzigen Todes bescheinigte, „Zeichen gesetzt“ zu haben, die „den Pop revolutioniert haben“, konnte sich bereits im Wintersemester 2008/09 über einen Besuch von Hacken-Peter in seinem international angesehenen Fach-Institut freuen (www.popakademie.de/index.php?id=1282).  Ob Peterchens „Moon(walk)-Fahrt“ nach Mannheim vielleicht nur die erste Kontaktaufnahme war, um ein Popstar-Studium (Fach: Gesang, Gestik und Verrenkung) zu beginnen ?  Altersbeschränkt sind weder Torheiten noch die Studienangebote der Akademie. 

    Aber nicht nur über solch ehrliche Bewunderer und Verehrer konnte sich Michael Jackson zu seinen Lebzeiten freuen, wie Zeitzeugen zu berichten wissen.  “Er war von Scharlatanen umgeben.”, sagt (laut n-tv) „ein ehemaliger Vertrauter“ - und meint damit vielleicht die, die nach ihm kamen.

    Dabei war Michael Jackson wohl selbst der größte, wenn auch der begabteste unter ihnen: Seine beindruckend perfekte Performance, mit an Besessenheit grenzender Disziplin und verbissener Arbeit, grenzenlosem Fleiß einstudiert, choreografiert und vorgeführt, verblendete alle und täuscht bis heute darüber hinweg, was für ein dünnbrüstiger und flachstimmiger Sänger er war, ohne jede wirkliche vokale Substanz. Eine Handvoll magisch eingängiger Superhits lassen ihn bei oberflächlicher Betrachtung allzu  leicht in einem halluzinativen Glanz erscheinen, der aber umso schneller verblaßt, je mehr man mal genauer hinschaut   und mit nüchternen Ohren genauer hinhört.  Ein Gesang, der durch sein gesamtes Repertoire aus den immer gleichen vier, fünf seichten Tönen ohne jede Fülle und Tiefe besteht, mit dem ihm eigenen Timbre Entenhausener Provenienz und lediglich ergänzt durch ein stereotyp wiederholtes, Schluckauf-ähnliches Glucksen, steht da in merkwürdigem Widerspruch zum Grad der irrationalen Verehrung, die ihm von seinen Fans angetragen und entgegengebracht wurde und jetzt, wohl mehr denn je, nachgetragen und mit ihm verbunden wird.

    Und so steht zu befürchten, daß in drei, fünf, zehn Jahren vielleicht auch sein „Geist“, ganz in der Tradition des vorgestrigen Elvis-„King“-Kults, alle paar Monate wieder einmal, entlang der zum Idiom gewordenen Zeugen-Behauptung „Elvis has just left the buiding“, irgendwo „gesichtet“ wurde.

    Wen wundert es da, daß sogar das Repräsentantenhaus in Washington sich als „bestürzt“  zu Wort meldet und eine „Gedenkminute“ einlegt, und Obama selbst Jackson diplomatisch als „Musik-Ikone“ bezeichnet und „seine Tragik bedauert“.  Michael Jackson allerdings als seinen „Vorläufer“ in Sachen Emanzipation der „Black Community“ zu sehen, wie es der ältere James Brown-Fan (s.o.) getan hatte, fällt ihm hingegen weniger ein. Kein Wunder: War er doch selbst, wie auch ich, eher ein Fan von Sly & Robbie und ihrer HipHop-Platte „Rhythm Killers“. Und diese Platte hat ihm schließlich zwanzig Jahre danach, im Jahr 2008/2009, sogar noch dazu verholfen,  zum ersten farbigen Präsidenten Amerikas gewählt zu werden.

    Denn der erste Titel der B-Seite dieser LP lautet demonstrativ: „Yes We Can Can“. Und dieses HipHop-Manifest der schwarzen Trotzhaltung gegen verschleierte und offene Diskriminierung, "to build a better world" (Song-Text), wurde von Obama 2008 einfach zum Claim und Slogan seiner Präsidentschaftskampagne erhoben – mit dem bekannten, zu amerikanischer Geschichte gewordenen Erfolg.

    Was Michael Jackson angeht, so kann man das Thema mit den Worten der wie immer geistreichsten aller Fernseh-Nachrichtenredaktionen, der des ZDF abschließen, die (am 26.6.) in der ihr eigenen analytischen Brillianz und erhellenden Über-Schau des Sachverhalts befand:  „Soviel ist klar: Seine Musik wird weiterleben.“

    Kongenial aussagefähig und einfallsreich, neben einem dämlich-pubertären Schüler-Aufsatz des Genres "Mein schönstes Erlebnis mit Michael in Normalistan"(*), ist SPIEGEL online mit der Abbildung seiner bisher veröffentlichten CDs.

    So blieb es ZEIT online vorbehalten, ihm den substantiellen und quintessentiellen Abschied in sein Kondolenzbuch zu schreiben: „Seinen Dämonen konnte er nicht davonlaufen.“

    Und jetzt ? Was kommt danach ?

    Auch darauf wußte ein Nachrichtensprecher (von N24, am 26.6., 21.07 Uhr) nach einer siebenminütigen Berichtstrecke über den Jackson-Tod eine überzeugende Antwort: „Nächstes Top-Thema jetzt hier bei N24: Wie kommt das Loch in die Nudel ?  Bis gleich – bleiben Sie dran.“

     

    __

    (*) Am Tag nach Veröffentlichung dieses Blog-Eintrags war der Beitrag "Michael Jacksons Besuche in Normalistan" (URPS!) von SPIEGEL online verschwunden, und die Redaktion überschlägt sich seither mit diversen Beiträgen "anderer Art" zum Thema.

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    Nicht vergessen: Wenn Sie in diesen "Ko(s)mischen Zeiten"

    den Durch- und Überblick behalten möchten -  immer mal wieder in meine Text-Oper

    "NEUES VOM RAUMSCHIFF ERDE" reinhören - oder reinlesen:

    http://is.gd/1gMwp

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    FOTO-KUNST-ZYKLUS

     

    PAIN-TING

    Meiner Freundin Mary Bauermeister

     

    Eines meiner am häufigsten kopierten Kunstwerke ist der 1985 entwickelte und realisierte Foto-Kunst-Zyklus „PAIN-TING“, der erstmals ein westliches Gegenstück zur besonders in der tibetischen Kultur, aber auch bei nordamerikanischen Indianern praktizierten Kunst der „Mandala-Malerei mit/im Sand“ repräsentiert, die die Vergänglichkeit alles Materiellen und Irdischen, den eigenen Vanitas-Charakter schon als grundlegenden Bestandteil ihrer Konzeption  und Realisierung in sich trägt.

    In der buddhistischen Tradition Tibets wird dabei zu besonderen spirituellen Anlässen ein Mandala extrem elaborierten Aufbaus und metaphysischer Sinngebung, meist mit mehreren Metern Kantenlänge, von Mönchen und Lamas mit farbigem Sand auf den Boden „gerieselt“, das als Sinn-Bild des anschließend zu vollziehenden Rituals dient  – nur um dann, nach beendeter Zeremonie, einfach wieder „weggewischt“, also aufgekehrt zu werden.

    Wie schon bei vielen weiteren meiner trotz großer Publikumsnachfrage bis heute unveröffentlichten Bücher, Bilder und Kunstwerke wartet auch mein PAIN-TING- Zyklus, ein nach wie vor einzig- und neuartiges Kunst-Projekt, nach wie vor vergeblich auf seinen Auftritt in der Öffentlichkeit, während es, wie immer und seit Jahrzehnten mit dementer Besessenheit und hemmungsloser Konsequenz bei allen meinen Leistungen und Werken praktiziert, sofort nach seiner Realisierung von der Okkult-Mafia der „inneren Parallel-Ebene“ an ihre geistesanämischen Künstler-„Freunde“ und „Kollegen“, also blinde Handlanger und Marionetten ihrer undurchschauten Verbrechen, die (mit wenigen Ausnahmen) sonst zu keinerlei Eigenleistung von bemerkenswertem Rang fähig sind, weitergereicht wurde, zum immer gleichen Zweck der Destruktion meines Schaffens durch (Banal-)Kopien und deren Vorveröffentlichung.  Kopien, die zwar an Belanglosigkeit selten zu unterbieten sind, aber meine Arbeit zunichte machen, sie für den Fall ihrer Veröffentlichung zum formalen „Déjà-Vu“ degradieren und so ihre Substanz, die eigentlichen Werte und transportierten Inhalte nihilisieren, meinem Werk die kreative Originalität und damit die Relevanz seiner Vermittlung und seiner Bedeutung rauben sollen. Das „Tatata-ta“ von Beethovens Fünfter, aus seiner Schublade geklaut und als Werbejingle in einem TV-Spot verbraten, hätte seine Symphonie bei Erscheinen auch zur Farce degradiert.

    Und so konnten die „art“-Leser schon im Dezember 1985 von einer „Pyroformance“ des Österreichers Michael Höffer erfahren, der einfach aus rohen Holzbrettern eilig gezimmerte Türmchen verbrannte und von einem Bildschirm rahmen ließ  -  inhaltsleer und belanglos, aber ein wesentliches Element der Dramaturgie meines Foto-Kunst-Projekts schamlos kopierend und damit für sich reklamierend.

    Auch die sonst eher durch ihre endlose Einfalt und Einfallslosigkeit in banaler Hühner- und sonstiger Bauernvieh-Malerei bekannte Karin Kneffel trat nur wenige Jahre nach meiner PAIN-TING-Realisierung mit „spektakulären Feuer-Bildern“ erstmals als bemerkenswert  ins Bewußtsein des Fachpublikums und  einer interessierten Öffentlichkeit, indem sie mein Bilder-Konzept, bei dem, fotografisch dokumentiert, ein Gemälde verbrannt wird, schlicht umkehr-kopierte und das Brennen selbst zum Bild von Gemälden machte – ohne Gegenstand des Brennens, so wie auf meinen Fotos das Gemälde selbst brennt.

    Doch damit nicht genug:  Auf den Monat genau zwei Jahre nach der Erstellung meines Fotozyklus konnte man, ebenfalls in „art“ (Heft 4/1987), eine Werbeanzeige  einer bis dato unbekannten „Kulturinitiative der besten Kräfte“ besichtigen, die für ein bis dahin ebenfalls noch unbekanntes „Atlantis“ (inzwischen seiner dürftigen Heißluft-Schaumsubstanz zu Recht erlegenes und wieder vergessenes Projekt eines ehemaligen Galeristen) zu werben sich bemühte – mit einer Fotomontage eines samt Rahmen brennenden Dali-Gemäldes.

    Als das okkulte Gangstertum trotz all dieser, wie immer aktionistisch-hysterisch-hyperaktiven, Versuche merkte, daß alles das meinem Foto-Kunst-Zyklus nach wie vor nicht den Rang rauben und es zur gewünschten Belanglosigkeit degradieren konnte, schickte man zehn Jahre danach noch einen Côte d’Azur-Dekorations-Maler ins Feld, der mit vier Fotos eines „Brennenden Gemäldes“ nun auch endlich einmal im seriösen Kunst- und Galerie-Markt auftreten durfte, um durch eine verzweifelt-schamlose Eins-zu-Eins-Kopie mein originäres Kunst-Projekt endgültig zu vernichten und historisch zu begraben.  Zu besichtigen war diese geistige Nullniveau-Kopisten-Attacke auf mich und mein Werk am Stand der Galerie Becker-Hirschmann auf der „Art Frankfurt“ 1995, von einer Weltrangkünstler-Konifere namens Guillem Nadal.

    Und so erlebt mein Blog-Publikum heute erneut eine Welt-Premiere – die der Erstveröffentlichung des Originals meines Foto-Kunst-Zyklus „PAIN-TING“, der das Entstehen und anschließende Vernichten eines Ölgemäldes durch die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft zum Gegenstand hat ( siehe Fotostrecke am Fuß des Blogs und, wie immer, unter „Fotos“/Kopfzeile).

    Ich wünsche ein erbauendes und erleuchtendes Kunst-Erlebnis, das natürlich durch eine adäquate Präsentationsform an den Wänden in geigneten Ausstellungsräumen noch erheblich zu steigern wäre. Aber auch das bleibt, wie bei allen meinen anderen unterdrückten und unterschlagenen Werken, vorerst weiterhin einer noch nicht absehbaren Zukunft vorbehalten.

    P.S.:  Meiner Freundin Mary Bauermeister ist der Zyklus deshalb gewidmet, weil der geniale Titel „PAIN-TING“ von ihr stammt – sie hat mit dieser Begriffsschöpfung  vor vielen Jahren einmal ihre eigenen Bilder und Grafiken bezeichnet, und damit den ihnen zugrunde liegenden Schaffensprozeß luzide verdichtet.

    Der hat hier, sozusagen als Fortsetzung und Fortdenkung, seine Entsprechung in einer ganz anderen Art von Kunst erhalten, die den Zyklus der Erschaffung, des Werdens, durch das Vergehen vollendet:  Nämlich bis zur Entschaffung des Kunstwerkes.  Und darüber hinaus  -  in die erneute Kunstwerdung des Entschaffens selbst.

     

    Ihr, euer, aber längst nicht jedermanns

    N.A. Eichler

     

    * * *

     

    P.P.S.: 

    Nein, dieser Foto-Kunst-Zyklus ist nicht als Prophezeiung des 11. September, sechzehneinhalb Jahre später eingetroffen, zu verstehen  - auch wenn auf Bild 16 über dem brennenden Gemälde ein Flugzeug im Anflug zu sehen ist.

    Oder etwa doch ?

    Was meinen  Sie ?

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    Zur Erinnerung:

    Schauen/Lesen Sie doch wieder mal rein in den Grundlagen-Kontext meiner „PostScript“-Essays über:

    http://tinyurl.com/5t6raj

    und

    "COSMIC RAGA"

     

     

    NEUERSCHEINUNG:

    N.A. EICHLER

    “COSMIC RAGA”

     

    Hier ist das ultimative musikalische Klang-Erlebnis, das Sie über Ihre Grenzen hinausführen wird - direkt in die unendlichen Weiten des inneren und äußeren Universums: Mein Klang-Welt-Opus “COSMIC RAGA”.

    Bereits 1975 produziert (im Zusammenhang mit der Einspielung meiner Text-Oper “NEUES VOM RAUMSCHIFF ERDE”), aber noch nie veröffentlicht - bis heute!

    Schon vor über dreißig Jahren, lange vor den heutigen und von vielen genutzten Computermöglichkeiten, aus elektronisch (vor-) produzierten Klängen und ohne ein selbst gespieltes Instrument (dabei spiele ich gern und leidlich Querflöte) “Musik” zu schaffen, habe ich auch dieses “synthetische” Genre (wie schon den Poetry-Slam u.a.) bereits erfunden - ohne Computer, mit herkömmlichen (analogen) Studio-Mitteln.

