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KO(S)MISCHE ZEITEN 12
NACH VALENTINSTAG UND ASCHERMITTWOCH: MURUROA, MON ATOLL!
„Du brauchst bloß in eine Zeitung hineinzusehen. Sie ist von einer unermeßlichen Undurchsichtigkeit erfüllt. Da ist die Rede von so vielen Dingen, daß es das Denkvermögen eines Leibniz überschritte. Aber man merkt es nicht einmal; man ist anders geworden. Es steht nicht mehr ein ganzer Mensch einer ganzen Welt gegenüber, sondern ein menschliches Etwas bewegt sich in einer allgemeinen Nährflüssigkeit.“ (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften)
Am 28. Februar jährt es sich in diesem Jahr 2009 zum 13.Mal. Und zum dreizehnten Mal erinnert sich auch in diesem Jahr wieder mal keiner mehr daran - aller Aufregung und Aufmerksamkeit zum Trotz, die die Ereignisse unserer jüngsten Vergangenheit weltweit begleiteten. Längst ist das Bewußtsein jedes durchschnittlichen Zeitgenossen chancenlos überfordert mit der Aufgabe, Schritt zu halten mit den aktuellen Zeitereignissen des zeitlos-historischen Szenarios des Weltgeschehens – umso mehr und vollständiger, als der eigene Bewußtseinshorizont, im Kielwasser der Wirtschafts-„Globalisierung“, gefälligst planetarisch erweitert zu werden hat, mit Über- und Durchblick in jeder Hinsicht, auf allen Kontinenten, auf allen Feldern, in allen Themenbereichen und Tiefen; und das möglichst nicht als Zufallsquilt einzelner Splitter und Fragmente, sondern noch logisch vernetzt, also komplex, in umfassender Über-Sicht. Noch am Abend des 28. Februar 1996, an dem um 12:30:03 Ortszeit Frankreich die sechste und letzte Atombombe im Zentrum des pazifischen Fangataufa-Atolls seiner polynesischen Überseegebiete zündete (weit genug weg von Frankreich, um die Betroffenheit und Empörung anderen Ländern und ihren Regierungen zu überlassen), begann ich das sechste Ölbild meines Bilderzyklus „LA FRANCE RADIANTE“, der die Atomversuche von Anfang an kunstdokumentarisch begleitet und in Gemälden und Kohlezeichnungen festgehalten hat. Um die mit dem lautstarkem Pathos gerechter Empörung vorgetragenen Proteste der Regierung des sich am betroffensten und empörtesten gebenden Landes Australien in dauerhaft wirkungsvolle Medien-Kommunikation, deren Impakt zu einem unübersehbaren, zeitlosen Bewußtseinsappell zu transformieren, bot ich der australischen Regierung ein ebenso neuartiges wie spektakuläres Kunstprojekt an: Ich werde jeden Atomversuch mit einem Ölbild und begleitenden Kohlezeichnungen dokumentieren. Diese werden, etwa in der Lobby des Opernhauses von Sydney, dauerhaft ausgestellt und von Vorträgen begleitet, solange die Versuche andauern. So würde, im Laufe der auf mehrere Monate angelegten Versuche, die zeitgleiche Dokumentation des Frevels gegen das menschliche Leben und seine planetarischen Lebensgrundlagen ebenso zu einem bleibend „anschaulichen“ Manifest gemacht und lebendig plakatiert wie die damit verbundene zeitlos-künstlerische Abmahnung dieses irrwitzig-fehlgeleiteten, vernunftlosen Zivilisationsverständnisses, das den zeitgenössischen politischen Fehlhaltungen, ihren orientierungslos-fehlentwickelten kulturellen Weltbetrachtungskonzepten weltweit zugrunde liegt. Daß die Diplomatiehülsen der im Vorfeld der Atomversuche vor laufenden Kameras in den internationalen Nachrichtensendern vorgetragenen Proteste (ebenso wie die nachfolgenden, pünktlich zu jedem einzelnen Atomtest) allerdings eher als administrativ-formale Pflichterfüllung den eigenen Wählern gegenüber denn als inhaltlich ernstgemeintes Engagement zu verstehen waren, begriff ich erst am 5. Dezember 1995, als mir der australische Botschafter in der Bundesrepublik, Max Hughes, höflich und wenig bewegt in einem offiziellen Schreiben mitteilte, daß von Seiten der australischen Regierung kein Interesse an meinem Vorhaben bestehe, ich mich aber, wenn mir das wichtig sei, an Greenpeace Australien oder einige Kunstgalerien in Sydney wenden könne, mit deren Kooperation mein Projekt vielleicht zu verwirklichen sei (deren Anschriften fügte er freundlich hinzu). Da hatten bereits (beginnend am 5. September auf Mururoa) drei Atomversuche stattgefunden, der vierte (am 10. Dezember) stand unmittelbar bevor, und an eine realistische Perspektive auf Verwirklichung des Vorhabens war auf dieser Grundlage nicht mehr zu denken. Daß das trotzdem längst verwirklichte Kunstprojekt „LA FRANCE RADIANTE“ bis heute (und an diesem 28. Februar 2009 zu seinem 13. Jahrestag) immer noch nicht von einer breiteren Öffentlichkeit bei Licht betrachtet werden konnte, liegt an den ablehnenden Haltungen von Kunstgalerien und Medien ebenso wie von Kunstbuchverlegern und Kulturdezernenten (*). Und so kommt, zumindest zur Zeit, wenigstens mein beachtlich großes Blog-Publikum als erstes zu dem Privileg, die Bilder und ihr begleitendes Manifest schon mal eingehend und nachdenklich zur Kenntnis nehmen und reflektieren zu können - mit hoffentlich dauerhafter Wirkung auf ihr Weltbild und der Chance, ihre persönliche Grundhaltung zu einem sich in den offenen, administrativ etablierten und praktizierten „ganz normalen“ Irrsinn entwickelnden „politisch-wirtschaftlichen Planeten“ ein wenig zu justieren. Zur Einstimmung auf die Bilder des Projektzyklus, die wie üblich am Fuß des Blogs (und unter „Fotos“, s. Kopfleiste) zu besichtigen sind, hier der Text des sie begleitenden Manifests. Mit dem Titel:
LA FRANCE RADIANTE
Ein Hirnriß geht um auf der Erde - der Hirnriß vom beliebigen Umgang mit unserem Planeten, seiner Natur, seiner Beschaffenheit und Befindlichkeit.
"Business as usual" ist das Paradigma, wenn alle Paradigmen der Vernunft, des Verständnisses, der Über-Sicht auf die Dinge, auf das eigene Handeln und seine Folgen im Kontext des menschlichen Lebens auf dieser Erde und des Lebens der Erde unter unseren Füßen abhanden gekommen sind. Und "usual" ist gewöhnlich alles "business", das einer (sich aus-) zu denken imstande ist, der dafür gewählt und bezahlt ist.
In seinen Wahlreden hat der Präsidentschaftskandidat Chirac das "strahlende Frankreich", "la France radiante" der gaullistischen Ära beschworen, dessen Wiederbelebung angekündigt - und damit Millionen frustrierte und krisenverdrossene Franzosen dazu gebracht, ihre Chiracverdrossenheit zu überwinden und ihr Stimmkreuz neben sein Lichtversprechen zu setzen.
Was aber Chirac darunter verstand und versteht, wurde erst kurz nach seiner Wahl richtig deutlich: die nukleare Strahlkraft von Atomversuchen inmitten einer der letzten paradiesischen Regionen dieses Planeten, die diese Bezeichnung, jenseits aller Reiseprospektsprache, noch wirklich verdienen.
Nein, Herr Chirac, non, Monsieur Glucksmann: Polynesien ist nicht bloß eine der schlicht "aus Wasser bestehenden Wüsten", in denen "man solche Versuche nun mal zu machen pflegt". Polynesien ist eines der letzten (und eines der schönsten) natürlichen "Wunder" unserer gemeinsamen Erde, und wenn schon seine Optik zunächst keinen weiteren Schaden genommen zu haben scheint, so ist es doch jetzt kaum noch dafür geeignet, bei einem persönlichen Besuch angemessen gewürdigt zu werden, erhebt auf lange Zeit niemanden mehr über die profane Sicht eines nur ökonomisch und technisch verwalteten Planeten, dient niemandem mehr als zeitloses Monument der Schönheit der Schöpfung, die in den pervertierten Stahl-Glas-Paradiesen unserer industriellen Lebenswelten so schnell vergessen und so leichtfertig mißachtet werden.
Ist und war eines der letzten und schönsten natürlichen Wunder trotz der nuklearen Versuche der jüngeren Vergangenheit.
Und wird es wohl nach den erneuten, "Versuchen" genannten Atombombenzündungen kaum noch sein und bleiben können.
Ob diese "Versuche" politisch und militärtechnisch sinnvoll waren und sind, ist das Thema einer anderen Diskussion.
Daß sie - an diesem Ort und zu dieser Zeit - ein zivilisatorisches und ökologisches Desaster sind, das seine künstlerisch-ästhetische, nachhaltig-demonstrative Würdigung und ein zeitlos-philosophisches Mahnmal verdient, steht allerdings außer Frage, auch wenn es bisher noch keinem anderen Künstler aufgefallen zu sein scheint, oder ihm schlicht die künstlerischen Perspektiven und Mittel dazu abgehen.