    Wenn Sie Edgar Varèse schätzen, John Cage verehren und Karlheinz Stockhausen lieben, dann wird mein Klang-Welt-Opus "COSMIC RAGA" Sie, im Wortsinn, be-geistern.

    “Eine Sound- und Musik-Collage der Extraklasse.”

    “Einzigartig, unnachahmlich, schockierend.”

    “Ein akustisch-musikalischer Space-Trip, der den Hörer mit auf eine Reise nimmt, von der er nicht so leicht wieder in den gewohnten Alltag zurückfindet.”

    So würden die Rezensionen klingen, wenn die Medien mich und mein Werk, gleich welcher Gattung, nicht rigoros boykottieren und unterschlagen, seine Verbreitung und Wirkung mafios verhindern und unterdrücken würden.

    Tun sie aber. Und so haben Sie hier einmal mehr die Gelegenheit, mich und mein künstlerisches Werk von einer noch wenig bekannten Seite kennen zu lernen - der einer musikalischen Klang-Welt-Schöpfung kosmischer Qualität und Definition!

    Bestellen Sie deshalb schon bald Ihr Exemplar einer CD-Rarität, die von ihren glücklichen Besitzern sicher, auch für viel Geld, nicht bei Ebay weiterverkauft werden wird! Allenfalls, vielleicht später einmal, für noch mehr Geld bei Christie's oder Sotheby's!

    Ehe also dieses Opus irgendwann in einer handelsüblichen Form als industrielle CD im Musikmarkt erscheint, gibt es jetzt diese

    Künstler-Edition:

    77 Exemplare, nummeriert und handsigniert (auf Inlay und CD), in transparentem, blauem Slim-Jewel-Case (siehe Bilder am Fuß des Blogs und unter “Fotos“/Kopfzeile). Spieldauer: 66:41 Minuten. Nach Ihrer Wahl in einer von zwei qualitativ hochwertigen Ausführungen geliefert:

    O   In hochkarätigem 24-Bit-SBM (SuperBitMapping), auf fast allen CD-Playern abspielbar, nicht aber den gängigen Computer-Media-Playern.

    O   In hochwertigem 16-Bit-SBM, auf allen CD-Playern und fast allen Computer-Media-Playern abspielbar.

    (Version bitte bei Bestellung angeben.)

    Preis je Exemplar (beide Varianten): € 35,-- zzgl. Versand.

    Schicken Sie Ihre Bestellung per Email an:  artshop(at)online.ms.

    Die Auslieferung Ihrer Bestellung erfolgt, nach Zahlungseingang, in Reihenfolge der Bestellungen - solange die kleine Auflage reicht. Wünsche nach einer bestimmten Nummerierung Ihres Exemplars (etwa 5/77 oder 70/77) werden wie immer nach Möglichkeit erfüllt.

    Zögern Sie also nicht und seien auch Sie, bei diesem exquisiten Juwel zeitgenössischen Kulturschaffens und außergewöhnlichen Kunstgenusses, vielleicht einmal “the first one on your block…” oder so, wie es im Marketing-Neudeutsch so schön heißt.

    Und so ganz und gar nicht "mainstream" und "everybody else"!

     

    Ihr, euer, aber längst nicht jedermanns

    N.A. EICHLER

     

    KO(S)MISCHE ZEITEN 12

     

     

    NACH VALENTINSTAG UND  ASCHERMITTWOCH:

    MURUROA, MON ATOLL!

     

    „Du brauchst bloß in eine Zeitung hineinzusehen. Sie ist von einer unermeßlichen Undurchsichtigkeit erfüllt. Da ist die Rede von so vielen Dingen, daß es das Denkvermögen eines Leibniz überschritte. Aber man merkt es nicht einmal; man ist anders geworden. Es steht nicht mehr ein ganzer Mensch einer ganzen Welt gegenüber, sondern ein menschliches Etwas bewegt sich in einer allgemeinen Nährflüssigkeit.“

    (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften)

            

    Am 28. Februar jährt es sich in diesem Jahr 2009 zum 13.Mal.  Und zum dreizehnten Mal erinnert sich auch in diesem Jahr wieder mal keiner mehr daran  -  aller Aufregung und Aufmerksamkeit zum Trotz, die die Ereignisse unserer jüngsten Vergangenheit weltweit begleiteten. Längst ist das Bewußtsein jedes durchschnittlichen Zeitgenossen chancenlos überfordert mit der Aufgabe, Schritt zu halten mit den aktuellen Zeitereignissen des zeitlos-historischen Szenarios des Weltgeschehens    umso mehr und vollständiger, als der eigene Bewußtseinshorizont, im Kielwasser der Wirtschafts-„Globalisierung“, gefälligst planetarisch erweitert zu werden hat, mit Über- und Durchblick in jeder Hinsicht, auf allen Kontinenten, auf  allen Feldern, in allen Themenbereichen und Tiefen;  und das möglichst nicht als Zufallsquilt einzelner Splitter und Fragmente,  sondern noch logisch vernetzt, also komplex, in umfassender Über-Sicht.

    Noch am Abend des 28. Februar 1996, an dem um 12:30:03 Ortszeit Frankreich die sechste und letzte Atombombe im Zentrum des pazifischen Fangataufa-Atolls seiner polynesischen Überseegebiete zündete (weit genug weg von Frankreich, um die Betroffenheit und Empörung anderen Ländern und ihren Regierungen zu überlassen),  begann ich das sechste Ölbild meines Bilderzyklus „LA FRANCE RADIANTE“, der die Atomversuche von Anfang an kunstdokumentarisch begleitet und in Gemälden und Kohlezeichnungen festgehalten hat.

    Um die mit dem lautstarkem Pathos gerechter Empörung  vorgetragenen Proteste der Regierung des sich am betroffensten und empörtesten gebenden Landes Australien in dauerhaft wirkungsvolle Medien-Kommunikation,  deren Impakt zu einem unübersehbaren, zeitlosen Bewußtseinsappell zu transformieren, bot ich der australischen Regierung ein ebenso neuartiges wie spektakuläres Kunstprojekt an:  Ich werde jeden Atomversuch mit einem Ölbild und begleitenden Kohlezeichnungen dokumentieren. Diese werden, etwa in der Lobby des Opernhauses von Sydney, dauerhaft ausgestellt und von Vorträgen begleitet, solange die Versuche andauern.  So würde, im Laufe der auf mehrere Monate angelegten Versuche, die zeitgleiche Dokumentation des Frevels gegen das menschliche Leben und seine planetarischen Lebensgrundlagen ebenso zu einem bleibend „anschaulichen“ Manifest gemacht und lebendig plakatiert wie die damit verbundene zeitlos-künstlerische Abmahnung dieses irrwitzig-fehlgeleiteten, vernunftlosen Zivilisationsverständnisses, das den zeitgenössischen politischen Fehlhaltungen, ihren orientierungslos-fehlentwickelten kulturellen Weltbetrachtungskonzepten weltweit zugrunde liegt.

    Daß die Diplomatiehülsen der im Vorfeld der Atomversuche  vor laufenden Kameras in den internationalen Nachrichtensendern vorgetragenen Proteste (ebenso wie die nachfolgenden, pünktlich zu jedem einzelnen Atomtest) allerdings eher als administrativ-formale Pflichterfüllung den eigenen Wählern gegenüber denn als inhaltlich ernstgemeintes Engagement zu verstehen waren, begriff ich erst am 5. Dezember 1995, als mir der australische Botschafter in der Bundesrepublik, Max Hughes, höflich und wenig bewegt in einem offiziellen Schreiben mitteilte, daß von Seiten der australischen Regierung kein Interesse an meinem Vorhaben bestehe, ich mich aber, wenn mir das wichtig sei, an Greenpeace Australien oder einige Kunstgalerien in Sydney wenden könne, mit deren Kooperation mein Projekt vielleicht zu verwirklichen sei (deren Anschriften fügte er freundlich hinzu). Da hatten bereits (beginnend am 5. September auf Mururoa) drei Atomversuche stattgefunden, der vierte (am 10. Dezember) stand unmittelbar bevor, und an eine realistische Perspektive auf Verwirklichung des Vorhabens war auf dieser Grundlage nicht mehr zu denken.

    Daß das trotzdem längst verwirklichte Kunstprojekt „LA FRANCE RADIANTE“  bis heute (und an diesem 28. Februar 2009 zu seinem 13. Jahrestag) immer noch nicht von einer breiteren Öffentlichkeit bei Licht betrachtet werden konnte, liegt an den ablehnenden Haltungen von Kunstgalerien und  Medien  ebenso wie von Kunstbuchverlegern und Kulturdezernenten (*). Und so kommt, zumindest zur Zeit, wenigstens mein beachtlich großes Blog-Publikum  als erstes zu  dem Privileg, die Bilder und ihr begleitendes Manifest schon mal eingehend und nachdenklich zur Kenntnis nehmen und reflektieren zu können  -  mit hoffentlich dauerhafter Wirkung auf ihr Weltbild und der Chance, ihre persönliche Grundhaltung zu einem sich in den offenen, administrativ etablierten und praktizierten „ganz normalen“ Irrsinn entwickelnden „politisch-wirtschaftlichen Planeten“ ein wenig zu justieren. Zur Einstimmung auf die Bilder des Projektzyklus, die wie üblich am Fuß des Blogs (und unter „Fotos“, s. Kopfleiste) zu besichtigen sind, hier der Text des sie begleitenden Manifests. Mit dem Titel:

     

     

    LA FRANCE RADIANTE

     

     

    Ein Hirnriß geht um auf der Erde  -  der Hirnriß vom beliebigen Umgang mit unserem Planeten, seiner Natur, seiner Beschaffenheit und Befindlichkeit.

    "Business as usual" ist das Paradigma, wenn alle Paradigmen der Vernunft, des Verständnisses, der Über-Sicht auf die Dinge, auf das eigene Handeln und seine Folgen im Kontext des menschlichen Lebens auf dieser Erde und des Lebens der Erde unter unseren Füßen abhanden gekommen sind. Und "usual" ist gewöhnlich alles "business", das einer (sich aus-) zu denken imstande ist, der dafür gewählt und bezahlt ist.

    In seinen Wahlreden hat der Präsidentschaftskandidat Chirac das "strahlende Frankreich", "la France radiante" der gaullistischen Ära beschworen, dessen Wiederbelebung angekündigt  -  und damit Millionen frustrierte und krisenverdrossene Franzosen dazu  gebracht, ihre Chiracverdrossenheit zu überwinden und ihr Stimmkreuz neben sein Lichtversprechen zu setzen.

    Was aber Chirac darunter verstand und versteht, wurde erst kurz nach seiner Wahl richtig deutlich: die nukleare Strahlkraft von Atomversuchen inmitten einer der letzten paradiesischen Regionen dieses Planeten, die diese Bezeichnung, jenseits aller Reiseprospektsprache, noch wirklich verdienen.

    Nein, Herr Chirac, non, Monsieur Glucksmann: Polynesien ist nicht bloß eine der schlicht "aus Wasser bestehenden Wüsten", in denen "man solche Versuche nun mal zu machen pflegt".  Polynesien ist eines der letzten (und eines der schönsten) natürlichen "Wunder" unserer gemeinsamen Erde, und wenn schon seine Optik zunächst keinen weiteren Schaden genommen zu haben scheint, so ist es doch jetzt kaum noch dafür geeignet, bei einem persönlichen Besuch angemessen gewürdigt zu werden, erhebt auf lange Zeit niemanden mehr über die profane Sicht eines nur ökonomisch und technisch verwalteten Planeten, dient niemandem mehr als zeitloses Monument der Schönheit der Schöpfung, die in den pervertierten Stahl-Glas-Paradiesen unserer industriellen Lebenswelten so schnell vergessen und so leichtfertig mißachtet werden.

    Ist und war eines der letzten und schönsten natürlichen Wunder trotz der nuklearen Versuche der jüngeren Vergangenheit.

    Und wird es wohl nach den erneuten, "Versuchen" genannten Atombombenzündungen kaum noch sein und bleiben können.

    Ob diese "Versuche" politisch und militärtechnisch sinnvoll waren und sind, ist das Thema einer anderen Diskussion.

    Daß sie  -  an diesem Ort und zu dieser Zeit  -  ein zivilisatorisches und ökologisches Desaster sind, das seine künstlerisch-ästhetische, nachhaltig-demonstrative Würdigung und ein zeitlos-philosophisches Mahnmal verdient, steht allerdings außer Frage, auch wenn es bisher noch keinem anderen Künstler aufgefallen zu sein scheint, oder ihm schlicht die künstlerischen Perspektiven und Mittel dazu abgehen.

    "La France radiante" hat in der Vergangenheit, und nicht nur im traditionellen Selbstverständnis Frankreichs, einen ganz anderen Klang, hat ein ganz anderes Licht in den Lärm, in die Dunkelheit der menschlichen Kulturen dieses Planeten auf ihrem Weg von der Barbarei zur Zivilisation eingeführt  -  einen Klang der Vernunft, der Aufklärung, ein Licht der Humanisierung und Kultivierung im besten Sinn dieser Begriffe.

    "La France Radiante" des Präsidenten Chirac ist die technokratische Kehrseite dieses traditionellen Kulturanspruchs:  Der Formalismus der Macht, der sich über die Inhalte und Werte keine Gedanken mehr machen zu müssen, von Verantwortung, über das Funktionieren des eigenen Staatsapparats hinaus, befreit zu sein meint.

    "La France radiante" war in der Vergangenheit das Licht des souveränen Geistes, das diesem Planeten seine bis heute besten Verfassungen, die französische, die amerikanische und die deutsche, geschenkt hat.

    "La France Radiante" des Herrn Chirac dagegen ist das strahlende Weiß der gefährlichen Gischt eines atomar aufgewühlten Elements, das mehr zersetzt als "nur" ein paar hundert Quadratkilometer "Wasserwüste":  Nämlich den letzten Rest von Verantwortlichkeit und Vernunft, die letzten Hemmschwellen des Bewußtseins im Umgang mit den natürlichen Bedingungen und Gegebenheiten auf diesem Planeten, der auf absehbare Zeit die einzige Heimat und Lebenswelt der Menschheit in einem sonst von buchstäblich "wüsten" Planeten und Himmelskörpern erfüllten Universum ist.

    "La France radiante" der Vergangenheit wurden Hymnen gesungen und Denkmäler gesetzt, die bis heute die Kulturen aller zivilisierten Länder dieses Planeten bereichern.

    "La France Radiante" des Herrn Chirac hat nun ebenfalls seine adäquate Hymne, sein gemaltes Denkmal erhalten:  Den Bilderzyklus "LA FRANCE RADIANTE" aus meiner Naturkunst-Serie "TREESCAPES".

     

    N.A. EICHLER

    (November 1995)

     

    * * *

     

    (*) Zur Kenntnis genommen und auf ihre Art „gewürdigt“ wurde dieses innovative Kunstprojekt lediglich, wie üblich und seit Jahrzehnten praktiziert, von den Parasiten der Okkult(a)depp(t)enmafia und ihren weltlichen Handlangern und Mittätern, in diesem Fall von dem amerikanischen Künstler Robert Longo, der sich beeilte, ganz nach dem Konzept meiner „LA FRANCE RADIANTE“-Kohlezeichnungen schnell ein dickes Paket mit Kohlezeichnungen nach beliebigen Zeitungsfotos anzufertigen und zu veröffentlichen  -   deren Inhalt, wie immer bei solchen Plagiaten meiner Arbeiten, zwar belanglose Alltags-Pop-Art bleibt, aber gerade dadurch die diesen Diebstählen immer wieder zugrunde liegende Absicht der Konzeptvernichtungs-Banalisierung meiner innovativen Arbeiten und Konzepte, ihrer Aussagen und Inhalte, dieses Mal meiner Dokumentationskunst-Kohlezeichnungen der französischen Atomversuche, herbeiführt; und durch diesen banalisierten Diebstahl und die Vorveröffentlichung des inhaltsleer und hirnlos Kopierten obendrein die Urheberschaft betrügerisch für sich besetzt.

    Nur der tatsächliche Schöpfer und Urheber der originären Leistungen - und mit ihm seine viel wichtigeren Anliegen - bleiben so mal wieder unterschlagen, verschwiegen, unterdrückt  und verhindert, wie seit Jahrzehnten, auf jeder Ebene und in jeder Hinsicht. Mitsamt der in seiner Kunst präsenten und sie verkörpernden Botschaften und Wirkungen, um deren Vernichtung und Verhinderung, mich also mundtot zu machen und zu halten, es den Verbrechern ja einzig und im eigentlichen immer nur ging und geht. Auch jetzt, hier und heute, in einem nunmehr jahrzehntelangen, pausenlosen Verbrechens-Kontinuum, und auf unabsehbare Zeit sicher auch morgen noch  -  bis zu ihrem blamablen Untergang.

     

    Verschiedene «LA FRANCE RADIANTE »-Kunstmappen und -Bücher mit Laserdrucken aller 17 Bilder
    sind bei mir erhältlich. Spezifikationen und Preise auf Anfrage (eichlerart(a)aol.de).
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    SILVESTER 2009

     

    Bonne Fête-Fête!

     

    In diesem Jahr wurde ich immer wieder gefragt, warum man mich so selten zu sehen kriegt.

    Da bin leider auch ich überfragt   -  denn ich mache weder aus mir noch meinem Leben ein Geheimnis, halte mich weder bedeckt noch zurück oder im Hintergrund.

    Die einzige Erklärung, die mir als „aging hippie“, also „a yuppie’s most horrible nightmare“ (John Sebastian über sich), einfällt, wäre meine Erscheinung. Schließlich konnten bereits die Beatles ein Lied davon singen:

    „He’s gotta be good looking,

    ‚cause he’s so hard to see.“ *

    In diesem Sinn: „Come together“!  Und: Ein weniger blindes und weitsichtigeres Jahr 2009 für alle, die es verdienen  -  und für alle, die sich nicht mehr halten können, einen guten Rutsch!

    Wohin und in welche bekannte oder unbekannte Zukunft auch immer!

     

    Ihr, euer, aber längst nicht jedermanns

    N. A.  E I C H L E R

     

     

    * Sehen Sie hierzu auch mein in den letzten 10 Jahren tausendfach kopiertes "Selbst-Portrait" (von 1983) am Fuß des Blogs und unter "Fotos"

     

    X-MESS 2008

     
     

    Rocking Around

    The Christmas Tree…

     

    „Väterchen Frost“ Putivedjew stellt neue Mittelstreckenraketen gegen Europa auf.  Israel bereitet neuen Krieg gegen Gaza-Palästinenser als Antwort auf über 90 Raketenangriffe vor.  Der Ebola-Virus bricht aus und wütet erneut in Afrika.  Ein amerikanischer Santa erschießt 8 Gäste einer Weihnachtsfeier, dann sich selbst.  Kanada und weite Teile der USA werden unter einer dicken Schneeschicht begraben,  mehrere Bundesstaaten sind ohne Strom.  Ein deutsches Kriegsschiff wehrt am Horn von Afrika einen Piratenangriff ab.  Im Taunustädtchen Kronberg bei Frankfurt ersticht ein Ehemann seine Frau.  Zwei Angriffe auf deutsche Truppen in Kundus mit Panzerfäusten und fünf Raketen.  Ein Putsch in Guinea entmachtet den Präsidenten. Und die Spießer-Trottel der „ko(s)mischen“ Adepp(t)en-„Hierarchie“ terrorisieren Eichler auch über die Feiertage hinweg und nach wie vor ebenso sinn- wie ergebnislos mit allem, was ihnen an primitiv-magischen und –weltlichen Mitteln zur Verfügung steht, um endlich den „Thron“ ihrer Herrschaft über ihn und die Welt zu besteigen (siehe Bild „ADEPTEN-THRON“ am Fuß des Blogs und unter „Fotos“).

    Ob ihnen das im neuen Jahr 2009, nach dreieinhalb Jahrzehnten vergeblicher Bemühungen sowie der Aktivierung wahrer Massen hirnverbrannt-debil-verblendeter Handlanger und ganzer irdischer Heerscharen von Marionetten in allen Bereichen des Lebens und der Medien, endlich gelingen wird ?

     

     

     

    Lesen Sie hierzu auch meine Essays „POSTSCRIPT 1-10“ über:

    http://tinyurl.com/5t6raj

    Wenn Sie besser verstehen wollen, in welcher Zeit wir leben, lesen Sie doch mal aufmerksam den "6. Gesang"

    meiner Textoper "NEUES VOM RAUMSCHIFF ERDE" unter:

    http://eichlerblog.wordpress.com/neues-vom-raumschiff-erde

    Und erinnern Sie sich hin und wieder an die „Metasprache des Bösen“ von Cady Noland, über:

    http://tinyurl.com/8h6tqa

     

    Advents-Edition 2008 - NEUES VOM RAUMSCHIFF ERDE

     
     

     

     

    Advents-Edition 2008:

    NEUES VOM RAUMSCHIFF ERDE

    Eine Textoper in sieben Klangbildern

     

    Allen Freunden meiner Literatur, meiner Sprach-, Bild- und Ton-Kunst und meines Blogs widme ich diesmal eine absolute Rarität als Angebot (und wer weiß, ob und wann wieder einmal): Eine Faksimile-Edition meiner legendären „Text-Oper in sieben Klangbildern“ von 1975: „NEUES VOM RAUMSCHIFF ERDE“, die von den Okkultmafia-gesteuerten Medien bis heute unterschlagene „Mutter“ und vielkopierte, nie aber auch nur annähernd erreichte Erfindung und Vorbild/Vorlage der in den letzten Jahren auf- und in Mode gekommenen Gattung „Poetry Slam“.  Die Original-Cassetten-Edition der ersten Auflage, mit dem vollständigen Original-Textbuch von 1975 (64 S., illustriert) und einer 90-Min.-Cassette, in der damals erschienenen Vortrags-/Soundtrack-Fassung neu faksimiliert, mit neuem Einband und Cassetten-Emblem ausgestattet, als kleine, feine, einmalige Sonderauflage  -  jedes Exemplar einzeln im Einband nummeriert und handsigniert !

    Damit nicht genug: Zu jedem Exemplar gehört eine speziell für diese Ausnahme-Edition angefertigte Grafik, die eine Schlüsselstelle (den Höhepunkt) der Text-Oper illustriert  -  als Dreifarben-Linoldruck (Gouache) auf Büttenpapier, in derselben limitierten Auflage und ebenfalls einzeln nummeriert und handsigniert.  Format: 21,0 x 23,5 cm.

    Und wie es sich für eine anständige Advents-Edition gehört, beträgt die Auflage dieses besonderen Pakets genau 24 Exemplare  -  für jeden Tag des Adventskalenders ein Exemplar, von Nr. 1/24 bis 24/24!

    Für sich reservieren können Sie einzelne Exemplare (nur eines pro Haushalt) ab heute! Wenn Sie also eine bestimmte Nummer haben möchten, melden Sie sich möglichst frühzeitig dafür an – die einzelnen Exemplare werden ohne Ansehen der Person nach Bestelleingang reserviert und verkauft.

    Fotos dieser „Advents-Edition 2008: NEUES VOM RAUMSCHIFF ERDE“ und ihrer Ausstattung sehen Sie am Fuß des Blogs (sowie unter „Fotos“, s. Kopfleiste).

    Der Preis ? Ach ja, der Preis: Normalerweise, als seltene, bibliophile Faksimile-Edition, könnte sie leicht € 78,-- kosten, vielleicht auch € 48,--, und wenn sie günstig wäre, € 38,--! Wie es sich aber für eine Sonder-Edition für die besinnlichen Wochen des Jahres gebührt, gehörte sie eher verschenkt als verkauft    was aus leicht nachvollziehbaren Gründen nicht praktikabel wäre.  Deshalb verschenken Sie sie lieber, und ich komme Ihnen mit einem symbolischen Preis von € 24,-- (inkl. Versand) dabei weitestgehend entgegen!  Eine steile Wertsteigerungs-Karriere hat diese „24 für 24“-Auflage ohnehin mit Sicherheit vor sich!

    Schicken Sie mir deshalb baldmöglichst, am besten noch heute, eine Mail mit Ihrer Bestellung: artshop@online.ms.  Sie erhalten umgehend eine Bestätigung  -  oder aber die Mitteilung, daß Ihre Wunsch-Nummer schon vergeben ist, mit einigen vorläufigen Alternativ-Vorschlägen.

    Aber auch für die gilt: Der erste Besteller ist der Gewinner!

    Der Versand erfolgt innerhalb von drei Tagen nach Bezahlung an die von Ihnen gewünschte Adresse – und wenn Sie zur Signatur eine Widmung wünschen, geben Sie diese bitte bei der Bestellung mit an.  Sie kostet nichts  -  ich behalte mir lediglich (im Ausnahmefall) die Ablehnung eines Textes vor.

    Mit dieser kleinen, großen „Advents-Edition 2008: NEUES VOM RAUMSCHIFF ERDE“  sind Sie dann am Ende eines turbulenten Krisenjahres nicht nur für viele hoffentlich besinnliche und bereichernde Stunden dieser Vorweihnachtszeit bestens ausgestattet  -  sondern auch für die bevorstehenden, kaum positiver zu erwartenden Jahre der unmittelbaren Zukunft.  Das jedenfalls wünscht Ihnen

    Ihr, euer  -  aber längst nicht jedermanns

    N.A. EICHLER

     

    P.S.: Wenn Sie schon mal die Lektüre des Textes, ohne Vortrags- und Klangwelten,  genießen wollen, dann finden Sie ihn wie bisher und weiterhin unter: http://eichlerblog.wordpress.com/neues-vom-raumschiff-erde.

     

     

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    LESEN SIE AUCH DAS LITERARISCHE ADVENTS-ZITAT DES JAHRES 2008 ÜBER:

    http://tinyurl.com/5mtfqe

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    http://eichlerblog.wordpress.com

    Und vergessen Sie nicht, Ihren Grundbedarf für alle Lebenslagen im EICHLERSHOP zu decken:

    KO(S)MISCHE ZEITEN 11

     
     
     

    WORLD OF WARCRAFT,

    ROT-WEISS

     

    Ferrero hatte im September noch nicht seine Sommerpause beendet, da tönte schon das erste amerikanische „Ho-Ho-Ho“ eines Reklame-„Santas „ durch die Radiosender, für einen Möbelhändler, der unbedingt der erste sein wollte beim massiven Brainwash-Angriff auf unsere geistige und seelische Gesundheit und unsere einheimische Weihnachtskultur!  Und diese Attacken auf unser Empfinden und unser Weihnachtskultur-Weltbild setzen sich seither immer penetranter und massiver fort, mit dauerklingelnden Cola-Truck-Glöckchenketten, diversem „Driving home for Christmas“-Südstaatensong-Genöle von Bekleidungshändler-Reklamen und einem Meer an hirnrissigen „Santa“-Sockengalerien an ebenso hirnrissigen „Santa“-Kaminen, die in unseren Breiten keiner zuhause hat.  Als ob tatsächlich alle Europäer, insbesondere die deutschen, die letzten drei Monate des Jahres auf der Route 66 unterwegs wären, um am Heiligabend die Cowboystiefel auszuziehen und die Socken zum Trocknen über den Kamin zu hängen    bis zum noch hirnrissigeren „Santa“-Auftritt am Heiligabend!  Die  Pilgerväter müssen damals bei ihrer Auswanderung nach Amerika im Lauf der strapaziösen Überfahrt vergessen haben, daß an Heiligabend das Christkind kommt, und nicht der Weihnachtsmann;  daß der seinen ersten, einzigen und letzten Auftritt am 6. Dezember zu haben hatte  - und auch das nicht mit Socken am Kamin, sondern mit Stiefeln, die am Vorabend zum Befüllen vor die Tür gestellt wurden. Und so fehlt den dementen, Lichterketten-bekränzten Eigenheimen und Sozialwohnungs-Balkonen (s. Foto-Serie am Fuß des Blogs) mit ihren Santas und Santas und Lichterketten und Santas und Lichterkugeln und Santaschlitten nur noch die Stars-and-Stripes-Fahne, um das ganze Idioten-Spektakel richtig zu etikettieren  -  der „Geist“ der einheimischen Weihnacht ist ohnehin längst ins Exil geflüchtet (wohin allerdings, und ob man ihn zurückholen könnte, das bleibt ebenso indizien- wie haltlose Spekulation).

    Der hochgradig kriminellen, unsäglich-debilen Okkult-Mafia, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben „von innen“ und außen in allen westlichen Gesellschaften längst umfassend steuert (vor allem mit den ebenso primitiven wie wirkungsvollen Mitteln des Kapitals, das sich jeder demokratischen Legitimation entledigt hat und mehr und mehr selbst als Macht agiert, und ihrer naiv-verblendeten Handlanger und Marionetten in allen Medien und Kanälen), ist dies mehr als nur lieb und recht.  Es entspricht ihrer erklärten Intention und Absicht der totalen Zerstörung aller christlich verwurzelten und aussagefähigen Kulturformen und planiert so den Weg für die Desorientierung der Menschen, die ihnen so leicht und willenlos zum Opfer fallen, ihrer „Herrschaft“, orientierungsberaubt, mühelos „zufallen“  -  in ihrem kranken, pseudo-„kosmisch“-schwarzmagischen Sinn und Interesse.