"La France radiante" hat in der Vergangenheit, und nicht nur im traditionellen Selbstverständnis Frankreichs, einen ganz anderen Klang, hat ein ganz anderes Licht in den Lärm, in die Dunkelheit der menschlichen Kulturen dieses Planeten auf ihrem Weg von der Barbarei zur Zivilisation eingeführt - einen Klang der Vernunft, der Aufklärung, ein Licht der Humanisierung und Kultivierung im besten Sinn dieser Begriffe.
"La France Radiante" des Präsidenten Chirac ist die technokratische Kehrseite dieses traditionellen Kulturanspruchs: Der Formalismus der Macht, der sich über die Inhalte und Werte keine Gedanken mehr machen zu müssen, von Verantwortung, über das Funktionieren des eigenen Staatsapparats hinaus, befreit zu sein meint.
"La France radiante" war in der Vergangenheit das Licht des souveränen Geistes, das diesem Planeten seine bis heute besten Verfassungen, die französische, die amerikanische und die deutsche, geschenkt hat.
"La France Radiante" des Herrn Chirac dagegen ist das strahlende Weiß der gefährlichen Gischt eines atomar aufgewühlten Elements, das mehr zersetzt als "nur" ein paar hundert Quadratkilometer "Wasserwüste": Nämlich den letzten Rest von Verantwortlichkeit und Vernunft, die letzten Hemmschwellen des Bewußtseins im Umgang mit den natürlichen Bedingungen und Gegebenheiten auf diesem Planeten, der auf absehbare Zeit die einzige Heimat und Lebenswelt der Menschheit in einem sonst von buchstäblich "wüsten" Planeten und Himmelskörpern erfüllten Universum ist.
"La France radiante" der Vergangenheit wurden Hymnen gesungen und Denkmäler gesetzt, die bis heute die Kulturen aller zivilisierten Länder dieses Planeten bereichern.
"La France Radiante" des Herrn Chirac hat nun ebenfalls seine adäquate Hymne, sein gemaltes Denkmal erhalten: Den Bilderzyklus "LA FRANCE RADIANTE" aus meiner Naturkunst-Serie "TREESCAPES".
N.A. EICHLER (November 1995)
* * *
(*) Zur Kenntnis genommen und auf ihre Art „gewürdigt“ wurde dieses innovative Kunstprojekt lediglich, wie üblich und seit Jahrzehnten praktiziert, von den Parasiten der Okkult(a)depp(t)enmafia und ihren weltlichen Handlangern und Mittätern, in diesem Fall von dem amerikanischen Künstler Robert Longo, der sich beeilte, ganz nach dem Konzept meiner „LA FRANCE RADIANTE“-Kohlezeichnungen schnell ein dickes Paket mit Kohlezeichnungen nach beliebigen Zeitungsfotos anzufertigen und zu veröffentlichen - deren Inhalt, wie immer bei solchen Plagiaten meiner Arbeiten, zwar belanglose Alltags-Pop-Art bleibt, aber gerade dadurch die diesen Diebstählen immer wieder zugrunde liegende Absicht der Konzeptvernichtungs-Banalisierung meiner innovativen Arbeiten und Konzepte, ihrer Aussagen und Inhalte, dieses Mal meiner Dokumentationskunst-Kohlezeichnungen der französischen Atomversuche, herbeiführt; und durch diesen banalisierten Diebstahl und die Vorveröffentlichung des inhaltsleer und hirnlos Kopierten obendrein die Urheberschaft betrügerisch für sich besetzt. Nur der tatsächliche Schöpfer und Urheber der originären Leistungen - und mit ihm seine viel wichtigeren Anliegen - bleiben so mal wieder unterschlagen, verschwiegen, unterdrückt und verhindert, wie seit Jahrzehnten, auf jeder Ebene und in jeder Hinsicht. Mitsamt der in seiner Kunst präsenten und sie verkörpernden Botschaften und Wirkungen, um deren Vernichtung und Verhinderung, mich also mundtot zu machen und zu halten, es den Verbrechern ja einzig und im eigentlichen immer nur ging und geht. Auch jetzt, hier und heute, in einem nunmehr jahrzehntelangen, pausenlosen Verbrechens-Kontinuum, und auf unabsehbare Zeit sicher auch morgen noch - bis zu ihrem blamablen Untergang.
Verschiedene «LA FRANCE RADIANTE »-Kunstmappen und -Bücher mit Laserdrucken aller 17 Bilder
sind bei mir erhältlich. Spezifikationen und Preise auf Anfrage (eichlerart(a)aol.de).
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KO(S)MISCHE ZEITEN 11WORLD OF WARCRAFT, ROT-WEISS
Ferrero hatte im September noch nicht seine Sommerpause beendet, da tönte schon das erste amerikanische „Ho-Ho-Ho“ eines Reklame-„Santas „ durch die Radiosender, für einen Möbelhändler, der unbedingt der erste sein wollte beim massiven Brainwash-Angriff auf unsere geistige und seelische Gesundheit und unsere einheimische Weihnachtskultur! Und diese Attacken auf unser Empfinden und unser Weihnachtskultur-Weltbild setzen sich seither immer penetranter und massiver fort, mit dauerklingelnden Cola-Truck-Glöckchenketten, diversem „Driving home for Christmas“-Südstaatensong-Genöle von Bekleidungshändler-Reklamen und einem Meer an hirnrissigen „Santa“-Sockengalerien an ebenso hirnrissigen „Santa“-Kaminen, die in unseren Breiten keiner zuhause hat. Als ob tatsächlich alle Europäer, insbesondere die deutschen, die letzten drei Monate des Jahres auf der Route 66 unterwegs wären, um am Heiligabend die Cowboystiefel auszuziehen und die Socken zum Trocknen über den Kamin zu hängen – bis zum noch hirnrissigeren „Santa“-Auftritt am Heiligabend! Die Pilgerväter müssen damals bei ihrer Auswanderung nach Amerika im Lauf der strapaziösen Überfahrt vergessen haben, daß an Heiligabend das Christkind kommt, und nicht der Weihnachtsmann; daß der seinen ersten, einzigen und letzten Auftritt am 6. Dezember zu haben hatte - und auch das nicht mit Socken am Kamin, sondern mit Stiefeln, die am Vorabend zum Befüllen vor die Tür gestellt wurden. Und so fehlt den dementen, Lichterketten-bekränzten Eigenheimen und Sozialwohnungs-Balkonen (s. Foto-Serie am Fuß des Blogs) mit ihren Santas und Santas und Lichterketten und Santas und Lichterkugeln und Santaschlitten nur noch die Stars-and-Stripes-Fahne, um das ganze Idioten-Spektakel richtig zu etikettieren - der „Geist“ der einheimischen Weihnacht ist ohnehin längst ins Exil geflüchtet (wohin allerdings, und ob man ihn zurückholen könnte, das bleibt ebenso indizien- wie haltlose Spekulation). Der hochgradig kriminellen, unsäglich-debilen Okkult-Mafia, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben „von innen“ und außen in allen westlichen Gesellschaften längst umfassend steuert (vor allem mit den ebenso primitiven wie wirkungsvollen Mitteln des Kapitals, das sich jeder demokratischen Legitimation entledigt hat und mehr und mehr selbst als Macht agiert, und ihrer naiv-verblendeten Handlanger und Marionetten in allen Medien und Kanälen), ist dies mehr als nur lieb und recht. Es entspricht ihrer erklärten Intention und Absicht der totalen Zerstörung aller christlich verwurzelten und aussagefähigen Kulturformen und planiert so den Weg für die Desorientierung der Menschen, die ihnen so leicht und willenlos zum Opfer fallen, ihrer „Herrschaft“, orientierungsberaubt, mühelos „zufallen“ - in ihrem kranken, pseudo-„kosmisch“-schwarzmagischen Sinn und Interesse. Wen wundert da noch die Kulturdemenz, die das beliebige, hysterisch und total amerikanisierte Plastik-Konsumrausch-„Xmas“ der Profitgierigen auch hierzulande längst in allen Köpfen an- und eingerichtet hat, und daß die, die sich noch an die Zeit der letzten vier Wochen des Jahres als wahre Besinnungs-Weihnachtszeit im europäisch-entspannten, unaufgeregt-meditativen Sinn „von früher“ erinnern, es immer schwerer haben, sich diesen militanten Attacken auf ihre geistig-kulturelle Gesundheit und ihr Jahresrhythmik-Wohlbefinden zu entziehen - sich den wirklich ruhigen, besinnlichen Weihnachtsmonat vom 1. bis 24. Dezember und danach bis zum Jahreswechsel zu bewahren. Die „World of Warcraft“ ist längst in unsere Realwirklichkeit eingebrochen und verwüstet unsere Kulturlebens-Landschaften - weiß-rot bezipfelt und mit Glöckchenband an der Tannenzweig-geschmückten Renditekeule. Ho-Ho-Ho!