    Wen wundert da noch die Kulturdemenz, die das beliebige, hysterisch und total amerikanisierte Plastik-Konsumrausch-„Xmas“ der Profitgierigen auch hierzulande längst in allen Köpfen an- und eingerichtet hat, und daß die, die sich noch an die Zeit der letzten vier Wochen des Jahres als wahre Besinnungs-Weihnachtszeit im europäisch-entspannten, unaufgeregt-meditativen Sinn „von früher“ erinnern, es immer schwerer haben, sich diesen militanten Attacken auf ihre geistig-kulturelle Gesundheit und ihr Jahresrhythmik-Wohlbefinden zu entziehen  -  sich den wirklich ruhigen, besinnlichen Weihnachtsmonat vom 1. bis 24. Dezember und danach bis zum Jahreswechsel zu bewahren.

    Die „World of Warcraft“ ist längst in unsere Realwirklichkeit eingebrochen und verwüstet unsere Kulturlebens-Landschaften  -  weiß-rot bezipfelt und mit Glöckchenband an der Tannenzweig-geschmückten Renditekeule.

    Ho-Ho-Ho!

     

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    GEGENGEDICHTE

     
     
     
     

    ADEPTENKOTZE

     

     

                                                Verdunkle halt  deinen Himmel,

                                                Gott, mit scheinbedrohlichen

                                                Wolkenfarcen,

                                                 reiß, wie ein Kleinkind

                                                 den Butterblumen, Bäumen

                                                 und Bergen die Köpfe ab:

                                                 Du mußt mir die Erde

                                                 doch lassen, und mein Haus,

                                                 das du nicht gebaut hast,

                                                 und mein Leben, meine

                                                 Freiheit, um die du mich

                                                 beneidest.

     

                                                 Ich kenne nichts Ärmeres

                                                 unter der Sonne als euch,

                                                 Götter! Erbärmlich

                                                 ernährt ihr euch

                                                 von Kirchensteuern

                                                 und Gebetsgestammel,

                                                 „Götter“!

                                                 Und würdet zugrunde gehen,

                                                 gäbe es nicht ein paar

                                                 Kinder und geistige Bettler,

                                                 hoffnungsvolle Idioten.

     

                                                 Als ich noch ein Kind war und

                                                 noch nicht wußte wie

                                                 man das Leben versteht,

                                                 blickte ich durstig zur Sonne,

                                                 als ob da oben ein Ohr wäre,

                                                 meinen berechtigten Anspruch

                                                 zu hören, oder ein Herz,

                                                 das liebt und gerecht ist

                                                 wie meines.

     

                                                 Aber wer half mir im Kampf

                                                 mit den Monstern der

                                                 Menschenwelt ?  Wer rettete

                                                 mich vor ihren Zähnen,

                                                 bewahrte mich vor ihrer

                                                 Sklaverei ?  Habe ich das

                                                 nicht alles selbst tun müssen,

                                                 getrieben vom Pulsschlag

                                                 meines Herzens ?  Und schlägt

                                                 es nicht immer noch viel zu

                                                 mächtig und stark, als daß

                                                 ich mich betrügen lassen

                                                 sollte, und mich bei dem

                                                 da oben bedanken ?

     

                                                  Ich soll dich ehren ? Wofür ?

                                                  Hast du je einem Leidenden

                                                  die Schmerzen gelindert ?

                                                  Hast du je einem Ängstlichen

                                                  die Stirn gekühlt ?

                                                  Hat nicht die Zeit

                                                  und ihre Wiederholung durch

                                                  viele Geburten und Tode

                                                  mich zum Mann gemacht,

                                                  und meine Vorfahren auch,

                                                  und deine ?

     

                                                   Oder meinst du, ich müßte

                                                   das Leben hassen,

                                                   in die Einsamkeit fliehen,

                                                   weil nicht alle

                                                   Träume von Glück, von

                                                   Schönheit und Gerechtigkeit

                                                   sich erfüllt haben ?

                                                   Meinst du, ich soll

                                                   für deine Fehler büßen,

                                                   an deiner Schöpfung Mängel

                                                   wund werden und verzweifeln ?

     

                                                   Hier stehe ich. Forme Götter

                                                   und Menschen nach meinem Bilde,

                                                   eine Generation, die mir

                                                   gleich ist, die leidet,

                                                   und weint, und genießt,

                                                   und sich freut, und dich

                                                   mit jeder Faser des Herzens

                                                    verachtet, ganz so

                                                    wie ich.

     

     

     

    N.A. EICHLER

    (1981 - nach J.W.v.Goethe: „Prometheus“)

     

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    OUTLOOK - ELECTION CAMPAIGN 2012

     
     

     

     

    THE EVENT

    (PRESS REVIEW)

     

     

     

     

     

    “Amerika im Koma!”

    (Philadelphia Express)

     

    * * *

     

    „Alle Meinungsforschungsinstitute waren sich einig, daß Obama mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt werden würde. Ein psychopathischer Rassist konnte das offenbar nicht ertragen.“

    (Washington Post)

     

    * * *

     

    „Aus dem Sumpf des amerikanischen Rassismus, der nichts zu lernen bereit ist.“

    (TIME Magazine)

     

    * * *

     

    „Kein amerikanischer Präsident kann ein Amtsleben lang in einem Obamamobil durch sein Land fahren.“

    (CNN)

     

    * * *

     

    „Die schwärzeste Stunde für Amerika seit dem 22.11.1963.“

    (Chicago Daily News)

     

    * * *

     

    Unter dem Laken friert die Angst.“

    (The New Yorker)

     

    * * *

     

    „Alles schien so hell und klar. Und jetzt ist alles in Dunkelheit gehüllt.“

    (Los Angeles Times)

     

    * * *

     

    „Dallas 2.0.“

    (Dallas Chronicle)

     

    * * *

     

    “Ground Zero 2.0.”

    (Denver Mail)

     

    * * *

     

    „Quo vadis, America ?“

    (Newsweek)

     

    * * *

     

    „Sind Niederlagen die letzten amerikanischen Perspektiven ?“

    (The Observer)

     

    * * *

     

    “Ist Gott wirklich Amerikaner ?”

    (Seattle Review)

     

     

     

     

    Siehe: Photo-Album "ELECTION CAMPAIGN 2012"  am Fuß des Blogs!

    Lesen Sie hierzu auch das Amerika-Gedicht von Lawrence Ferlinghjetti unter:

    http://eichlerblog.wordpress.com/ich-warte

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    ELECTION SPECIAL - 11/4

     

     

    CONGRATULATION$!

     

    Amerika hat gewählt – und alle, die meinen, „richtig“ gewählt zu haben, sehen einen offenen Horizont, erhoffen sich die neuen Perspektiven, die ein Personalwechsel an der Spitze der wichtigsten Nation des krisengeschüttelten Planeten mit sich zu bringen und eröffnen verspricht, wenn man sie nur, mangels Alternative, hartnäckig, wundergläubig und sehnsüchtig genug in ihn projiziert.  Erwartungsgemäß ist Barack Obama als Gewinner aus dieser Wahl hervorgegangen, und nun wird seine Version der Kurskorrektur zur Fortsetzung des „amerikanischen Traums“ an der Unzulänglichkeit ihrer allzu simplen Vorstellungsmuster für eine hochgradig komplexe Realität zu scheitern sich exhibitieren dürfen.  Middleclass-Daddy wird auch weiterhin, auf lange Sicht, nicht mehr mit den Taschen voller funkelnder Silberdollars nach Hause kommen. Vielleicht nie wieder. Und der „amerikanische Traum“ war und ist nun mal, schon lange und heute ausschließlicher denn je, einer der käuflichen Wunscherfüllung und Verwirklichung    nicht ein philosophisch-ontologischer. Auch wenn Barack Obama in seiner Wahlnachts-Rede genau diese höheren Ideale des "amerikanischen Traums" wiederzubeleben und wieder mit Inhalten zu füllen versprach. 

    Wenn der Hoffnungs-Party-Rausch der Wahlergebnis-Ballnacht mit seinen vollmundigen Versprechen und Horizonteröffnungen vorbei, die Ernüchterung des nächsten Morgens eingetreten ist, wird ganz schnell das idiomatisch-nüchterne „business a usual“ den bisherigen Alltag wieder herstellen – und die marginalen Justierungen an den alten Kursverläufen des Weltgeschehens die neuen, unreflektierten Probleme mit sich bringen, die ein unzulängliches Weltbild und –verständnis, wie es auch diesen „neuen“ Präsidenten, zumindest außenpolitisch, wieder charakterisiert,  zwangsläufig mit sich bringen und gebären muß.

    Und so bleibt uns ohnmächtigen Zeugen und Vollzugsopfern der Folgen dieser Unzulänglichkeiten derer, die, wenn nicht von größerer Perspektive, so doch verständiger und verantwortlicher zu sein hätten in ihrer Vermessung der Gestaltungsmöglichkeiten von Realität, nichts als die Hoffnung auf einen möglichst raschen Zuwachs dieses fehlenden Verständnisses, des allzu begrenzten Geisteshorizonts. Die Hoffnung  -  und das Warten. In Amerika, dem Land dieses neuen Präsidenten, ebenso wie in der gesamten,  mitbetroffenen internationalen Um-Welt des Planeten.

    Ob dieses Warten allerdings immer mehr den Beckett’schen Charakter des absurden, weil  sinnlosen Wartens auf einen nicht existenten Godot annimmt, oder einen visionären Silberstreifen am Horizont nicht aus dem Blick verliert, um irgendwann doch wieder auf ihn zusteuern zu können, so wie es Lawrence Ferlinghetti vor Jahrzehnten (auf Amerika bezogen, aber mit universell-planetarischer Bedeutung und Relevanz) skizzert hat, ob das erwartete Wunder in der heutigen Zeit, gegen den mediengewalttätigen Rock-Bottom-Geisteshorizont des sich für (all)mächtig haltenden „Affen im Business-Anzug“-Manager-Materialismus der kapitalistischen Weltherrschaftswirtschaft, überhaupt noch als Hoffnung aufrecht zu erhalten ist,  bleibt dabei der individuellen Bewußtseins- und Gemütsverfassung jedes Einzelnen überlassen. Und auch, ob diese Hoffnung, wie es das allgegenwärtige, hirn- und sinnleere Spießer-Spruchhülsengestammel (als Ersatz für jede wirkliche Bewußtseins- und Sprachbildung)  immer so gern und stereotyp hat, zuletzt irgendwann doch noch stirbt oder sich bis zu einer eventuellen Erfüllung, über diese und weitere Präsidentschaftswahlen hinaus, zu behaupten vermag.

    Vielleicht gibt es Godot ja doch und wirklich  -  vielleicht hat das bisherige, instinktiv-intuitiv-inspirierte und nie ganz zu löschende Warten auf eine Einlösung der menschlichen Erwartungen von einer menschenwürdigen Welt, wie zulänglich oder rudimentär auch immer vorgestellt und ausgemalt, inmitten einer von Generation zu Generation inkompetenter Spießer-Herrschafts-„Alpha“-Affen immer nur in verschiedenen Varianten neu aufgelegten und umformulierten menschenunwürdigen Realo-Welt, irgendwann doch noch seine Berechtigung bewiesen, triumphiert irgendwann durch seine Erfüllung in einer höheren, größeren, „überweltlichen Ordnung“ der Dinge, die sich weltlich zu manifestieren weiß. Irgendwann, bald, irgendwie.

    Bis dahin aber bleibt nur, sich an die Seite von Lawrence Ferlinghetti (http://eichlerblog.wordpress.com/ich-warte) zu stellen und mit ihm, wie er es sein Leben lang getan hat, daran festzuhalten wie an einer Laterne im Sturm: Deren Licht erst verlöscht, wenn niemand sie mehr berührt.

     

     

     

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    ZAPPED

     

     

    UNCLE OBAMA McCAIN

     

     

    Ich habe eine Email von Barack Obama erhalten. Die bekommt jeder, der sich einmal bei ihm (an-) meldet (etwa unter www.barackobama.com)  -   sogar Claus Kleber nach einer Interview-Anfrage.  Ob das allerdings, über die Befriedigung der eigenen Wichtigtuerei hinaus, wirklich die „heute“-Nachrichtenmeldung wert ist, die er glamoursüchtig daraus gemacht hat   noch dazu , wenn  d a s  die Meldung ist, und nicht etwa der Inhalt der Mail  -  das liegt offenbar außerhalb des Denk- und Urteilshorizonts von Reichsleutnant a.D.u.R.* Claus K..  Ihm geht es nur um die Eigenanzeige, sich am Glanz von Obama ein wenig als wichtig aufpolieren und vermelden zu können  - und sei es auch nur „scherzhaft“ (und natürlich nicht ohne „bescheiden“ den wirklichen Charakter der Mail nachzureichen, damit die hohle Ego-Spiegelei nicht ganz so erscheint).

    Im ZDF geht eben alles – nur nicht das Sinnstiftende, Notwendige und Richtige.  Etwa grundsätzliche Meinungsfreiheit und Mündigkeit auch seiner Mitarbeiter   oder gar die Möglichkeit zur öffentlichen Kritik an einer öffentlichen Institution, deren einzige Existenzform und Unternehmenscharakteristik Öffentlichkeit ist!

    In der Email warnt mich Obama vor der entsetzlichen Smear-Email-Kampagne, die gegen ihn im Net betrieben wird   und wie ich dagegen vorgehen könne:  Indem ich ihm jede solche Mail übermittle und melde   und indem ich auch meine Freunde davor warne.  Und: Indem ich selbst etwas gegen solche fiendish and heinous Net-Botschaften unternehme: „Fight back against „hateful“, „vicious“,  and „desperate“ robocalls and mailers.  Report a Smear  -  spread the truth on your site or Blog!”

    Also, lieber Claus: Falls auch Du wieder eine Mail von Obama bekommen hast und, was bei Dir mehr als wahrscheinlich sein dürfte, Smear-Emails gegen Obama von seinen eigenen pro-Obama-Mails nicht unterscheiden kannst, melde doch einfach jede Obama-Mail, die Du erhältst, sicherheitshalber an sein Büro (Adresse: watchdog@barackobama.com).  Die werden das dort aussortieren und Dir die guten ins Töpfchen zurückschicken.  Und Du kannst dann in den heute-Nachrichten immer mal wieder melden: „Ich habe eine Email an Obama geschickt.“  Macht doch gleich wieder was her, nichwah ?  Promi-wichtig, sozusagen!  (Da hast Du’s dann vielleicht garnicht mehr nötig, Dich nochmal zum Repräsentanten des deutschen Fernsehpreises und seiner Verleihungsgala aufzublähen, selbst Tage nach dem Ereignis noch ganz Eventeigenglanz-berauscht halb auf den „heute“-Nachrichtentisch zu klettern und Dich, im Namen des deutschen Fernsehens und, sozusagen als Sprecher der beteiligten deutschen TV-Prominenz, ganz jovial, wenn auch ohne Inhalt und Aussage, an den „lieben Marcel Reich-Ranicki“ zu adressieren, damit alle vor ihren Millionen Fernsehschirmen sehen, wie wichtig und prominent Du schon bist! Du durftest schließlich diesmal ganz persönlich adanebenbei vorübergehend mit auf der Bühne sein!)

    Für ganz engagierte Obama-Anhänger und –Unterstützer aber gibt es noch weitere Optionen, für ihn einzutreten, sogar mit einer Anti-Smear-Website: www.fightthesmears.com.

    Dabei scheint bei allen direkt (US) und indirekt (übrige Welt) betroffenen Bürgern des Landes und der Welt eine nicht ganz unwichtige Tatsache völlig aus dem bilderglasigen Blick geraten zu sein, falls es überhaupt im medienverengten Urteilshorizont je ins Bewußtseins-  und Betrachtungsfeld gedrungen ist:  Daß möglicherweise der richtige Kandidat für das US-Präsidentenamt in dieser turbulenten Zeit überhaupt nicht zur Wahl steht, von Anfang an nicht stand, weil es keinen gab  -  daß hier nur die Wahl zwischen zwei falschen und unbrauchbaren Kandidaten zu treffen ist, die zwei verschiedene Programm-Varianten und damit Entwicklungsabläufe für den nachfolgenden Niedergang Amerikas repräsentieren.

    Der eine, der kriegsversehrt-gehandicapte John „Uncle Sam“ McCain als die personifizierte Symbolverkörperung der USA im heutigen Istzustand des Landes, das blessiert, alt und geschwächt aus seinen Kriegen hervorgegangen ist und seine gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Zukunft, ohne ihre Erfüllung je erreicht zu haben, bereits hinter sich weiß  -   aber nach wie vor an den Holzschnitt-Mustern eines rudimentär verstandenen und definierten „amerikanischen Traums“ festhält und in eine längst veränderte Globalwelt verschleppen will, ungeachtet der ebenso illusionären wie unzulänglich-schlichten Vorgestrigkeit seiner realitätsfernen Prämissen.

    Und der andere, die ersehnte, eine von den historischen Baumwollfeldern und Diskriminierungsketten befreite Leitfigur Barack „Uncle Tom“ Obama, die neben den ohnehin richtigen sozialen Grundprogrammen aller demokratischen Kandidaten (wie immer sie jetzt, in und nach dem eingetretenen Desaster der kapitalistischen „Freiheit“, noch zu finanzieren sein sollen) wenig von den weltpolitischen Konstellationen zu begreifen scheint, die den Planeten längst immer asymmetrischer um seine Achse eiern lassen.  Der mit dem Rückzug der amerikanischen Truppen aus dem Irak einem falschen Krieg die große Katastrophe folgen lassen  -  und zugleich mit einem totalen Afghanistankrieg (falls Biden das nicht zu verhindern weiß) das Pulverfaß Pakistan endgültig zünden, eine radikalmuslimische pakistanisch-afghanische Atommacht entbinden will.

    Und beides,  das alles in einer Krisenzeit, in der das von den Kapitalgangstern der eigenen Banken finanziell marodiserte Amerika zum Sozialhilfeempfänger des kapitalisierten China-Kommunismus zu werden droht, zugleich aber mit seinen Sicherheitsgarantien für Taiwan auf der ideologischen Gegenseite im Wort und Gefechtsstand steht  -  während Putins Rußland, nicht erst seit dessen als Verheißung gemeinte Vision und  Drohung (in Schröders Bundestag nahezu beiläufig, aber unverblümt und unmißverständlich vorgetragen und von allen unseren Michel-Parlamentariern einfach übergangen),  danach lechzt, für Deutschland, also Europa, die Amerikaner als Schutzmacht abzulösen und Deutschland, also Europa, den Fittichen des russischen Großreichs zu unterfüttern.

    Vor diesem nur grob skizzierten Weltwirklichkeitshintergrund sehen beide Kandidaten für das Amt des Präsidenten der USA gleichermaßen falsch, geradezu erschreckend fehlformatiert aus.  So gern man sich einen farbigen Kennedy als Normalität im politischen Amerika auch wünschen könnte  -  zu einer anderen, für ihn richtigeren Zeit. Und so gern man sich auch außenpolitisch die USA als weiterhin stabilisierende, freiheitlich-demokratische Sicherheitsmacht vorstellen würde, deren Existenz und Präsenz allein so manche katastrophale Entwicklung und Ereignishaftigkeit in der jüngeren Geschichte des Planeten verhindert haben (von den andererseits selbst hervorgebrachten Desastern wie in Vietnam, Chile, Kuba hier einmal abgesehen).

    Dabei waren von dem offenbar ernsthaft irre gewordenen Chavez in Venezuela, der sich in seinem Amerikahaß sogar mit Ahmadinedschad verbrüdert und damit seine so glanzvoll gestartete sozialistische Reformation im Innern denkbar schal und vergiftet wirken läßt, oder von der vertrackten Problematik im Nahen Osten noch garnicht die Rede, und sie sollen auch, zur Vervollständigung, nur kurz erwähnt sein.

    Doch das ist nur die politische Dimension der Weltproblematik, die den künftigen amerikanischen Präsidenten erwartet.  Von der galoppierenden ökologischen und humanitären Katastrophe  -  eben durch die falschen Wirtschafts- und Kapitalprämissen des dementen zeitgenössischen Welt- und Lebensverständnisses der möglichst vollständigen Konsum-Ausbeutung aller vorhandenen Rohstoffe und Ressourcen des Planeten in möglichst kurzer Zeit zur möglichst großen Bereicherung einer immer kleineren Zahl von skrupellosen Kapitalgangstern auf Kosten aller künftigen Daseinsmöglichkeiten und Bedingungen des Planeten und seiner dann vielleicht noch verbliebenen Bewohner hervorgebracht und weiterhin unreflektiert forciert  -,  die als Bühne, Kontext und panoramische Grundlage allen politischen und wirtschaftlichen Denkens und Geschehens zu verstehen und zu berücksichtigen wäre, vom grundlegend existentiellen, prämissiven Über- und Unterbau jeden Weltgeschehens und deren Verständnis also, war noch garnicht die Rede.  Sind sie wirklich ausreichend präsent im Bewußtsein der beiden einzigen verfügbaren und verbliebenen Kandidaten ?

    Eher nicht, wohl kaum  -  keine Spur!

    Und so bleibt Amerika nur die Wahl zwischen der einen und der anderen falschen Variante, der „Yes-we-can‘t“-  und der  „The-wrong-way-must-be-right“-Version seines Nieder- und Untergangs, der „The Black White House“-  und der „The White White House“-Flachhirn-Illusion einer weiter so machbaren Zukunft; so sehr gerade ich das bedaure.  Denn dieser Nieder- und Untergang Amerikas, auf den wir mit dieser Wahl ohnmächtig und ausweglos zusteuern, führt nicht etwa zum Aufgang eines neuen, besseren Modells von Wirklichkeit  -  sondern zur noch größeren, katastrophaleren Fehlentwicklung des ganzen Planeten, deren falsche Grundlagen und Gleitschienen zementiert, idiotisch irreversibel zu sein scheinen.  

    Ganz so, wie der geniale amerikanische Dichter Lawrence Ferlinghetti (zusammen mit Allen Ginsberg, Ted Berrigan und Gary Snyder einer der überragenden Köpfe und Wegbereiter der zeitgenössischen Nachsechziger-Dichtung, die in Deutschland nie wirklich angekommen und nie, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, aus sich heraus entstanden ist) in seinem legendären Amerika-Gedicht "Ich warte" schon vor Jahrzehnten geschrieben hat**:

    „Weil alles noch viel schlimmer wird,

    bevor es besser wird.“ 

    Und ganz so, wie ich vor Jahrzehnten in einem (von der Stadt Frankfurt mit einem Prosapreis ausgezeichneten) Text geschrieben habe:

     „Der nächste Anfang darf kein Ende haben.

    Gibt es einen nächsten ?

    Wir werden sehen.“  

    Aber bis da ist es noch eine Weile hin  -  bis nach Sam Obama „Uncle Tom“ McCain.  Sie sind beide nur der falsche Weg, der dorthin führt.  Der eine wie der andere.

    Und damit dürfte ich Obamas Mail-Aufforderung "Report the truth on your site or Blog!" (siehe oben) mehr als nur oberflächlich nachgekommen sein. Auch wenn seine Vorstellung von "the truth", von sich selbst wie von der Welt, sich wohl kaum mit meiner decken dürfte.

    Aber andere Sichtweisen auf denselben Gegenstand und sich selbst muß jeder Politiker, auch der eventuell künftige Präsident der USA, nicht nur ertragen  -  er muß mit ihnen leben können. 

     

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    *außer Dienst und Rang        **davon mehr demnächst in diesem Blog 

     

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    GEGENGEDICHTE

     
     

     

    UNVOLLENDETES GEDICHT No. 1

     

     

                             Ich setze zum Sprechen an…..

                                             (Draußen geht ein Wind nieder…..

                                             (Nein, ein Wolkenbruch…..

     

                         Ich setze zum Sprechen an…..

                                              (Das könnte der Briefträger sein…..

                                              (Ich bin Fernsprechteilnehmer…..

     

                          Ich setze zum Sprechen an…..

                                                          (Wie komme ich jetzt auf Vampirbisse…..

                                                (Hier gibt es keine Schlangen…..

     

                           Ich setze zum Sprechen an…..     

                                                 (Alle diskutieren über das Jenseits…..

                                                 (Doch niemand schließt die Augen…..

     

                            Ich setze zum Sprechen an…..

                                                   (Wieviele Tote wurden gezählt…..

                                                   (Ist eine Wiederholung vorgesehen…..

     

                             Ich setze zum Sprechen an…..

                                                     (Diese Witterung entspricht nicht der Jahreszeit…..

                                                     (Wenn nur die Jahre in der Zeit bleiben…..

     

                              Ich setze zum Sprechen an…..

                                                      (Ja, die Menschen haben sich verändert…..

                                                      (Der Spiegel ist immer schuldlos…..

     

                               Ich setze zum Sprechen an…..                   

                                                        (Nicht daß ich etwa gegen aktuelle Ereignisse hätte…..

                                                        (Nur, in letzter Zeit gab es so viele davon…..

     

                                Ich setze zum Sprechen an…..

                                                                       (Nein, ein Untergang ist keine Lösung…..

                                                          (Es sei denn, etwas Neues steigt auf…..

     

                                 Ich setze zum Sprechen an…..

     

     

    * * *

     

    Aus dem Band

    „GEGEN GEDICHTE  -  Gegengedichte“

    (1969 – 2008; unveröffentlicht)

     

     

    Beachten Sie das Künstlerbuch

    „LeBook  -  MODEL : SHIRAZ“

    (Linoldrucke auf Bütten, Auflage: V & II Exemplare), 1997,

    am Fuß des Blogs und unter Fotoalben

    * * *

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    E-CLIP 23

     
     

    „Uuund: Switch!“

     

    Wer hätte das gedacht: Daß ich nochmal an die Seite von Marcel Reich-Ranicki treten würde, um eine seiner Aussagen zu bekräftigen. Und doch ist es jetzt soweit gekommen.

    Es gibt nichts, was mich mit Marcel Reich-Ranicki und seinem Literatur(un)verstand verbindet. Schlimmer, anachronistischer und rückwärtsgewandter, gegenwartsliteraturverhindernder hat kein beschränkter Querkopf je alle Entwicklungen blockiert, diffamiert, schon im Entwicklungsansatz erstickt und zunichte gemacht wie er schon immer und viel zu lange  -  und es immer noch tut. Die mehr als nur angenehme Tatsache, daß es ihn nun schon eine Weile lang nicht mehr gibt, hätte eine Chance sein können  -  für die Entwicklung einer relevanten, zeitgenössischen deutschen Nachsechziger-Literatur, die die Sechziger-Lektionen und Entwicklungs-Befreiungs-Optionen gelernt und zum Durchstart für ein neues, zeitgenössisch-relevantes Literaturschaffen genutzt hätte; ohnehin viel zu spät, wie jetzt wieder auf der Buchmesse in allen Gängen und Etagen zu besichtigen und nachzulesen ist. Nichts hätte uns Antipoden auch nur annähern können.

    Nichts ? Doch  – seit dem Oktober 2008 gibt es etwas, was uns verbinden und mich fast schon halb mit ihm, in seinem Abgang sozusagen, versöhnen könnte:  Sein angeblicher „Eklat“ bei der Verleihung des deutschen Fernsehpreises im ZDF, gesendet am 12.10., aufgezeichnet und deshalb schon einen Tag zuvor in den Nachrichten verbreitet, am 11.10.2008. ZDF-Intendant Schächter, in Vorahnung der Gefahr, hatte ihn zuvor gebeten: „Bitte nicht zu hart.“  Oder ist das ein Indiz für eine abgekartete billige PR-Show ?

    Als avisierter Abnehmer für den Ehrenpreis quittierte er, kaum auf der Bühne angekommen, die ihm zugedachte Ehrung mit Verachtung, wies sie quasi als Schmähung seiner Person und Leistung zurück: „Meine Damen und Herren, ich habe in meinem Leben und den 50 Jahren, die ich in Deutschland bin, viele, auch die höchsten Literaturpreise bekommen, und ich habe immer gedankt für die Preise, und es hat mir keine Schwierigkeiten bereitet, dafür zu danken.  Ich muß auf den Preis, den ich erhalten habe, irgendwie reagieren, aber ich möchte auch ganz offen sagen, ich nehme diesen Preis nicht an. Ich habe nicht erwartet, was mich heute hier erwarten würde. ( …) Es gibt ja Abende, die man schön erlebt. Aber nicht den Blödsinn, den wir hier gesehen haben. (…)  Wäre er mit Geld verbunden, hätte ich es zurückgegeben    aber hier gibt es nur einen Preis, den kann ich Ihnen nur vor die Füße werfen.  (…) Man kann im Arte-Programm manchmal sehr witzige Sachen sehen, häufig Wichtiges im 3Sat-Programm    aber nicht der Blödsinn, den wir hier zu sehen bekommen haben. Das ist alles ganz schlimm! (…) Und zwischendurch und immer wieder Köche, nichts als Köche!“    

    Reich-Ranicki, der seine „Liebe zur Literatur“ immer als Alibi-Schutzschild vor sich herträgt, um (vermeintlich) unangreifbar zu bleiben, und meint, Botho Strauß „hat mit Literatur überhaupt nichts zu tun“, hat zwar nicht artikuliert, was ihm am Gesehenen des Preisabends so unverdaulich schien  -  Artikulation und stichhaltige Argumentation gingen ihm schon immer so ab wie Kaspar Hauser die Herkunft und Identität. Aber in der Bewertung hat er mehr als recht: Schlimm, übel  sind noch zu harmlose Begriffe zu dem preisverzierten und honneurten Hirnmüll, der da als repräsentativ auserkoren wurde und erschütternderweise auch tatsächlich ist.