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Die zentrale Schlüssel- und Symbolfigur des Crowleyschen Satanismus, der aller Fehlentwicklung des westlichen Adeptentums und Innere-Ebenen-Okkultismus zugrunde liegt, ist „The Scarlet Woman“, von seinen minderbemittelten Gefolgsleuten und Anhängern in deutschen Textausgaben immer auf ihrem charakteristischen Geistes- und Bewußtseinsniveau schlicht mit „die rote Frau“ übersetzt. In seinem Grundlagenwerk „Das Buch der Gesetze“ („Liber al vel legis“) kommt dieser „roten Frau“ die Aufgabe zu, als visionäres Leitmotiv zur Unterwerfung aller „Feinde“ (insbesondere christlicher Prägung), also der gesamten, noch nicht dem verschleierten Satanismus wissentlich oder unwissentlich verpflichteten Menschheit zu dienen - indem ihrer Herrschaft und Dominanz alle Individuen unterworfen und dienstbar gemacht werden sollen. Auf vordergründiger, gesellschaftlich-kultureller Ebene ist die „rote Frau“, in unser aller allgegenwärtigen Hollywood-Alltag auch mal als Julia Roberts („The Woman In Red“) auftretend, schlicht das harmlose weibliche Objekt des Begehrens des Mannes, für das er alles (oder so gut wie alles) zu machen bereit wäre. (Das archetypisch-psychologische „Rot“ der Frau ist auch in der sexuellen Variante der östlichen Tantra-Mystik traditionell, in der der Mann komplementär „Weiß“ visualisiert wird, und in der westlichen Qabbalah (nicht dämlich-ignorant „Kabbala“ - die hebräische Schreibweise hat grundlegende energetische Bedeutung) ist rot u.a. die Farbe des biologisch-ätherischen Todes der weltlichen Persönlichkeit, des „24. Pfades“ des Lebensbaums - all das ist in Crowleys ideologischer „roter Frau“ implikant und subsummiert). Auf der okkulten Realebene im Hintergrund der belanglosen gesellschaftlichen Fassadenrealität aber ist die von der eigentlichen Herrschaftsmacht (Adept oder „Satan“) instrumentalisierte „rote Frau“ das keineswegs harmlose Schlüsselsymbol für die Unterwerfung des menschlichen Denkens und Handelns beider Geschlechter (da auch der weibliche Konsens Voraussetzung ist) unter die Realität der geistlosen Materie mit ihren momentanen, flüchtig-vergänglichen Erfüllungsverheißungen, für die der Mann alles mit sich machen zu lassen bereit sein soll. Dieser kleine, feine Unterschied ist weder klein noch belanglos, sondern von grundlegender Bedeutung: Während die gewöhnliche Paarungskultur des Menschen ein solches („rotes“) Signalspiel als Balzritual betreiben kann (und es damit als ideale Vordergrund-Alibi-Darstellung für sachfremde Interessen mißbraucht werden kann), ist das wirkliche Geschehen „dahinter“ im gegebenen Fall, also im Fall des Einsatzes gegen einen bestimmten Menschen zu seiner Brechung und Unterwerfung, von existentiell grundlegender Bedeutung über jede kurze Zeitspanne des physischen, vergänglichen Daseins hinaus: nämlich seiner Unterwerfung unter die Gesetze „des Teufels“ und dessen Opposition gegen die harmonische, göttlich-kosmische Ordnung aller Dinge des Daseins. Nun muß man sich diese „rote Frau“ nicht als mythisch-magische Figur oder gar außerphysische Wesenheit vorstellen. Es geht schlicht um die ebenso symbolische wie konkret-physische Unterwerfung des Geistes unter die Materie, des Bewußtseins und Denkens unter die Dominanz des Körperlichen und seiner qualitativen Gesetzmäßigkeiten. Das Körpergefühl und -bewußtsein hat Denken und Handeln des Menschen und seine Interessen zu bestimmen – nicht (s)eine etwaige (höhere) Ethik, Moral, Einstellung, die ihn auch zu Leiden und Verzicht befähigen. Zur Verwirklichung dieser strategischen Absicht wendet der Innere-Ebenen-Okkultismus, der in den westlichen Ländern entgegen aller bieder-bürgerlichen Selbstverleugnung und –verharmlosung längst ausschließlich schwarzmagisch, also satanisch definiert und charakterisiert ist, einen ebenso simplen wie wirkungsvollen „Trick“ als Handlungs- und Selbstdarstellungsprinzip an: Man eignet sich einfach alle in der göttlichen Schöpfungsrealität vorgefundenen banalen Selbstverständlichkeiten und Gegebenheiten der Realität an, und erklärt sie zum „Ideal“, zu Intention, Ziel und Absicht des eigenen (schwarzmagischen) Universums, sodaß bei den unbedarft-verblendeten Handlangern und Mitläufern/-machern kein Schatten eines Verdachts auf „unlautere Absichten“ oder gar „dunkle Mächte/Machenschaften“ aufkommen kann, weil, um den Preis des Verlusts jedes Wirkungs- und Handlungseinflusses und damit jeder „Macht“ und Perspektive, nicht aufkommen darf. Auf banalster Reader’s Digest-Ebene psychologisierend und so jede rational-kognitive Analyse und Kritik der Prämissen und Handlungen verdrängend, werden „Liebe“ und „Partnerschaft“, “Glück“, „Erkenntnis“, “Wissen“, „Freiheit“, also Atmen, Essen und Trinken, „Familie“ und „Gemeinschaft“ und was sonst noch jemandem als selbstverständlicher Gemeinplatz-Grundwert des eigenen Realitäts- und Lebensverständnisses in den Sinn kommen mag, einfach deklarativ abgenickt und zu eigenen Werten und Grundwerten erklärt, um sich die Gefolgschaft zu sichern. Nur wem oder was, und zu welchem Ziel und Zweck man ihm folgt, darf nie hinterfragt werden; das wäre rational und gefährlich, würde sich als entlarvend und entmachtend erweisen. Und Macht ist der Grundwert, die eigentliche und ausschließliche Prämisse, das (falsche, niedere) „Ich“, der „Wille“, das „Ich will“, mit der der „Satanismus“ das irdische Bollwerk dem überirdischen Geisteslicht entgegensetzen, sich ihm widersetzen, sein vergängliches „Reich“ dem der zeitlosen Blaupause eines materialisierten himmlischen entgegensetzen zu können meint: Das Ich über das Überich zu setzen - in sich selbst ebenso wie in der Mitmenschheit, den Opfern und Handlangern, den Marionetten und Mitläufern; den anderen. „Weil dich die gleiche Stimme lenkt, und du am gleichen Faden hängst wie ich“, läßt man dazu unverblümt-verschleiert (und wie immer „ganz harmlos“ und so) den eigenen Pop-Nachwuchs singen (Ich&Ich), und: „Ich bin dein sechster Sinn, dein höheres Ich, dein zweites Gesicht“ (Grölemeier). Nun darf man sich unter „Satanismus“ nicht mittelalterliche Teufelsbeschwörer- oder gar die zeitgenössischen Horrorwood-Hollyfilm-Geisterbahn-Phantasmagorien vorstellen - kein Begriff ist im allgemeinen Projektionsverständnis der Menschen so falsch und Wahnphantasie-besetzt wie dieser. Satanismus ist schlicht und banal eine Ideologie, und deren Chefideologe Aleister Crowley kann inzwischen zufrieden einer flächendeckenden, weltweiten Verbreitung seines Wahnadeptentums beiwohnen (ich selbst bin dem 1952 reinkarnierten Crowley 1977 in Amsterdam begegnet, nachdem er meine Bekanntschaft gesucht hatte und vorübergehend auch genießen durfte). Da geht es weder um kultische Verehrung und Anbetung von Teufels- oder Baphomet-Figuren noch um schwarze Messen (obwohl all dies von einigen minderbemittelten Randgruppen eher schlichter geistiger Ausstattung und Evolutionsstufe natürlich nach wie vor praktiziert wird). Da geht es noch nicht einmal (wie beim Vorbild-„Kollegen“ Crowley persönlich) um die Bezeichnung und das Selbstverständnis, ein „Satan“ oder „Schwarzmagier“ zu sein. Die adeptische („kosmische“) Initiationsrealität ist längst, durch Erosion und schleichende Deformation aller esoterischen Qualitäten und Prinzipien im Laufe ihrer Entwicklung, auf ausschließlich schwarzmagischen Paradigmen und Prämissen gegründet, ohne daß einer der „adeptischen Ko(s)miker“ das für sich als zutreffend bezeichnen oder gar reklamieren würde (und was schon zum Selbstschutz auch die dümmsten ihrer „ko(s)mischen Familie“ nicht tun würden, selbst wenn sie sich so verstehen). Die artig-eloquenten „Kosmos“-Spießer und kognitiven Dorftrottel der okkulten Manager-, Mitmanager- und Möchtegernmanagerklasse im Business-Anzug, die heute im Hintergrund der „inneren Ebene“ und als brave Charaktermasken im gesellschaftlichen Vordergrund das öffentliche wie persönliche Leben der Menschen steuern bis diktieren, haben mit dem begrifflich deklarierten „Satanismus“ nur selten was am kleingistig definierten, hybrid inflationierten Spießerhut. Sie praktizieren aber seine Prämissen, setzen rigoros seine Ideologie durch, verkaufen sie banal-rhethorisch als „höhere“ Wahrheit, wenn nicht gar „Weisheit“ - und finden kaum Widerspruch, da der Kontakt und Umgang mit den, früher „undenkbaren“, außerphysischen Parallel-Existenzebenen, die in keinerlei Hinsicht und noch längst nichts „Höheres“ sind, aber genau dafür gehalten und