    Die Lore-Romane der 50er Jahre, jetzt nicht von Bastei-Lübbe im Heftformat einzeln (und nach drei offiziellen Vollpreismonaten im Sonderheft-Dreierpack)  für ein paar Groschen verhökert, kommen jetzt, im Zeitalter des Tiefkultur-Fernsehens,  als Telenovelas zu ungeahnten „Hochkultur“-Ehren. Als habe das Fünfziger-Spießertum der Nachkriegsalltage die Sechziger nur übersprungen, um seit den Siebzigern wiedergeboren zu werden und sich nun, in den alten Neon-Op-Art-Blümchentapeten und teuren Designerklamotten im billigsten Fünfziger-Putzfrauenkittelmuster, nochmal so richtig gemütlich die heile Welt einzurichten und zu beziehen, die ihnen durch das falsche Kriegsende so schmählich vorenthalten wurde.  Kognitive Blindheit und Weltentrückung ist schließlich nicht weiter schlimm    -  „dann hört man mit den Herzohren“, wie einer von der Bühne dem Publikum verkündet. Wenn man auch davon keine sonstigen hat, sicher.

    Daher, versteht sich, wird der (und der, und der auch) Preis  -  das Hollywood-Kinderland läßt grüßen  -  natürlich „auch meiner Familie gewidmet“.  Im schlechtesten Poesiealbum-Debillyrikstil der Spießerlauben-Idylle, der so light und leer unter der Dauerwelle ist,  „steigt dabei der Blutdruck, und auch die Einschaltquote“. Darum geht es schließlich.  Und auch die Nachwuchspreise gehen natürlich an „Mamma“  -   und zwar „an Mamma“, und „nur für dich, Mamma“.  Aber sich im gleichen Atemzug über die mentale Frisur der nicht ganz ins Nachbarschaftsgruppenfoto der Fernsehfamilie passenden Gloria so duster redend, wie es nur unter dem eignen Pony sein kann (man ist ja, hier im Saal, „unter sich“  -  und auch das hätte ich nie gedacht: daß ich mal für Gloria Partei ergreifen würde).

    Und das allgegenwärtige Treppenhaus der Bürger-Nachrichten-Systeme, als Mund-zu-Ohr-Beatmung für atrophierte Gehirnzellencluster, die Richter Holt und Salesch und ihre Fernsehgerichtsstuben, sich selbst statt Kulturzerstörungs-Kabarett als soziologische Feldstudien fehlverstehend, verleihen den Preis dann ausgerechnet an „Die Ausreißer“  -  nicht doch, nicht wirklich an Aussteiger, sondern für deren „Weg zurück“ ins gesetzestreue Spießerheim der Körnerdreck-Hühnerhorizontgesellschaft und ihrer mikroskopischen Nachbarschaftsklatsch-Peripherie.  Da wird dann nicht gefragt (nie!), warum es „Ausreißer“ sind/wurden, und vor welchem Realhorror sie tatsächlich in den ungewissen eines Elendsdaseins davonlaufen und den trotzdem noch bevorzugen  -  sondern nur, so der weinerlich-weicheiige Preisträger, daß es doch ab und zu gelingt, den einen oder anderen, „selten genug“, wieder heim ins Reich „der Familie“ zu führen.  Und wohin ist das ?

    Natürlich bei Mama: Katharina Wackernagel weiß den Preis für die beste Schauspielerin richtig zu vergeben: „Eine zu Herzen gehende Wärme, daß man sich dazu als Mann nur eine Scheibe abschneiden kann.“ zeichne die Schauspielerin aus. Und was fällt ihr zu Veronika Ferres, der Preisträgerin ein ?  „Veronika Ferres in ihrer“  - na, was ? richtig: „Schönheit“.  Die beste Schauspielerin in einer Hauptrolle trägt bezeichnungskonform die Danksagungs-Arie im Standard-Hollywood-Stil vor  -  mit geübt tränenfeucht-brüchiger Stimme.  Und : „Dank an meine Familie.“  Und: „Wir haben mit uns gerungen, was wir heute abend machen sollen – Fußball Deutschland-Rußland, Boxen mit Klitschko, oder Fernsehpreis.“ Sie macht deutlich, wo ihr der Preis vorbeigeht  -  „zum dritten Mal hintereinander“.

    Fußball Deutschland-Rußland ?  Boxen mit Klitschko ?  Oder Fernsehpreis ?

    Das Heulsusen-Drama des multimedialen Bastei-Lübbe-Zeitalters platzt:  „Fußball und Boxen waren gestern“, belehrt Gottschalk frustriert.  Die Ferres hat ihm den Abend ruiniert, ist aus der Sonntag-Abend-Live-Rolle gefallen! Und doch war das nur ein Vorspiel.

    Denn nun kam der Moment, für den viele ohnehin nur eingeschaltet und  auf den alle gewartet haben -  denn daß Reich-Ranicki den Preis abgelehnt habe, ging zum „Eklat“ aufgebauscht ja schon am Vortag als Werbetrailer durch die Nachrichtenmedien; schließlich war die Sendung einen Tag zuvor aufgezeichnet worden.

    Für Gottschalk, der im Mediengewebe, das sich als Bewußtseinssedierung und  -verblödung über das kollektive Bewußtsein gebreitet hat wie Christos Stoffe über jedes Gebäudeprofil, die Entertainment-Masche häkelt und alles über seinen einförmig-monozellularen Schmalspurkamm schert, ist alles gleich und alles unerheblich.  Als wolle er als Dauer-Live-Illustration von Sloterdijks „Informationszynismus“ (in dessen erstem und einzig relevanten Werk „Kritik der zynischen Vernuft“, Bd.II) in die hiesige Mediengeschichte eingehen:  „Dem Bewußtsein, das sich nach allen Seiten informieren läßt, wird alles problematisch und alles egal. Ein Mann und eine Frau; zwei glorreiche Halunken; drei Mann in einem Boot; vier Fäuste für ein Hallelujah; fünf Hauptprobleme der Weltwirtschaft; Sex am Arbeitsplatz; sieben Bedrohungen des Friedens; acht Todsünden der zivilisierten Menschheit; neun Symphonien mit Karajan; zehn Negerlein im Nord-Süd-Dialog  -  es können aber auch die zehn Gebote mit Charlton Heston sein  -  so genau nehmen wir es hier nicht.“  Und: „Der Zynismus führt in letzter Instanz zurück auf die amoralische Gleichsetzung von Verschiedenem, und wer den Zynismus nicht sieht, wenn unsere Presse zwischen Sektreklamen von Folterungen in Südamerika berichtet, der wird ihn auch in der Theorie vom Mehrwert nicht wahrnehmen, selbst wenn er sie hundertmal gelesen hätte.“

    Auf Gottschalks Mono-Schmalspur, an Ranicki gerichtet, hört sich das dann so an: „Sie haben Ihrem Land einen unschätzbaren Dienst erwiesen – und den Kommunismus, den Faschismus und, wie es jetzt aussieht, auch den Kapitalismus überstanden.“  Jaja, jeden Tag was anderes auf dem Teller in unserer schönen, konfettiflachen Welt.  Und: „Sie haben einiges riskiert und sind aus der Welt der blassen Wunderkinder immer wieder auferstanden.“

    „Blasse Wunderkinder“ in Auschwitz?  Wo Ranicki „den Faschismus überstanden“ hat, oder wo ?  Wie "jetzt den Kapitalismus", oder was ? Kann man da Ranickis Unmut, feige unausgesprochen umredet wie immer alles bei ihm, da nicht noch als viel zu verhalten bezeichnen ?

    Gottschalk  versucht, die Abgabe des Preises zu retten: „Wir setzen uns eine Stunde mit den Intendanten von ARD, ZDF, RTL, etc. im Fernsehen zusammen, stellen diesen Preis dorthin und reden darüber.“

    Und Ranicki, unangenehm fehlberührt und fehlpräsent , „akzeptiert das – mal sehen, was dabei  herauskommt“.  Läßt sich den Preis also beim Abgehen doch noch halb in die Tasche schieben. Gottschalk hat die Szene gerettet  -  den „Eklat“ noch Mainstream-salonfähig hingekriegt, allesinbuttert.

    Und so kommt es nun: Am Freitag um 22.30 Uhr, wie das ZDF stolz verkündet, dem 17.10.2008.  Hauptsache  „da steigt der Blutdruck, und die Einschaltquote“ (siehe oben).

    Mit den besten Grüßen an Martin Walser und der Botschaft an ihn, „daß mir sein Buch „Tod eines Kritikers“ gut gefallen hat“, läßt Gottschalk dann den Abend ausgleiten…  -  äh, ..klingen;  aus  k  l  i  n  g e  n.

    Weiter mit Lafers Leckereien und den Handynummern von uns allen…

     

    P.S.:  Doch zuvor, für ganz Unerschrockene,  dürfen wir uns heute noch auf „Zapp“ freuen, das zur TV-Klatschkolumne der Gewerkschaftszeitung „die Feder“ heruntergekommene „Insider“-Fernsehmagazin von und für Ahnungslose/n.  Das häßliche Entlein Inga Schneider, das sich, begünstigt durch den Mangel an Überbau und Konzeptprofil der Redaktion in allen relevanten Disziplinen der Medienkritik,  nur allzu gern eingereiht hat in die Mediennischenlandschaft der so beneideten Schönen und Fernsehbekannten, statt ihnen kritisch gegenüber stehen zu bleiben und panoramische Kritik und Perspektiven zu vermitteln, wird bestimmt den „Insider“-Klatsch von  „unserne Dschornalisten- und Medienwelt“  abtratschen, der sich hinter dem Fernsehpreis im Allgemeinen und dieser Verleihung im Besonderen „verbirgt“  -  und sich dabei selbst noch als Promi-„Dschornalistin“ fühlen  -  schön, schöner geht’s nicht!  (Waren das noch Zeiten, als, stimuliert durch Eichlers kritisch-inspirierende Emails, noch hin und wieder ein wenig Medientheorie und analytisches Bemühen erkennbar wurden.)  Und dabei wollte  -  ungewollte oder gewollte Satire ?  -  Harald Schmidt die Sendung gar mal ins Erste Programm verpflanzen, seine eigene sogar dafür opfern! Bitte, lieber Herr Schmidt:  Aber erst dann, wenn Ihre Sendung morgens um 4.30 im Regionalprogramm des RBB läuft, vor dem nationalen „Frühstücksmagazin“!  Und dafür läuft dann (Alice Schwarzer wird’s mir danken) „SWITCH“ auf den beiden freigewordenen Sendeplätzen…

     

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    GEGENGEDICHTE

     
     

     

    MONOPOLY

     

                        Sie haben einen Flughafen gebaut,

                        inmitten einer Wohnsiedlung.

                        Ziehen Sie 500 Millionen Subventionsgelder ein.

                        Investieren Sie 10 Millionen

                        in Lärmschutzwände, 90 Millionen

                        in Ihre Lärmschutzwandfabrik.

                        Bringen Sie 400 Millionen

                        auf Ihrem Schweizer Nummernkonto unter,

                        finanzieren Sie den Rest.

     

                        Sie haben ein Atomkraftwerk gebaut.

                        Zahlen Sie 350 Tausend in die Kasse

                        zur Finanzierung der privaten Schutzstaffel.

                        Bitten Sie um staatliche Subventionen

                        und erhöhen Sie den Strompreis.

                        Entschädigen Sie die anliegenden Bauern

                        in  Naturalien (Strom).

                        Verzichten Sie auf Gegenlieferungen

                        (Milch, Eier, Gemüse, Fleisch),

                        sie könnten verseucht sein.

                        Importieren Sie sie billiger, und

                        übernehmen Sie die brachgelegten Höfe.

     

                        Planen Sie eine Entsorgungsanlage.

                        Lassen Sie diese bevorschussen (mehrere

                        Milliarden).

                        Lassen Sie die Pläne sodann ruhen,

                        bis ein Giftmüllskandal die öffentliche

                        Meinung erregt. Verkünden Sie, daß Sie seit langem

                        an das öffentliche Wohl denken.

                        Verwirklichen Sie die Pläne nicht,

                        die Kosten könnten Ihren Profit schmälern.

                        Übergeben Sie das Projekt der öffentlichen Hand,

                        und vergrößern Sie durch eine großzügige Spende

                        die örtliche Mülldeponie.

     

                        Sie haben einen Bunker gekauft.

                        Sichern Sie ihn durch Selbstschußanlagen.

                        Zahlen Sie 5 Millionen in die Kassen von

                        Spendensammlern bei Benefizgalen.

                        Reden Sie darüber. Setzen Sie den Betrag

                        von den Steuern der Leute ab, gegen die

                        die Anlage Sie schützen wird.

     

                         Ein virenaktiver Gasnebel hat Sie erreicht.

                         Gehen Sie nicht ins Krankenhaus.

                         Gehen Sie nicht über Ziel.

                         Ziehen Sie nicht 50 Millionen ein.

                         Lassen Sie ein entkontaminiertes

                        Ärzteteam kommen.

     

                        Eine Neutronenbombe hat Sie überrascht.

                        Hören Sie auf zu würfeln.

                        Hören Sie auf zu

                        Hören Sie auf

                        Hören Sie

     

     

    ** *

     

    Aus dem Band:

    „GEGEN GEDICHTE  -  Gegengedichte“

    (1969-2008, unveröffentlicht)

     

     

     

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    KO(S)MISCHE ZEITEN 10


    ROTKÄPPCHEN

     

    Die zentrale Schlüssel- und Symbolfigur des Crowleyschen Satanismus, der aller Fehlentwicklung des westlichen Adeptentums und Innere-Ebenen-Okkultismus zugrunde liegt, ist „The Scarlet Woman“, von seinen minderbemittelten Gefolgsleuten und Anhängern in deutschen Textausgaben immer auf ihrem charakteristischen Geistes- und Bewußtseinsniveau schlicht mit „die rote Frau“ übersetzt.  In seinem Grundlagenwerk „Das Buch der Gesetze“ („Liber al vel legis“) kommt dieser „roten Frau“ die Aufgabe zu, als visionäres Leitmotiv zur Unterwerfung aller „Feinde“ (insbesondere christlicher Prägung), also der gesamten, noch nicht dem verschleierten Satanismus wissentlich oder unwissentlich verpflichteten Menschheit zu dienen  -  indem ihrer Herrschaft und Dominanz alle Individuen unterworfen und dienstbar gemacht werden sollen.