ausgegeben werden, für den durchschnittlich entwickelten Zeitgenossen völlig neu, unvertraut und halluzinativ-faszinierend ist, da ihm jegliche relevanten Informationen, Maßstäbe und Paradigmen zu ihrer Beurteilung selbst in deren einfachsten und banalsten Aspekten und Grundlagen fehlen. In diesem, repräsentativen Beispiel-Fall der „roten Frau“: Man terrorisiert Menschen mit der vorgeblich-vermeintlich positiven „Helfer“-Intention, ihr „eheliches Glück“ „stiften“ zu wollen, indem man es solange verunmöglicht und verhindert, bis das Opfer sich dem Diktat dieser Fremdbestimmung und Vergewaltigung durch die satanische Ideologie gebeugt und unterworfen hat, nach außen hin aber lediglich das Alibi der „Glücksstiftung“ bestätigt, den Vollzugs-Schein nachgeliefert hat - also alles Bewußtsein von der verbrecherischen Vergewaltigung der eigenen Person zum Zweck der ideologisierenden Umpolung verloren, jeden Widerstand dagegen aufgegeben hat und das eigene physische Wohlergehen über das bessere Wissen und die geistige Integrität der eigenen Lebensrealität stellt. Wie absurd und dement es ist, Menschen, die natürlicherweise, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung und Gewichtung, in ihrer Lebensgestaltung unter anderem auch nach Paarbildung und Partnerschaft streben und an ihr orientiert sind, mit lebensvernichtender Ausschließlichkeit und existentieller Orientierungsbeschränkung zu Paarbildung und Partnerschaft zu z w i n g e n , sollte eigentlich hanebüchen offenkundig und selbsterläuternd sein. Insbesondere, wenn solche Partnerschaften sich ohne diese sach- und interessensfremden Gewalteinwirkungen auf natürliche Weise und „normal beiläufig“ längst von selbst hergestellt und vollzogen hätten. Und doch wird diese offenkundig absurde Demenz von keinem naiven „Glücks“deliriums-Gläubigen und Themenverblendeten der Mitläufer- und Marionettenherde dieser mit gesellschaftlicher Normalität vollzogenen Verbrechen jemals auch nur bemerkt, werden die wirklichen Vorgänge, Motive und Absichten der kriminellen Machenschaften hinterfragt. Es ist für alle Beteiligten und Zuschauer solcher Verbrechen doch zu schön und einfach somnambul bequem, den eigenen Lebens- und Geisteshorizont und die hanebüchensten Aktivitäten kriminellster Charakteristik auf schlichtes, spatzenhirnhorizontbegrenztes Pärchenglück und dessen Stiftung zu reduzieren, und damit aller geistigen Anstrengungen nach intelligenteren und kritischeren Würdigungen des Geschehens entledigt zu sein. Denn wer würde schon hinter solch „plausiblen“ und „lauteren“ Absichten, mit arglos-heuchelnden Artiggesichtern vorgetragen, die barbarisch-kranken Geisteskonzepte, die kaschierte Demenz von Satanismus-Weltherrschafts-Ideologen vermuten, die nur zu gut wissen, daß selbst ihre unbedarftesten Handlanger und Marionetten widerspenstig und abtrünnig würden, hätten die auch nur den geringsten Einblick in die tatsächliche Qualität und Gesinnung der sie manipulierenden und handelnden adeptischen Vertrauenspersonen. Die intakte Oberflächenfassade der bürgerlichen Gesellschaft mit ihren „positiven Werten“ ist der beste Schutz und das unfehlbar funktionierende Alibi aller üblen okkulten Machenschaften, und wird deshalb um jeden Preis aufrecht erhalten, darf niemals löchrig und „fadenscheinig“ werden. Und der banalste Grundwert dieser „positiven Werte“, und zugleich aufs engste den Geisteshorizont begrenzend, ist nun mal Liebe und Partnerschaft, die als grundlegend und selbstverständlich von niemandem hinterfragt werden - und damit auch niemand, der in ihrem Namen antritt, ganz gleich, mit welchen offenkundigen Verbrechen und Greueltaten menschen- und lebensvernichtender Qualität er diesem „selbstverständlichen“ Grundwert auch „zu dienen“ vorgibt. Und so läßt man vor dem Bühnenbild der „ganz normalen, intakten Realität“ im schwarzmagisch getränkten und durchdrungenen Gesellschaftsdschungel bei Bedarf und als Beitrag zum allgegenwärtig gemachten Terror gegen das jeweilige Opfer die Marionetten und Handlanger weiblichen Geschlechts in knallroten Klamotten auftreten und sich produzieren, als gezielten Einsatz im für die Zielperson präzise ausgewählten und geplanten Kontext, der für alle anderen, sonstigen Beobachter und zufälligen Zeugen in jeder Hinsicht bedeutungslos und „banal“ ist und bleibt, da es ja nicht ihr Aufmerksamkeits- und Verständnis-Kontext ist (Kontext ist nun mal, wie semiotisch postuliert und nur dem ungebildeten Normalschwätzer und –kommunikatoren unbekannt, die zentrale Definitionsaspektierung, der wesentliche Bestimmungsfaktor jedes Kommunikationsprozesses, und nicht etwa nur „zusätzliche“ oder gar beliebige Qualität). Die dafür eingesetzten, willigen Flachhirn-Rotkäppchen (selbst die ersten, weil sich „besser wissend“ wähnenden Opfer der Verblendung und Verblödung) aber läßt man sich dann, in der vermeintlichen Sicherheit des eigenen Verblendungskonstrukts und in blindem Vertrauen auf den als liebe Großmutter verschleierten und agierenden Wolf, noch selbst mit der Ignoranz ihres unbedarften Mittuns brüsten, die eigene mißbrauchte Hirn- und Geistlosigkeit, die sie nicht ansatzweise begreifen und durchschauen, mit kuhäugig leerem Blick marginalisieren: „Rot“ sei doch nur „eine Signalfarbe“ oder so (Ach was ? Sag bloß?). Nur: Signal wozu ? Wofür ? Das Nichtssagende nach der Aussage, das Banale nach dem Wesentlichen zu hinterfragen, dafür reicht das unbedarfte Handlanger-Spatzenhirn auf und hinter den Bildschirmen des Lebens nie. Für den durch das Innere-Ebenen-Suggestionssedativum beschnittenen Verständnishorizont, für den alles nur ganz „harmlos“, „normal“, „einfach“ und „positiv“, also vordergründig-vertraut-nichtssagend und leer wie das eigene Hirn generell ist und erscheinen soll, ist das Autoreferentielle die bequeme Selbstberuhigung, die von jeder Verantwortung und Sachanalyse befreit. Das erste und wichtigste Verblendungsopfer ist schließlich der willige Handlanger, dessen man sich bedient, und der darum am wenigsten begreifen darf von dem, woran er sich und man ihn als Mittäter beteiligt und als solchen weiterhin verfügbar halten will. Und so hampeln, gestikulieren und kostümieren sie (sich) weiterhin über die Bildschirme und durch die Medien und Straßen des Lebens, auftragsgemäß und unverständig dummschwätzend und anspielungsfurzend einer ungeheuerlichen, alltäglich-allgegenwärtigen Realität hinter ihren Geisteshorizonten und gesellschaftlichen Realitätskulissen den vordergründigen, „ganz normalen“, „positiven“ und „intakten“ Schein überzuziehen und aufrecht zu erhalten, während sie gerade den konterkarieren und ad absurdum führen, wie Christo mit seinen Verpackungs-Exponaten. Nur daß sie selbst, ohne einen Schimmer davon zu haben, also ihr Leben, ihre Persönlichkeiten und ach so „harmlosen“ Alltagshandlungen selbst nichts als das Verpackungsmaterial des Horrors sind und (dar-) stellen - und nicht etwa die „Realität“, für die sie sich halten und an der sie sich, wechselseitig, von „Hülse zu Hülle“ sozusagen, orientieren zu können meinen; und für die „Verpacker“ des Grauens auf den „inneren" Parallelebenen, entgegen deren zynischer und menschenverachtend geheuchelter Intentionsdarstellung als „Diener“ und "Freund“, auch nie etwas anderes als Schutzkulisse und Verpackungsmaterial waren und sind. Bis zum finalen Tag ihrer vorbestimmten Unbrauchbarkeit und dem Schicksal aller solcher, auch Bio- Materialien - ihrer Entsorgung im Abgrund, als Müll, im namen- und profillosen Strom vergänglicher Erscheinungen, die nie gewesen sind.
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Der „Wald“ des irdischen Gesellschaftslebens ist längst zum barbarischen Urzeitdschungel geworden, mit der Tendenz radikalster Selbstauslöschung. Wenn Sie nach der Lektüre dieses Textes ein wenig Erholung und besinnliche Ruhe brauchen, um sich zu regenerieren - ohne gleich wieder die gewonnenen Einsichten und hoffentlich erschütternden Einblicke verdrängen zu wollen/müssen - dann meditieren Sie doch meine „TREESCAPES: OUTLOOKS“ im Album am Fuß des Blogs. Oder machen Sie gleich selbst einen besinnlichen Spaziergang im Wald, den es in Deutschland, im Unterschied zu anderen Ländern, immer noch in beachtlichem Umfang gibt. Lesen Sie auch meine Essaysammlung „PostScript 1-10“, die manches erhellen wird, was Ihnen noch unklar erscheinen mag, über: Und vergessen Sie nicht, Ihre Grundbedarfs-Einkäufe im EICHLERSHOP zu tätigen: http://eichlershop.smartshopping.de
14. Juli 2008ALLONZENFANTS!
Sind auch Sie die Anzüglichkeits-Rülpser, -Hampler und -Dresser der deutschen innenweltverblödeten Telemedienmacher, insbesondere die der ZDF-Banaligkeit leid ? Können auch Sie die flachhirnigen, senderkantinendunstkokonvernebelten Einfalts- und Allerweltsmattscheiben auf den Bildschirmen nur noch in homöopathischen Dosen ertragen ? Dann machen Sie's doch so wie ich - und verabschieden Sie sich mit mir in die Sommerpause ("Urlaub" vom geistlosen Sendeschwafel-Horizont), und kehren Sie erst zurück, wenn nach Abschluß der, angesichts der Realo-Fakten des "Gastgeber"-Landes und seiner willigen Medienberichts-Hofnarren aus aller Herren und Diener Länder, unsäglich-unerträglich verlogenen Olympiade die mediale Schmerzgrenze so langsam wieder auf das ohnehin nicht amüsante Alltagsniveau verflachen wird. Denn nicht nur in diesem "so anderen" Land, daß man glatt und typisch dummdeutsch das bißchen Denken vergißt, wenn man sich ihm nähert, ist es um Pressefreiheit, und damit die Freiheit des Denkens und Atmens seiner Bewohner, mehr als schlecht bestellt. Auch in unserem eigenen - man denke nur an die peinlichen Klimmzüge des ZDF, nach einigen floskelhaften Erwähnungen von "Menschenrechten", zu deren Alibi-Pflichtableistung man extra die harmlose Mariella Schlomka nach China essen geschickt hat, um danach und für den Rest des Jahres an allen katastrophalen Tatsachen und grausamen Lebensbedingungen des dortigen Alltags, und nicht allein für Millionen Tibeter in ihrem okkupierten Land, vorbei unbe- und -gerührt über die Olympiade minus ausgeblendetes Umfeld fröhlich-heiter-eventgeil "berichten" zu können, ohne ein Wässerchen im ohnehin blinden, trüben Auge befürchten zu müssen. Oder können Sie sich noch von der mit ihrem Kuli daueronanierenden Hohlweck die Tagesmeldungen vorprompten lassen ? Oder die vom Viertelnachsieben-Bumskopp Kleper wichtigtuerisch vorgetragenen Einfaltspinseleien unberührt an sich vorbeiziehen lassen ? Über den aseptisch kognitionslosen, stumpfsinnigen Almausdruck im Gesicht der herben Sportadabeisitzerin Jana noch hinwegsehen, während Sie auf das Wetterorakel für den nächsten Tag warten ? Dem "Eine-für-Alle"-Kleiderfundus-Junkie Gärster noch weiter bei seiner 365-Tage-Wechsel-Outfit-Parade beiwohnen ? Oder auch nur einen Tag länger noch der mikroskopischen Winzlingswitzfigur Seifert dabei zuschauen, wie sie sich mit gebläht gebreiteten Schultern und, an die Orang-Posen im zoologischen Garten erinnernd, oval nach beiden Seiten gedehnten Armen zum Medien-Marshmellow-Man aufzuschäumen versucht ? Ich nicht. Und umso weniger, als sie sich offenbar immer weniger daran zu erinnern vermögen (falls sie es je richtig begriffen, also gelernt haben, was zu bezweifeln ist), wozu sie eigentlich da sein sollten, was ihr eigentlicher Tschob und Medienauftrag zu sein hätte. Und nicht nur (wenn auch gerade) in solch kritischen Bedingungen und dramatischen Zeiten wie dieser unsäglichen "Weltereignis"-Olympiade im despotischen Terrorland China. Umso erstaunlicher ist da als Kontrast und positive Gegendemonstration die gerade gezeigte Haltung von Sarkozy (von dem man so etwas eigentlich am wenigsten erwartet hätte) zu melden: Als einziger europäischer Politiker von größerem Gewicht hat er den Mut, die Freiheit, das Rückgrat, noch zu seinen eigenen Werten und dem Geist seiner Verfassung zu stehen und den Dalai Lama zu empfangen, als demokratischer Präsident in einem freien Land, ohne sich von der neuchinesischen Großmaul-Diplomatie menschenverachtender Diktatoren (die nicht ohne eigene Gründe die Verurteilung der Vorgänge in Zimbabwe als „innenpolitische Angelegenheit" fehlqualifizieren und mit einem Veto verhindern) und ihren politischen Maximen erpressen, einschüchtern und fernsteuern zu lassen, wie wir das in beschämender Weise schon viel zu lange und immer wieder in unserem steinmeiersch-vermerkelten, analfixierten Deppenland ertragen müssen! Carla beflügelt den aus dem ungarischen Exil heimgekehrten kleinen Gallier offenbar, und es wäre mehr als wünschenswert, wenn sich dieser französische Geist der Freiheit und Aufklärung, "la Lumière", noch einmal und erneut in der ganzen westlich-"freien" Welt verbreiten würde, und nicht mehr nur als Papier in den Bücherregalen der Politiker, unter „V" wie "Verfassung", verstaubt, ohne daß man sich als Politlakaien der Wirtschaft, des Kapitals und seiner Zwänge noch, und wenn, dann nur sehr ungern und floskelhaft, an deren Inhalt und Bedeutung erinnern mag. Denn im sklavisch-unterwürfigen Dienst dieser Kapitalinteressen und -mächte tauchen unsere Politiker immer häufiger und schamloser ab, wenn es darum geht, den Geist ihrer Verfassungen in ihren eigenen Ländern noch zu erinnern, zu praktizieren und zu leben. Das betrifft vor allem das Verhältnis zu China, aber auch zu Rußland - die beiden unbelehrbaren, nicht zu lüftenden Betonkopfstaaten autokratisch-despotischer, Menschenrecht- und Demokratie-verachtender vorgestriger Staatswahn-Gebilde in wechselnd modischen Gewändern. Darüber wollen wir auch in unseren Medien Klartext hören und bewegend-bewegte Bilder sehen. Und nicht über das, was die netten, unterwürfigen, dauerspuckenden Chinesen "außer Tischen" noch alles so gern essen. Wie es der neuen kapitalistischen Mittelschicht, der Minderheit im Osten, doch immer besser geht, sofern sie nur den eigenen Tisch und den Bauchnabelhorizont ihrer despotischen Machthaber als geistigen Horizont respektieren. Woher denn eigentlich diese tollen Glückskekse stammen, und wie toll ("Toll!") man auch als Einäugiger - denn "mit dem Zweiten sieht man" ja, zur Kompensation sonstiger Defizite, angeblich "besser" - die schönen Massenräusche winkender, wedelnder, trötender und trompetender Eventsüchtiger erleben, mitfeiern und darüber berichten kann, die (hoffentlich, sagen sich das ZDF und Mister Hu) wieder aus aller Welt (ersatzweise aus chinesischen Kaderkasernen) zusammenströmen werden, um Party zu machen - während in ihrem Rücken, außerhalb des Vogelnestkokons der Ausblendungsberichterstatter, Millionen obdachlos, hungernd und/oder im Getto ideologischer Entmündigung unter menschenunwürdigen Lebensbedingungen das zu tun und vorzugaukeln haben, was man leben nennt, und insgeheim das ferne, politische Peking verfluchen. Das brauchen wir in unserem Land nicht als Medien"realitäts"vermittlung - dazu genügt eine Eindeutschung des chinesischen Staatsfernsehens. Wir brauchen kein "Zweides doidsches Felnsehen" ! So bleibt dem bewußten Zeitgenossen, um sich allzu vermeidbare Welt- und Kulturkopfschmerzen zu ersparen, nur, in den Wochen vor bis zu den Wochen nach der Olympiade selbst zum Flüchtling zu werden - zum Medienflüchtling, der insbesondere einen weiten Daumenbogen um den Fernbedienungsknopf macht, der mit "ZDF" belegt ist. Denn auf dem Lärchesberg ist der ignorante Nestkokonbetriebskantinendunst der nicht mehr freien Hirne und Sichtweisen auf die Welt, außerhalb der Senderfamilien-Innentapete eigener Heilewelt-Verblendung, -Projektion und -Machart, besonders trübe und undurchdringlich. Und sollte das eine oder andere Programmloch entstehen, das die ZDF-Lücke hinterläßt, so kann man sich mit Jacques Dutroncs Lied "Entrez, m'sieur, dans l'humanité" (auf seiner CD "Brèves rencontres") nicht nur trösten, sondern (s)einen gesunden Geist und die frische Denkluft erhalten und stärken, die auch hierzulande nie besonders frei strömten und insbesondere in den letzten zehn, fünfzehn Jahren immer dünner wurden, bis sie irgendwann ganz entwichen sind. Ein Geist und eine Luft, die in Frankreich so kulturgenetisch verankert und festgeschrieben sind, daß sie (hoffentlich) nie zu besiegen sein werden, selbst wenn die Macht des zynisch-nihilistischen Kapitals inzwischen (und nicht zuletzt durch Sarkozy selbst) auch in unserem gesegneten Nachbarland wütet und Schneisen schlägt wie überall in dieser prekären Zeit. Aber, wie auch er gerade bewies, nie ganz zu besiegen oder gar auszulöschen sein wird. Darum, und wenn auch Sie hin und wieder mal Lust auf eine "Party" haben, die es wert ist, gefeiert zu werden, singen Sie doch heute, am 219. Jahrestag der französischen Revolution, mit mir und allen Franzosen ein fröhlich-freies "Allonzenfants" auf die Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit des Menschen, und sein Geburtsrecht darauf. Sie müssen dazu ja nicht, wie ich es 1989 zur 200-Jahr-Feier tat, nach Paris fahren (wo ich meine Karte für die Ehrentribüne, schräg gegenüber der des Präsidenten, ausgiebig genießen durfte und auch genoß). Ein Geburtsrecht auf Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ohne Abstriche und Relativismen - und nicht nur in Frankreich, sondern überall auf dieser Erde, auf die ein Mensch durch Geburt seine Füße setzt, und nicht nur an solchen Tagen wie heute. Und nehmen Sie, als Erinnerung an den geistlosen Schatten dieser Freiheit, der die Köpfe von innen trübt und entmündigt, ein paar Bilder mit in Ihre Medienabstinenz, um sie sich mehr als nur zu erleichtern: Meine Fotoserie "DAS ZDF HEUTE" am Fuß des Blogs (und unter "Fotoalben"). Deshalb umso mehr: Bonne Fête, Sarko! Für hier und heute - und ganz sicher, irgendwann, überall auf diesem Planeten, und für alle Zukunft. Auf einer neuen Erde allerdings. Mit einer anderen Menschheit - und unter einem neuen Himmel. Bis dann also, irgendwann nach der Nest-Olympia der problemflüchtigen Ausblendungs-Euphoriker! Auch ich bin (mit herzlichen Gruß an HaPe) jetzt erstmal weg!