    Auf  vordergründiger, gesellschaftlich-kultureller Ebene ist die „rote Frau“, in unser aller allgegenwärtigen Hollywood-Alltag auch mal als Julia Roberts („The Woman In Red“) auftretend, schlicht das harmlose weibliche Objekt des Begehrens des Mannes, für das er alles (oder so gut wie alles) zu machen bereit wäre.  (Das archetypisch-psychologische „Rot“ der Frau ist auch in der sexuellen Variante der östlichen Tantra-Mystik traditionell, in der der Mann komplementär „Weiß“ visualisiert wird, und in der westlichen Qabbalah (nicht dämlich-ignorant „Kabbala“ - die hebräische Schreibweise hat grundlegende energetische Bedeutung) ist rot u.a. die Farbe des biologisch-ätherischen Todes der weltlichen Persönlichkeit, des „24. Pfades“ des Lebensbaums  -  all das ist in Crowleys ideologischer „roter Frau“ implikant und subsummiert).  Auf der okkulten Realebene im Hintergrund der belanglosen gesellschaftlichen Fassadenrealität aber ist die von der eigentlichen Herrschaftsmacht (Adept oder „Satan“) instrumentalisierte „rote Frau“ das keineswegs harmlose Schlüsselsymbol für die Unterwerfung des menschlichen Denkens und Handelns beider Geschlechter (da auch der weibliche Konsens Voraussetzung ist) unter die Realität der geistlosen Materie mit ihren momentanen, flüchtig-vergänglichen Erfüllungsverheißungen, für die der Mann alles mit sich machen zu lassen bereit sein soll.

    Dieser kleine, feine Unterschied ist weder klein noch belanglos, sondern von grundlegender Bedeutung: Während die gewöhnliche Paarungskultur des Menschen ein solches („rotes“) Signalspiel als Balzritual betreiben kann (und es damit als ideale Vordergrund-Alibi-Darstellung für sachfremde Interessen mißbraucht werden kann), ist das wirkliche Geschehen „dahinter“ im gegebenen Fall, also im Fall des Einsatzes gegen einen bestimmten Menschen zu seiner Brechung und Unterwerfung, von existentiell grundlegender Bedeutung über jede kurze Zeitspanne des physischen, vergänglichen Daseins hinaus: nämlich seiner Unterwerfung unter die Gesetze „des Teufels“ und dessen Opposition gegen die harmonische, göttlich-kosmische Ordnung aller Dinge des Daseins.  

    Nun muß man sich diese „rote Frau“ nicht als mythisch-magische Figur oder gar außerphysische Wesenheit vorstellen.  Es geht schlicht um die ebenso symbolische wie konkret-physische Unterwerfung des Geistes unter die Materie, des Bewußtseins und Denkens unter die Dominanz des Körperlichen und seiner qualitativen Gesetzmäßigkeiten.  Das Körpergefühl und -bewußtsein hat Denken und Handeln des Menschen und seine Interessen zu bestimmen – nicht (s)eine  etwaige (höhere) Ethik, Moral, Einstellung, die ihn auch zu Leiden und Verzicht befähigen.

    Zur Verwirklichung dieser strategischen Absicht wendet der Innere-Ebenen-Okkultismus, der in den westlichen Ländern entgegen aller bieder-bürgerlichen Selbstverleugnung und –verharmlosung längst ausschließlich schwarzmagisch, also satanisch definiert und charakterisiert ist, einen ebenso simplen wie wirkungsvollen „Trick“ als Handlungs- und Selbstdarstellungsprinzip an: Man eignet sich einfach alle in der göttlichen Schöpfungsrealität vorgefundenen banalen Selbstverständlichkeiten und Gegebenheiten der Realität an, und erklärt sie zum „Ideal“, zu Intention, Ziel und Absicht des eigenen (schwarzmagischen) Universums, sodaß bei den unbedarft-verblendeten Handlangern und Mitläufern/-machern kein Schatten eines Verdachts auf „unlautere Absichten“ oder gar „dunkle Mächte/Machenschaften“ aufkommen kann, weil, um den Preis des Verlusts jedes Wirkungs- und Handlungseinflusses und damit jeder „Macht“ und Perspektive, nicht aufkommen darf.  Auf  banalster Reader’s Digest-Ebene psychologisierend und so jede rational-kognitive Analyse und Kritik der Prämissen und Handlungen verdrängend, werden „Liebe“ und „Partnerschaft“, “Glück“, „Erkenntnis“, “Wissen“, „Freiheit“, also Atmen, Essen und Trinken, „Familie“ und „Gemeinschaft“ und was sonst noch jemandem als selbstverständlicher Gemeinplatz-Grundwert des eigenen Realitäts- und Lebensverständnisses in den Sinn kommen mag, einfach deklarativ abgenickt und zu eigenen Werten und Grundwerten erklärt, um sich die Gefolgschaft zu sichern.  Nur wem oder was, und zu welchem Ziel und Zweck man ihm folgt, darf nie hinterfragt werden; das wäre rational und gefährlich, würde sich als entlarvend und entmachtend erweisen.

    Und Macht ist der Grundwert, die eigentliche und ausschließliche Prämisse, das (falsche, niedere) „Ich“, der „Wille“, das „Ich will“, mit der der „Satanismus“ das irdische Bollwerk dem überirdischen Geisteslicht entgegensetzen, sich ihm widersetzen, sein vergängliches „Reich“ dem der zeitlosen Blaupause eines materialisierten himmlischen entgegensetzen zu können meint: Das Ich über das Überich zu setzen  -  in sich selbst ebenso wie in der Mitmenschheit, den Opfern und Handlangern, den Marionetten und Mitläufern; den anderen.  „Weil dich die gleiche Stimme lenkt, und du am gleichen Faden hängst wie ich“, läßt man dazu unverblümt-verschleiert (und wie immer „ganz harmlos“ und so) den eigenen Pop-Nachwuchs singen (Ich&Ich), und: „Ich bin dein sechster Sinn, dein höheres Ich, dein zweites Gesicht“ (Grölemeier).  

    Nun darf man sich unter „Satanismus“ nicht mittelalterliche Teufelsbeschwörer- oder gar die zeitgenössischen Horrorwood-Hollyfilm-Geisterbahn-Phantasmagorien vorstellen  -  kein Begriff ist im allgemeinen Projektionsverständnis der Menschen so falsch und Wahnphantasie-besetzt wie dieser.  Satanismus ist schlicht und banal eine Ideologie, und deren Chefideologe Aleister Crowley kann inzwischen zufrieden einer flächendeckenden, weltweiten Verbreitung seines Wahnadeptentums beiwohnen (ich selbst bin dem 1952 reinkarnierten Crowley 1977 in Amsterdam begegnet, nachdem er meine Bekanntschaft gesucht hatte und vorübergehend auch genießen durfte).  Da geht es weder um kultische Verehrung und Anbetung von Teufels- oder Baphomet-Figuren noch um schwarze Messen (obwohl all dies von einigen minderbemittelten Randgruppen eher schlichter geistiger Ausstattung und Evolutionsstufe natürlich nach wie vor praktiziert wird).  Da geht es noch nicht einmal (wie beim Vorbild-„Kollegen“ Crowley persönlich)  um die Bezeichnung und das Selbstverständnis, ein „Satan“ oder „Schwarzmagier“ zu sein.  Die adeptische („kosmische“) Initiationsrealität ist längst, durch Erosion und schleichende Deformation aller esoterischen Qualitäten und Prinzipien im Laufe ihrer Entwicklung, auf ausschließlich schwarzmagischen Paradigmen und Prämissen gegründet, ohne daß einer der „adeptischen Ko(s)miker“ das für sich als zutreffend bezeichnen oder gar reklamieren würde (und was schon zum Selbstschutz auch die dümmsten ihrer „ko(s)mischen Familie“  nicht tun würden, selbst wenn sie sich so verstehen).

    Die artig-eloquenten „Kosmos“-Spießer und kognitiven Dorftrottel der okkulten Manager-, Mitmanager- und Möchtegernmanagerklasse im Business-Anzug, die heute im Hintergrund der „inneren Ebene“ und als brave Charaktermasken im gesellschaftlichen Vordergrund das öffentliche wie persönliche Leben der Menschen steuern bis diktieren, haben mit dem begrifflich deklarierten  „Satanismus“ nur selten was am kleingistig definierten, hybrid inflationierten Spießerhut.  Sie praktizieren aber seine Prämissen, setzen rigoros seine Ideologie durch, verkaufen sie banal-rhethorisch als „höhere“ Wahrheit, wenn nicht gar „Weisheit“  -  und finden kaum Widerspruch, da der Kontakt und Umgang mit den, früher „undenkbaren“, außerphysischen Parallel-Existenzebenen, die in keinerlei Hinsicht und noch längst nichts „Höheres“ sind, aber genau dafür gehalten und ausgegeben werden, für den durchschnittlich entwickelten Zeitgenossen völlig neu, unvertraut und halluzinativ-faszinierend ist, da ihm jegliche relevanten Informationen, Maßstäbe und Paradigmen zu ihrer Beurteilung selbst in deren einfachsten und banalsten Aspekten und Grundlagen fehlen.

    In diesem, repräsentativen Beispiel-Fall der „roten Frau“:  Man terrorisiert Menschen mit der vorgeblich-vermeintlich positiven „Helfer“-Intention, ihr „eheliches Glück“ „stiften“ zu wollen, indem man es solange verunmöglicht und verhindert, bis das Opfer sich dem Diktat dieser Fremdbestimmung und Vergewaltigung durch die satanische Ideologie gebeugt und unterworfen hat, nach außen hin aber lediglich das Alibi der „Glücksstiftung“ bestätigt, den Vollzugs-Schein nachgeliefert hat  -  also alles Bewußtsein von der verbrecherischen Vergewaltigung der eigenen Person zum Zweck der ideologisierenden Umpolung verloren, jeden Widerstand dagegen aufgegeben hat und das eigene physische Wohlergehen über das bessere Wissen und die geistige Integrität der eigenen Lebensrealität stellt.

    Wie absurd und dement es ist, Menschen, die natürlicherweise, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung und Gewichtung, in ihrer Lebensgestaltung unter anderem auch nach Paarbildung und Partnerschaft streben und an ihr orientiert sind, mit lebensvernichtender Ausschließlichkeit und existentieller Orientierungsbeschränkung zu Paarbildung und Partnerschaft zu  z w i n g e n ,  sollte eigentlich hanebüchen offenkundig und selbsterläuternd sein.  Insbesondere, wenn solche Partnerschaften sich ohne diese sach- und interessensfremden Gewalteinwirkungen auf natürliche Weise und „normal beiläufig“ längst von selbst hergestellt und vollzogen hätten.  Und doch wird diese offenkundig absurde Demenz  von keinem naiven „Glücks“deliriums-Gläubigen und Themenverblendeten der Mitläufer- und Marionettenherde dieser mit gesellschaftlicher Normalität vollzogenen Verbrechen jemals auch nur bemerkt, werden die wirklichen Vorgänge, Motive und Absichten der kriminellen Machenschaften hinterfragt. 

    Es ist für alle Beteiligten und Zuschauer solcher Verbrechen doch zu schön und einfach somnambul bequem, den eigenen Lebens- und Geisteshorizont und die hanebüchensten Aktivitäten kriminellster Charakteristik auf schlichtes, spatzenhirnhorizontbegrenztes Pärchenglück und dessen Stiftung zu reduzieren, und damit aller geistigen Anstrengungen nach intelligenteren und kritischeren Würdigungen des Geschehens entledigt zu sein.  Denn wer würde schon hinter solch „plausiblen“ und „lauteren“ Absichten, mit arglos-heuchelnden Artiggesichtern vorgetragen, die barbarisch-kranken Geisteskonzepte, die kaschierte Demenz von Satanismus-Weltherrschafts-Ideologen vermuten, die nur zu gut wissen, daß selbst ihre unbedarftesten Handlanger und Marionetten widerspenstig und abtrünnig würden, hätten die auch nur den geringsten Einblick in die tatsächliche Qualität und Gesinnung der sie manipulierenden und handelnden adeptischen Vertrauenspersonen.

    Die intakte Oberflächenfassade der bürgerlichen Gesellschaft mit ihren „positiven Werten“ ist der beste Schutz und das unfehlbar funktionierende Alibi aller üblen okkulten Machenschaften, und wird deshalb um jeden Preis aufrecht erhalten, darf niemals löchrig und „fadenscheinig“ werden.  Und der banalste Grundwert dieser „positiven Werte“, und zugleich aufs engste den Geisteshorizont begrenzend, ist nun mal Liebe und Partnerschaft, die als grundlegend und selbstverständlich von niemandem hinterfragt werden  -  und damit auch niemand, der in ihrem Namen antritt, ganz gleich, mit welchen offenkundigen Verbrechen und Greueltaten menschen- und lebensvernichtender Qualität er diesem „selbstverständlichen“ Grundwert auch „zu dienen“ vorgibt.

    Und so läßt man vor dem Bühnenbild der „ganz normalen, intakten Realität“ im schwarzmagisch getränkten und durchdrungenen Gesellschaftsdschungel bei Bedarf  und als Beitrag zum allgegenwärtig gemachten Terror gegen das jeweilige Opfer die Marionetten und Handlanger weiblichen Geschlechts in knallroten Klamotten auftreten und sich produzieren, als gezielten Einsatz im für die Zielperson präzise ausgewählten und geplanten Kontext, der für alle anderen, sonstigen Beobachter und zufälligen Zeugen in jeder Hinsicht bedeutungslos und „banal“ ist und bleibt, da es ja nicht ihr Aufmerksamkeits- und Verständnis-Kontext ist (Kontext ist nun mal, wie semiotisch postuliert und nur dem ungebildeten Normalschwätzer und –kommunikatoren unbekannt, die zentrale Definitionsaspektierung, der wesentliche Bestimmungsfaktor jedes Kommunikationsprozesses, und nicht etwa nur „zusätzliche“ oder gar beliebige Qualität).  Die dafür eingesetzten, willigen Flachhirn-Rotkäppchen (selbst die ersten, weil sich „besser wissend“ wähnenden Opfer der Verblendung und Verblödung) aber läßt man sich dann, in der vermeintlichen Sicherheit des eigenen Verblendungskonstrukts und in blindem Vertrauen auf den als liebe Großmutter verschleierten und agierenden Wolf, noch selbst mit der Ignoranz ihres unbedarften Mittuns brüsten, die eigene mißbrauchte Hirn- und Geistlosigkeit, die sie nicht ansatzweise begreifen und durchschauen, mit kuhäugig leerem Blick marginalisieren: „Rot“ sei doch nur „eine Signalfarbe“ oder so (Ach was ? Sag bloß?).

    Nur: Signal wozu ? Wofür ?  Das Nichtssagende nach der Aussage, das Banale nach dem Wesentlichen zu hinterfragen, dafür reicht das unbedarfte Handlanger-Spatzenhirn auf und hinter den Bildschirmen des Lebens nie.

    Für den durch das Innere-Ebenen-Suggestionssedativum beschnittenen Verständnishorizont, für den alles nur ganz „harmlos“, „normal“, „einfach“ und „positiv“, also vordergründig-vertraut-nichtssagend und leer wie das eigene Hirn generell ist und erscheinen soll, ist das Autoreferentielle die bequeme Selbstberuhigung, die von jeder Verantwortung und Sachanalyse befreit.  Das erste und wichtigste Verblendungsopfer ist schließlich der willige Handlanger, dessen man sich bedient, und der darum am wenigsten begreifen darf von dem, woran er sich und man ihn als Mittäter beteiligt und als solchen weiterhin verfügbar halten will.