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KO(S)MISCHE ZEITEN 9BANKERS MONROE
Daß die gegenwärtigen gesellschaftlichen Strukturen, insbesondere die wirtschaftlichen und in ihrem Gefolge die sozialen, hinnehmbar, geschweige denn vertretbar und intakt seien, würden nur die gehässigsten Betonköpfe des neoliberalen Selbstbereicherungs-Neandertals behaupten, in das wir weltweit zurückgefallen sind und immer weiter abrutschen. Aber daß sich die öffentliche Empörung und Kritik, sofern sie überhaupt mal zu vernehmen ist, an völlig abwegigen, irrelevanten Beispielen festmacht, sich nicht um die wirklichen gesellschaftlichen Ursachen und Grundlagen und deren ideologisch-geistigen Überbau herum entfaltet, sondern immer sofort und intentionell zur „Neiddebatte" deformiert und verfälscht, soziales Bewußtsein und Gerechtigkeitsempfinden als psychologisches Defizit der Beschwerdeführer verleumdet, diffamiert und damit irrelevant gemacht werden soll (von wem eigentlich – hat man das schon näher betrachtet?), das ist nicht nur haarsträubend dämlich, sondern weckt im analysierenden Betrachter schnell den Verdacht, daß diese Diskussionen gerade von denen an solchen Beispielen entzündet werden, die allen öffentlichen Widerstand, jede wirkliche Auseinandersetzung und Bewußtseinsbildung über die Mißverhältnisse und gesellschaftlichen Auflösungsprozesse verhindern wollen, weil sie selbst zu deren zynischsten Urhebern und Nutznießern gehören - um so alle Diskussionen, einmal mehr, an wirklichen Sachanalysen und daraus resultierendem, sinnvollem Veränderungsbewußtsein und -willen vorbei ins Leere laufen zu lassen, so oft und lange, bis auch die letzten Kritiker resigniert und hoffnungslos verstummt sind, die Bahn allen Sozialverbrechern und Machern des Falschen endgültig ungehindert und störungsungefährdet frei gemacht haben werden. Dieser Verdacht drängte sich in den letzten Wochen beim Lärm der „Nebengeräusch-Kulisse" auf, die eines Bankers Weltecke Bestreben verursachte, seinen ihm zustehenden und von einem lokalen Verwaltungsgericht verweigerten Rentenanspruch durchzusetzen. Zur Klärung vorweg: Das Oberlandesgericht hat zuletzt und zweifelsfrei richtig entschieden, Herrn Weltecke die ihm nach gegebener Gesetzes- und Sozialordnung einwandfrei zustehenden Teilrentenzahlungen zuzubilligen, die Teilrente für seine Tätigkeit als Bundesbankpräsident, und die ihm aus seiner vorherigen Tätigkeit zustehende. Die eine kann die andere nicht „ablösen" oder „ersetzen", denn eine Lebensleistung summiert sich - ein etwa abwegiger „Doppelrenten-Anspruch" war daher auch von ihm nie erhoben worden. Punkt. Wer hirnlos genug war/ist, sich darüber zu echauffieren, sollte die Politik kritisieren und verändern, die die zugrunde liegenden Gesetzlichkeiten und gesellschaftlichen Strukturen zur legitimen Realität und Normalität macht. Was die Sache aber über den Fall hinaus interessant und entlarvend macht, ist nicht nur der anfangs dargestellten „Bedingungsrahmen" dieser Diskussion. Sondern vielmehr die Selbstdarstellung des Betroffenen selbst. Denn der arme Tropf Weltecke führte sozusagen exemplarisch vor, mit welchen „Eliten" sich die Welt inzwischen „angefreundet" und damit abgefunden hat, sie als solche, als Orientierung und „Repräsentanten" dieser falschen Welt, zu betrachten - sie mit einem Nimbus „höherer Weihen" zu umschleiern, der einzig und allein aus ihrer Einkommenshöhe berechnet wird. Und da wird es mehr als hanebüchen lächerlich, geradezu grotesk. Vor allem aber wird Weltecke selbst damit unfreiwillig symptomatisch, ja ikonografisch repräsentativ! Denn was schaumhülste er so selbstentblößend debil zur öffentlichen Kritik an seinen nach gegebenen Bedingungen schlicht berechtigten Rentenansprüchen ? „Ich lasse mich nicht zum Passepartout der öffentlichen Neiddebatte machen." Diese Aussage muß man einfach mal ganz langsam wiederholen, über Sinn und Semantik, und damit die unterliegende Denkausstattung und Kognitionskompetenz des Aussagenden nachdenken, um sich über das Hilfsschüler-Geistesniveau eines Menschen klar zu werden, der sich mit solch sinnleerem Verbalzabbaione „überlegen" und „souverän" exponieren möchte. Weltecke mag ja vielleicht gut rechnen können - aber darüber hinaus, in Bezug auf sonstige Aussagen und Ansichten zu welchem Thema in welchen Zusammenhängen von Welt und Leben auch immer, bleibt so ein kleines Häufchen zerebralen Zellularschaums mit dem Adjektiv „schlicht" noch weit überschätzt und überbewertet, und offenkundig schon auf dem Weg von „eins" zu „noch eins" hoffnungslos auf der Strecke. Nun muß man wissen, daß Banker schlechthin zu den geistig minderbemitteltsten Zeitgenossen gehören, deren zwei, drei Zellen verfügbares Spatzenhirn völlig vom Buchhalter-Weltbetrachtungshorizont, ihrem einzigen verfügbaren und gegebenen, aufgebraucht und mitunter überbeschäftigt sind - die einen (siehe Weltecke), da sie nie über mehr Ausstattung verfügten, die anderen, weil sie gezwungen waren, sich auf dem Weg nach oben zerebral zu kastrieren, jedes gesunde, panoramische Denken und komplexere Weltverständnis chirurgisch aus sich zu entfernen. Ihr Referenzpotential über Themen und Sachverhalte, die über die Aussagekompetenz einer chinesischen Rechenmaschine hinausgehen, ist gleich Null, und damit auch jede Referenz- und Aussagefähigkeit über geistige und gesellschaftliche oder gar philosophische Aspekte und Dimensionen des Daseins, zu Welt, Mensch und Gesellschaft schlechthin. Umso mehr - und gerade deswegen - wird jede freie Minute, jede übrige Energie (und ab einer gewissen Erfolgsstufe in der Banker-Hierarchie jede Minute und jede Energie) in die Selbstumschäumung ihrer Nichtexistenz mit allem investiert, was als „Kultur", „Leben", „Gesellschaft" von allgemeiner Anerkennung und Bedeutung ist. „Wenn Banker zusammenkommen, reden sie über Kunst, wenn Künstler zusammenkommen, über Geld.", spottete einst Oscar Wilde über die entlarvende Symptomatik seiner Zeitgenossen, sich immer mit dem zu befassen, wovon sie am wenigsten verstehen bzw. was ihnen am meisten fehlt, und an der sich bis heute prinzipiell nichts geändert hat. Das zerebral schlichte Buchhaltergemüt des Bankers versucht, als vollwertiger Mensch und Mit-Weltbewohner und -betrachter zu erscheinen, der auch mitten im Leben aller stehe, obwohl - und gerade weil - er dazu jeden Ansatz in sich zu eliminieren und hinter sich zu lassen hatte, um den geraden Weg seiner wahren kognitiven Definition und Identität, der chinesischen Rechenmaschine, nach oben, auf die höheren Etagen des Rechnerzentrums zu ermöglichen. Die stringente Selbstkasteiung und –deformation zum Banker, also Gangsterzombie, hat das schlichte Hirn und Gemüt der chinesischen Rechenmaschine durch die möglichst perfektionierte, öffentlichkeitspräsentable Formulardarstellung eines kultivierten Edelmann, dessen „identisch" erscheinende virtuelle Hülsen-Selbstdarstellung zu verschleiern - nur dann ist Karriere möglich (auch wenn in letzter Zeit der etwas locker-verwegener erscheinende Stil des Las Vegas-Zockers die Image-Panzerung des Bankers etwas verwässert und „bunter" gemacht hat - zugleich aber auch durchschaubarer werden ließ). Schon vor nicht allzu langer Zeit hat ein rheinischer Kollege Welteckes die Entscheidung seiner Bank, sämtliche Rentenansprüche der Angestellten ersatzlos zu streichen, zugleich aber die eigenen Vorstandsrenten- und Abfindungsansprüche zu verdreifachen, auf Journalistenbefragung hin lapidar und intentionell bewußtseinsverhindernd mit der Schaumflocke „State oft he art" abgetan - und damit jede relevante und klare Betrachtung dieser gesellschaftlich legitimierten Gangsterpraxis, ihre öffentlichen Diskussion und Angreifbarkeit, schlicht verweigert, ins Nirvana illusionärer Begriffsgespinste entzogen. Die Praxis ist weder zufällig noch ungewollt, sondern hat Methode und gehört zur rhethorischen Nebelhülsenschulung dieser Tätigung, um in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit als seriöser Geschäftsmann und Kulturträger verkannt zu bleiben, „im allgemeinen Interesse" akzeptiert und geduldet, ja sogar noch „geachtet" und „wertgeschätzt" zu werden. Und so nimmt der grotesk dämliche Fehlgebrauch des Begriffs „Passepartout" durch Weltecke auch niemanden wunder, der diese Grundlagen und Basisdefinitionen von „Banker" auch nur ansatzweise begriffen hat. „Passepartout", ebenso wie „State of the art", sind Begriffe aus der Galerie- und Kunstwelt, die mit ihrem Kulturnimbus und -glamour als das wahre Interessensgebiet und Metier und damit als das wirkliche Niveau des Bankers erscheinen, sein Wesen illusionär definieren und sein Gangster-Tagesgeschäft in den Rang des gewünschten öffentlich verdaulichen Scheins von Kulturschaffung, von „Kunst" eben, erheben soll - auch wenn (und gerade weil) sein wirkliches Sein und Wesen und Lebens-/Selbstverständnis allein und ausschließlich und ganz profan und primitiv darin besteht und definiert ist, das Geld anderer Leute in möglichst kurzer Zeit auf möglichst vielfältige und vollständige Weise so umfassend und erschöpfend wie möglich und in größtmöglichem Umfang aus ihrem Portemonnaie in die eigene Kasse zu überführen und umzuleiten, ihr Eigentum zu seinem zu machen, ohne dafür strafrechtlich belangt werden zu können, unter Einbeziehung der möglichst vollständigen Nutzung aller strafrechtlich relevanten, aber der Nachweisbarkeit entzogenen Optionen. Jedes andere Erscheinen und Verhalten eines zeitgenössischen Bankers ist Mimesis, Täuschung, Verschleierung der Intentionen und Fakten - Illusion. Wessen Hirn so monofunktional reduziert und monointentionell gepolt ist, der hat keine einzige Hirnzelle mehr (und schon garnicht frei), die noch zu einer objektiv relevanten Kongnitionsleistung jedweder anderen Art fähig oder gar gebildet wäre. Und sondert, vor allem in der Öffentlichkeit, zur Tarnung und Verschleierung dieses Sachverhalts, den ganzen Tag nichts als debiles Gestammel und dementen, für eloquent gehaltenen Verbalkunst-Hirnmüll à la „Ich eigne mich nicht als Passepartout für die öffentliche Neiddiskussion" ab. Ein Passepartout, dies zur linguistischen Klärung, ist das Allgemeine, der neutrale, undefinierte Rahmen des Besonderen – also etwa einer einzelnen, individuellen Grafik, des jeweiligen Bild-Objekts eben. Dieses einfache Grundverständnis - und damit auch den sinnrichtigen Gebrauch des von ihm gewählten Kulturschaum-Hülsenbegriffs - nicht auf der Reihe zu haben und einsetzen zu können, ist referentiell für den Hilfschülerstatus des Gehirns, das sich so „outet", also über die mindesten Grundqualitäten eines auf einfachster Ebene kognitiv funktionssicheren Gehirns, die sich immer und am direktesten sprachlich artikulieren und "kommunizieren", nicht verfügt. Wenn überhaupt, wäre Weltecke „das individuelle Fallportrait im Passepartout der Neiddiskussion", und nicht umgekehrt. Das repräsentative „Besondere" im Kontext des „Allgemeinen" eben - pars pro toto. Aber genau dafür, nicht einmal dafür reicht es kognitiv und linguistisch bei ihm als Beispiel der neuen „Elite" der „Leistungsträger" des neoliberalen Deutschlands, das wir bewohnen und unter dessen Bedingungen wir immer noch versuchen, einen Rest von einer für alle Menschen würdigen Gesellschaft zu bewahren, die ihren Namen noch verdient. Er ist gerade damit ein gelungenes Bespiel für diese neue und in den Medien blind und hirnlos glamourisierte, völlig abwegig und immer unreflektierter noch so mißverstandene und fehletikettierte „Elite" in Wirtschaft und Politik, unter deren Entscheidungen und Beschlüssen ihre Opfer, also der Rest der Gesellschaft (oder auch: die Gesellschaft selbst; denn sie selbst betrachten sich garnicht mehr wirklich als „zugehörig", sondern mehr und mehr als deren außenstehende , übergeordnete Nutznießer, lat. „para sitos"), möglichst kritik- und widerstandslos unterwürfig zu leben haben - ein pars pro toto-Protagonist, repräsentativ für unsere gesamte heutige „Führungs-Elite" aller gesellschaftlichen Bereiche und Felder. Die individuelle Ikone im Passepartout des spätkapitalistischen „Elite"-Personalspektrums sozusagen: dem Kaleidoskop der uns regierenden und unser Leben formenden Daseins- und Schicksalslenker. So etwas wie Warhols Marilyn im Passepartout der Pop-Art. Oder wie Frank Zappa auf dem Cover seiner LP „We’re Only In It For The Money". Oder so.
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KO(S)MISCHE ZEITEN 7
SECOND LIFE VIEWING (BROT UND SPIELE 2008)
Wenn Polen gegen Deutschland gewinnt, und Kroatien gegen Österreich, nachdem am Tag zuvor Portugal die Türkei geschlagen hat, und die tschechische Republik die Schweiz, dann könnten bei einem Sieg von Frankreich gegen Rumänien, einem Unentschieden zwischen Italien und den Niederlanden, einem Sieg von Spanien gegen Rußland und von Schweden gegen Griechenland Tschechien und Portugal in der Gruppe A, Polen und Kroatien in der Gruppe B, Frankreich und die Niederlande in der Gruppe C sowie Spanien und Schweden in der Gruppe D ins Viertelfinale kommen. Bei einem Sieg von Tschechien gegen Portugal allerdings, einem von Kroatien gegen Polen, einem von Italien gegen die Niederlande und von Rußland gegen Schweden könnten allerdings auch die Tschechien und Portugal in der Gruppe A ins Viertelfinale kommen, Kroatien und Österreich in der Gruppe B, Frankreich und Italien in der Gruppe C, und Spanien und Rußland in der Gruppe D. Im Viertelfinale wäre bei einem Sieg von Portugal gegen Tschechien, einem von Kroatien gegen Polen, von Frankreich gegen die Niederlande und von Spanien gegen Schweden ein Halbfinale von Portugal gegen Kroatien und von Frankreich gegen Spanien möglich. Im anderen Fall, bei einem Sieg von Tschechien gegen Portugal, von Kroatien gegen Österreich, von Italien gegen Frankreich und Spanien gegen Rußland, wäre auch ein Halbfinale zwischen Tschechien und Kroatien möglich, und von Italien gegen Spanien. Bei einem Sieg von Kroatien gegen Portugal und von Frankreich gegen Spanien hieße dann das Endspiel am 29.6. in Wien Kroatien gegen Frankreich. Bei einem Sieg von Portugal gegen Kroatien Portugal gegen Frankreich, und bei einem Sieg von Spanien gegen Frankreich Portugal gegen Spanien. Denkbar wäre allerdings auch Kroatien gegen Spanien. Im anderen Fall hieße das Endspiel bei einem Sieg von Kroatien gegen Tschechien und von Italien gegen Spanien dann Kroatien gegen Italien, bei einem Sieg von Tschechien auch Tschechien gegen Italien, und bei einem Sieg von Spanien dann Tschechien gegen Spanien. Denkbar wäre natürlich auch Kroatien gegen Spanien. Bei einem kroatischen Gewinn des Endspiels Kroatien gegen Frankreich wäre Kroatien Europameister 2008, bei einem französischen Frankreich. Bei einem portugiesischen Gewinn des Endspiels Portugal gegen Frankreich wäre Portugal Meister, bei einem französischen wieder Frankreich. Bei einem portugiesischen Gewinn gegen Spanien wieder Portugal, anderenfalls Spanien. Bei einem kroatischen Gewinn des Endspiels gegen Italien wäre wieder Kroatien Europameister, anderenfalls Italien. Bei einem tschechischen Gewinn gegen Italien Tschechien, anderenfalls Italien. Und bei einem tschechischen Gewinn gegen Spanien wieder Tschechien, anderenfalls Spanien. Denkbar wäre auch ein kroatischer Sieg gegen Spanien, dann wäre Kroatien Europameister 2008, anderenfalls Spanien. Das wäre, wie gesagt, am 29.6.2008 in Wien. Während der ganzen drei Wochen hat jeder (nicht nur in Deutschland) ausgiebig Gelegenheit, beim „Public Viewing“ in den Straßen, auf öffentlichen Plätzen, in den Stadien und nicht zuletzt auch in den Medien, als Personal an den Mikrofonen und vor den Kameras, die zeitgenössische Menschheit bei ihrer Event-Flucht vor der Lebensrealität in ein „Second Life“ zu beobachten, zu belauschen und zu besichtigen. Doch in jedem Fall geht danach das „First Life“-Leben wieder weiter. Mit oder ohne „eigenen Meistertitel“ der Realitätsflüchtigen.