    Und so hampeln, gestikulieren und kostümieren sie (sich) weiterhin über die Bildschirme und durch die Medien und Straßen des Lebens, auftragsgemäß und unverständig dummschwätzend und anspielungsfurzend einer ungeheuerlichen, alltäglich-allgegenwärtigen Realität hinter ihren Geisteshorizonten und gesellschaftlichen Realitätskulissen den vordergründigen, „ganz normalen“, „positiven“ und „intakten“ Schein überzuziehen und aufrecht zu erhalten, während sie gerade den konterkarieren und ad absurdum führen, wie Christo mit seinen Verpackungs-Exponaten.  Nur daß sie selbst, ohne einen Schimmer davon zu haben, also ihr Leben, ihre Persönlichkeiten und ach so „harmlosen“ Alltagshandlungen selbst nichts als das Verpackungsmaterial des Horrors sind und (dar-) stellen  -  und nicht etwa die „Realität“, für die sie sich halten und an der sie sich, wechselseitig, von „Hülse zu Hülle“ sozusagen, orientieren zu können meinen;  und für die „Verpacker“ des Grauens auf den „inneren" Parallelebenen, entgegen deren zynischer und menschenverachtend geheuchelter Intentionsdarstellung als „Diener“ und "Freund“, auch nie etwas anderes als Schutzkulisse und Verpackungsmaterial waren und sind.

    Bis zum finalen Tag ihrer vorbestimmten Unbrauchbarkeit und dem Schicksal aller solcher, auch Bio- Materialien  -  ihrer Entsorgung im Abgrund, als Müll, im namen- und profillosen Strom vergänglicher Erscheinungen, die nie gewesen sind.

     

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    Der „Wald“ des irdischen Gesellschaftslebens ist längst zum barbarischen Urzeitdschungel geworden, mit der Tendenz radikalster Selbstauslöschung.

    Wenn Sie nach der Lektüre dieses Textes ein wenig Erholung und besinnliche Ruhe brauchen, um sich zu regenerieren  -  ohne gleich wieder die gewonnenen Einsichten und hoffentlich erschütternden Einblicke verdrängen zu wollen/müssen  -  dann meditieren Sie doch meine „TREESCAPES: OUTLOOKS“ im Album am Fuß des Blogs.

    Oder machen Sie gleich selbst einen besinnlichen Spaziergang im Wald, den es in Deutschland, im Unterschied zu anderen Ländern, immer noch in beachtlichem Umfang gibt.

    Lesen Sie auch meine Essaysammlung „PostScript 1-10“, die manches erhellen wird, was Ihnen noch unklar erscheinen mag, über:

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    Und vergessen Sie nicht, Ihre Grundbedarfs-Einkäufe im EICHLERSHOP zu tätigen:

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    GEGENGEDICHTE




    ABSTRICHE

     

     

    1

    Da ist ein gewaltig großes neunköpfiges

    friedliches Ungeheuer auf tausend elfzehigen

    Füßen mit einer Milliarde Fangarmen, das machtlos ist,

    doch das die Welt & alle Pflanzen & alle Tiere &

    alle Menschen, nur kein Coca Cola liebt,

    ohne das es sehr gut lebensfähig ist.

     

    2

    Dieses ziemlich große siebenköpfige

    Ungeheuer trampelt fauchend mit seinen

    fünfhundert neunzehigen Füßen alle Vernunft

    in Grund und Boden, da es nur wenig Macht hat,

    und umfängt dabei mit seinen hunderttausend Armen

    wenig liebevoll alle Pflanzen & alle Tiere & alle

    Menschen dieser Welt, nur kein Coca Cola,

    ohne das es

    recht gut lebensfähig ist.

     

    3

    Dieses nicht sehr große fünfköpfige brüllende

    Ungeheuer mit seinen hundert siebenzehigen Füßen,

    das einen beachtlichen Teil dieser Welt

    beherrscht, vertreibt jeden Sinn und Verstand

    aus ihr, indem es alle Tiere & alle Pflanzen

    & alle Menschen &

    alles Coca Cola, ohne das es nicht gut

    lebensfähig wäre, mit seinen tausend Armen

    fest umfängt.

     

    4

    Dieses kleine dreiköpfige feuerspeiende

    Ungeheuer, das einen Großteil dieser Welt

    beherrscht, zermalmt mit seinen zwanzig

    sechszehigen Füßen alle Hoffnungen und Träume,

    wobei es alle Tiere & alle Pflanzen & alle

    Menschen & alles Coca Cola, ohne das

    es kaum noch lebensfähig wäre, mit seinen

    zehn Armen ausweglos umschlingt.

     

    5

    Da ist ein winzig kleines

    einköpfiges Ungeheuer, das die ganze Welt

    in seiner Macht hat & alle Tiere & alle Pflanzen &

    alle Menschen zermalmt, und das mit seinen

    zwei Armen alles Coca Cola, ohne das es

    nicht mehr lebensfähig wäre, gierig umfängt.

    Und dabei steht es mit seinen

    zwei fünfzehigen Füßen

    feuerspeiend in der Welt.



    * * *

     

    Aus dem Band:

    „GEGEN GEDICHTE  - Gegengedichte“

    (1969-2008; unveröffentlich)

     

     

     

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    9/12

     
     
     

    DRESSED TO KILL

     

     

     

    Am Tag danach , „The Day After“, haben sich alle Honoratioren des 9/11-Gedenktags längst wieder ihrer Parade- und Memorial-Schalen entledigt, der gehobe Event-City-Look wurde wieder in den Schrank gehängt, gegen den täglichen Sears-and-Sneakers-Streetrun-Outfit ausgetauscht.  Doch schon nahte neues Ungemach  -  diesmal nicht für die New Yorker, sondern für die Deutschen und Texaner.

     

    Während am Freitag, „9/12“, ganz Deutschland unter einem Wettersturz als Fernauswirkung des vergangenen Hurricans Hannah zu leiden hatte, baute sich in der Karibik mit Zielrichtung Texas sein Nachfolger Ike auf, zwang Millionen zur Flucht aus Houston und der Galveston-Küstengegend und drohte, laut amerikanischer Wetterbehörde, für den Fall der Verweigerung mit 1,5 Millionen Toten.

     

    Ike war also bestens „aufgestellt“, sozusagen „dressed to kill“, wie es sich für eine ansehnlich verheerende Ölförderungszentrum-Ökokatastrophe gehört.  Was aber ziehen die Status-Katastrophen-Nomaden der gepeinigten Karibik-Küstenanrainer der südlichen USA bei ihren nun schon fast zur Routine gewordenden temporären Exodi am passendsten an, um nicht mit wirklichen Alltags-„mobilehome“ oder gar „homeless Americans“ verwechselt, wenn nicht mit den nahezu täglich in Süditalien an den Strand gespülten nordafrikanischen Elends-Flüchtigen gleichgesetzt zu werden ?

     

    Nun, da gibt es eine reiche Auswahl an und für jeden individuellen Katastrophenfluchtfall die passendsten Outfits, für deren Beschaffung es im Ernstfall natürlich zu spät ist, sodaß der umsichtige und voraussorgende Südstaaten-Amerikaner mindestens eines davon ohnehin als jederzeit greifbares Emergency-Pack im Schrank hatte und jetzt, für den Ernstfall, nur herauszuholen und überzuziehen hatte, um in den endlosen Staus und Auszugspilgerströmen nach Norden einen guten Eindruck bei seinen Mitflüchtlingen zu hinterlassen.

     

    Da wäre zunächst für „Daddy“, also den Leithammel der Flüchtlingsfamilie, ein passend dezenter, aber eindrucksvoller Anzug angesagt.  Doch nicht irgendein Anzug von der Warenhausstange  -  insbesondere wenn man aus dem südöstlichen Texas kommt, wo irgendwie jeder ein Ölbaron ist, sich zumindest aber als auch einer fühlt.  Ein amerikanischer Zuschnitt, selbst wenn er aus New York kommt, ist da wenig geeignet  -  er muß schon europäischen Stil und Designanspruch erkennen lassen.  Und nichts wäre dazu besser geeignet als die zeitlos-angesagten Musts der traditionellen Herrenausstatter-Maßkonfektion aus England und Italien, etwa von Henry Poole & Co. (www.henrypoole.com) aus Londons legendärer Savile Row.  Wer es gern ein wenig sportlicher mag, bedient sich auch gern bei Huntsman (www.h-huntsman.com), deren Anzüge immer noch Anklänge an Jagd- und Reitbekleidungs-Tweeds kennzeichnen.  Aus Italien wird der Ausstatter der italienischen Politiker A. Caraceni präferiert (Rom – nicht Caraceni, Mailand), daneben Liverano&Liverano (www.liverano.com) in Florenz. Und für die tatsächliche Halbwelt oder alle gern ein wenig mit ihrem Pompös-Schick kokettierenden Angehörigen der Ölbaron-Mafia kommen ohnehin nur Anzüge von Cesare Attolini (www.cesareattolini.it) in Neapel in Frage.  Der naheliegende Stetson krönt jedes dieser Outfits stilsicher und standesgemäß, allerdings sind auch klassische Borsalinos (www.borsalino.com) extrem lässig und jeder Flüchtlingskatastrophensituation souverän gewachsen.

     

    Für die Dame des Toyota oder der Rinderlonghorn-Limousine sind Dessous und Handtaschen wichtiger als äußerer Image-Tand  -  der hängt sowieso für alle Alltags-/Fluchtsituationen, von Mall-Shopping-Ralleys bis Rodeo-Tribünenparties, jederzeit greifbar im Schrank, sodaß, wie für den typischen Amerikaner typisch, ohnehin nur das Darunter zählt, zur Belohnung für den Helden, der das Fluchtfahrzeug erfolgreich bis zum Motel gesteuert hat. Die leicht rotlichternde Charakteristik der Agent Provocateur-Wäsche (www.agentprovocateur.com) ist für Südstaatenbewohner-Daddys fast noch wichtiger wie für frustrierte New Yorker Perennal-Pisten-Singles aller Altersklassen.  Nur falls die Flucht ausgerechnet am Tag vor der Hochzeitsnacht stattfinden sollte, oder noch Reste einer traditionell-europäischen „Romance“-Nostalgie das Elternschlafzimmer der Fluchtfamilie beherrschen, gibt es zu La Perla (www.laperla.com) immer noch keine Alternative.

     

    Bei der Handtasche, als Bewußtseinsausweis und Persönlichkeitsbestimmung der Fluchtdame, gibt es umso mehr Möglichkeiten, unverkennbares Marken-Image mit Individualität und praktischem Nutzen zu vereinen.  Wer tatsächlich viel Inhalt mitzuführen hat, ist mit der klassischen 2/55 von Chanel (www.chanel.com) unfehlbar ausgestattet, und wessen Vorgestrigkeit sich gern als klassisch mißversteht, für den gibt es nach wie vor, persönliche Grace der Trägerin vorhanden oder nicht, den Kelly Bag von Hermès (www.hermes.com), für die ältere Tochter des Fluchtfahrzeugs, auch wenn sie nicht Jane, sondern eher, Zeugungsanlaß-bezogen, Independence oder London-Marriott heißen sollte, ideal ergänzt durch den Birkin Bag aus demselben Designerhaus.  Auffälliger wie auch extravaganter ist da der nicht minder klassische Bamboo Bag der Nachkriegszeit von Gucci, der nach wie vor zeitlos fröhliche Beliebtheits-Urstände feiert und für Krisensituationen vielleicht schon deshalb besonders feinsinnig psychologisch gewählt sein kann.  Und wer die halbe Kücheneinrichtung mitschleppen muß, um allzeit Picknick- und Zu-Fuß-Flucht-fähig zu sein, für den kommt ohnehin nur der geräumige Klassiker Cabat von Bottega Veneta (www.bottegaveneta.com) in Frage   den aber ohnehin jede amerikanische Gattin und Hausfrau im Arsenal hat (siehe oben: Mall-Shopping-Ralleys).

     

    Und was den New Yorkern die unverzichtbaren Business-Life-Sneakers sind, die nur im 9-to-5er-Büro gegen Alltagsschuhe ausgetauscht werden, das ist im Süden der USA, insbesondere in Fluchtsituationen aus pferdelosen Besiedlungsgegenden, ohnehin das richtige Schuhwerk für alle Mitglieder der Ausnahmezustandsfamilie.  Aber während gewisse Kreise der New Orleans-Bevölkerung nur Nike und Adidas zu kennen scheinen, um im Alltag zu glänzen, kommen für den Stetson-Südstaatenamerikaner nur die stilsicheren Nylites von Tretorn oder der Kayano von Asics (www.asics.com) in Frage.  Niemand muß ja wirklich über Stock und Stein rennen damit  -  aber auch das würden die sicher noch einigermaßen salonschick überstehen, für die „Welcome Back“-Parties bei der Rückkehr von der Flucht in das barbezahlte (nicht Hauskredithypothek-belastete) Großstadteigenheim oder sogar die traditionelle Familien-Erbranch.

     

    Als Getränk unterwegs kommt nur das kanadische Iceberg Water aus geschmolzenem Eisbergwasser in Frage und stellt auf diesem Weg auch eine ständig latent verfügbare Erinnerung an die Ursachen und Gründe der eigenen Ausnahmesituation, nämlich die menschengemachte Klimakatatrophe her.  Und ein okkasionelles Gebet, daß dies auch für alle Zukunft eine Ausnahmesituation bleiben möge, trotz aller offenkundig fatalen Entwicklungen, Ereignisse und ungerührt unveränderten Lebensverständnisprogrammen aller Machthaber in Politik und Wirtschaft  und ihrer unmündig-lammfromm-konsumidiotisierten planetarischen Bewohnerkundschaft, fällt jedem Südstaatenamerikaner ohnehin abrufbar spontan ein und fließt, smooth wie Bourbon, routiniert stegreifsympathisch zu jeder Zeit mühelos über jede Texaner-Lippe.  An wen adressiert und von welcher abwegig weltverblendeten Geistes- und Gottesvorstellung geprägt und produziert es, wie hinlänglich bekannt und üblich, auch sein mag.

     

    Zumindest in diesem zeitlosen Scheunendach-Überbau-Dress bleibt auch in der schlimmsten Katastrophe für den Not-gedrungenen und –gedrängten Südstaatenamerikaner alles so normal und gewöhnlich, so alltäglich und vertraut wie es immer war:  Im geistigem Loincloth-Overall, sozusagen  -  „er“ mit Ölflecken und Beultaschen, den Lieblings-Universal-Spanner mit Double-Action-Funktion griffbereit in der Beintasche, „sie“ im kognitiven rosa Rüschenmorgenmantel, von bambusdicken Lockenwicklern unter dem Hermès-Kopftuch bohrturmhoch gekrönt.

     

     

     

     

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