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KO(S)MISCHE ZEITEN 8
Bamboozled For China
Während die chinesischen Bürger eifersüchtig darüber wachen , wer von ihnen wieviel gespendet hat, und alle ihre Spenden peinlich genau veröffentlichen, um zu zeigen, daß auch ein Chinese sich und seinen Eigeninteressenshorizont übersteigen und an andere denken kann, streiten sich unsere Abgeordneten gelbgierig darüber, daß ihre sichere Diätenerhöhung nun doch nur in Teilen, und nicht um die vollen 15%, vollstreckt werden soll. Schließlich sei es „zur Zeit“ nicht vermittelbar, warum sich ihre Politiker aus den Taschen der sie finanzierenden Bürger ihr Einkommen um den vollen Inflationsausgleich plus drei bis fünf Prozent aufstocken lassen wollen, während ihnen selbst, wo nicht gar Einkommenskürzungen, so doch nur der „gefühlte“ Inflationsausgleich von drei, vier, fünf Prozent zugemutet werden kann, und das auch nur bei kleineren Bevölkerungsanteilen - denjenigen nämlich, bei denen gewerkschaftlich organisiert Löhne und Gehälter verhandelt werden können. Und wenn sich schon die deutschen Provinzverwalter Steinmeier und Konsorten ihren fernöstlichen Politik- und Wirtschaftsbossen („Who is Hu?“) beugen und aus Angst, sich die nächste Belobigung und Gehaltserhöhung aus China zu verderben, lieber nicht in freier Eigenstaatlichkeit einen freien Dalai Lama in einer freien Republik empfangen, dann könnte die fortgeschrittene politisch-penunziäre Verflechtungsabhängigkeit von Deutschland und China gleich ganz offiziell auf die nächsthöhere Ausprägungsstufe gehoben, in einen deutsch-chinesischen Kapitalkulturaustausch der fortgeschrittenen Art überführt werden: Allen chinesischen Arbeitern und Angestellten wird eine Lohnerhöhung in Höhe der bisherigen Diätenerhöhung deutscher Abgeordneter, also um ca. 9% gewährt, und zwar rückwirkend zum Maimonatsanfang, die sie dann, das eigene Ansehen fördernd, ihren obdach- und einkommenslos gewordenen Mitbürgern in den betroffenen Provinzen ab sofort und laufend monatlich zur Verfügung stellen, um deren Überleben zu sichern. Im Gegenzug dazu wird den deutschen Abgeordneten die volle Diätenerhöhung von 15% nur mit der Auflage gewährt, daß sie die Differenz von 6% an ihnen persönlich bekannte Empfänger von Hartz-IV/ALG-II weiterreichen (Projektbezeichnung: „Bedarfspatenschaft“), denen seit Jahren nur die chronische Erhöhung aller Lebensmittelpreise, nicht aber auch nur die marginalste Anpassung ihrer Sozialhilfe an die Einkaufsrealitäten vermeldet wird - ersatzweise an Rentner, denen mit ein bis einkommafünf Prozent Erhöhung auch nur die Preissteigerungsrate von 1976 ausgeglichen wurde, während es auf Tiernahrungskonserven, der bevorzugten Sonntagsdelikatesse von Verarmrenteten, nach wie vor keine 20%-Rabattaktionen in Baumärkten gibt. Dem zur Zeit noch verbliebenen, immer kleiner werdenden besserverdienenden Mittelstand hierzulande könnte mit einer „Ein-Kasten-Bier-für-einen-Quadratmeter-Wohnfläche“-Werbeaktion von größeren Brauereien eine kleiner Spendenzuschuß für die Mietkosten von ALG-II-Beziehern schmackhaft gemacht werden, sodaß pro Empfänger ein paar Euro für Anschaffungen wie Schuhe, Kleider, Zahnbürsten und Rasierklingen liquide gemacht werden könnten, die bisher mietgebunden waren - oder als Ansparrate für die nächste Praxisgebühr im Fall einer Erkrankung. Parallel dazu leiten die chinesischen Politiker die Sponsorengelder von deutschen Automobilfirmen, die der chinesischen Bauwirtschaft für die Monumentalarchitektur der Olympiastadien und –einrichtungen zugeflossen sind, für den Bau neuer Behausungen und Unterkünfte der Millionen Obdachlosen in den Katastrophengebieten weiter, mit der Auflage eines unmittelbaren Baubeginns, was regional wieder Tausende von befristeten Arbeitsplätzen und Einkommen hervorbringen könnte. Doch die Zeit bis zur Eröffnung der Spiele beträgt nur noch wenige Wochen, und vom Verkauf der Eintrittskarten für das poetische Stadionnest an katatrophenverdrängungsroutinierte, unerschütterliche Jetzt-erst-Recht-auf-heile-Welt-machen-Olympiarauschtouristen nicht nur der deutschen, sondern der ganzen internationalen Reihenhaushintergartenrasengeisteshorizontklasse ist sicher kein Nutzen für die betroffenen Teile der chinesischen Menschheit jenseits des Stadions zu erhoffen. Um also auch der perspektivenlosen Bevölkerung in den betroffenen Provinzen, die nicht einmal ein Kofferradio besitzt, die Wettkämpfe und ihren zu erwartenden Zuschauerjubel wenigstens akustisch verfolgen zu können, geschweige denn einen Bambushocker, auf dem sie dabei sitzen könnte, die Möglichkeit zu sichern, wenigstens als Radiohörer an den glanzvollen und für China ruhmreichen Sportwettkämpfen teilzuhaben, die das Land und die ganze Welt dann so erschüttern und mit olympischem Glanz überstrahlen werden, rufe ich deshalb die Spendenaktion „Ein-Transistor-für-einen-Chinesen“ aus und ins Leben (Email: MadeForChina@online.cn), die ab sofort Sach- und Geldspenden jedweder Art entgegennimmt, um vom Erlös möglichst viele kleine Transistorradios zu kaufen und an die notleidende chinesische Bevölkerung zu verteilen. (Daß selbst der Ankauf der Geräte, die dann nach China geschickt werden, der chinesischen Volkswirtschaft zugute kommen wird, versteht sich bei den nur allzu bekannten globalisierten Produktionsverhältnissen problemlos von selbst.) Ich selbst, in Ermangelung eigener finanzieller Portfolien jedweder Art, spende den Erlös aus der hiermit eröffneten Benefiz-Versteigerung 1.) meines Original-TREESCAPE-Gemäldes von 1993 mit dem Titel „Chinese Treescapes“, sowie 2.) eines Original Vogelnestes (Amsel) mit Eischalenresten der geschlüpften Jungvögel, und 3.) einer Skulptur mit dem Titel „Cuckoo’s Nest“, die Sie am Fuß dieses Blogs besichtigen können. Gebote werden ab sofort von mir entgegengenommen (Email an: BamboozledByLove@online.cn). Deadline für die Gebotsabgaben ist der 8. August 2008, also der Tag der glamourösen Eröffnung der Spiele im (bis dahin hoffentlich noch stehenden) Stadion von Peking. Das Bild mißt 80,0 mal 108,0 Zentimeter, ist Dispersion auf Leinwand (Keilrahmen), leistengerahmt und paßt bestimmt vorzüglich zu stilsicher-fernöstlichen Sitzgarnituren in vielen deutschen Reihenhaus- und Vorstadtvillenwintergärten. Die Skulptur besteht ausschließlich aus natürlichen Materialien, inklusive eines echten Amselnests mit Eischalenresten, ist optisch aufgewertet mit einem vermutlich grippevirusfreien Hühnerei europäischer Freilandproduktion und montiert auf massivem Holzsockel. Höhe: Ca. 80,0 Zentimeter, mit bester Aus-(und Ein-)sicht ins Innere des „Vogelnestes“ und traumhaften Wertsteigerungsperspektiven auf dem internationalen Kunstmarkt. Wetten, daß ?
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FICTION ? SCIENCE !
Das Szenario könnte von Stephen King sein, ist es aber nicht: Die Erde am Anfang dieses, unseres gerade begonnenen und vielleicht nie beendeten 21. Jahrhunderts. Chinas Gaukler-Regime tanzt in billigen Veitstanz-Klamotten für Touristenkameras "tibetische Folklore-Tänze" - während die echten Tibeter hinter Kloster- und anderen Mauern eingesperrt und mundtot bleiben, während chinesische Sicherheitskräfte, Spezialtruppen, die in China wegen ihrer Brutalität besonders gefürchtet sind, in blauweißen Trainingsanzügen die olympische Fackel von Land zu Land über den Planeten tragen - und auch das nur auf "geheimen Strecken", als Medienfassaden-Staatspropaganda-Veranstaltung zur Ablenkung von allen politischen und menschlichen Realitäten des eigenen, unverbesserlichen "Reiches". Und was sagt die notorisch-friedlich-freiheitlich-geistreiche Industrielakaien-Publizistik des ZDF dazu ? "Noch vier Monate Zeit für China, seine Politik zu ändern und am Bild eines guten Gastgebers zu feilen." (ZDF-heute, 10.4.2008, 19.05 Uhr). "Wir produzieren das erste Massensterben auf Erden, das keine natürliche Ursache hat" (Arte, 5.3.2008, 20.15 Uhr / "Das Genie der Natur"). Die diesen Irrsinn täglich und täglich neu produzierende Industrie verbrennt buchstäblich den globalen Boden unter unseren Füßen, verbraucht sämtliche Ressourcen zur Tamagochi- und sonstigen Wichtiggüter-Produktion unter hemmungslosem Verzehr aller, auch der allerletzten Energie- und Lebensquellen, produziert sinnlos ressourcenfressende Zivilisations- und Ökonomie-Strukturen, deren Halbwert-Lebenserwartung nicht einmal mehr eine ganze Generation betragen dürfte, vernichtet zugleich damit nicht nur immer mehr Arten aller Kategorien von Lebewesen (Pflanzen, Tiere - und nicht erst seit gestern auch immer mehr Menschen), sondern die gesamte, lebenstaugliche Biosphäre dieses einzigen, wunderschönen, in üppiger Vielfalt und vor vitaler Harmonie strotzenden, lebendigen und Leben-ermöglichenden Planeten des bekannten Universums schlechthin. Und was nimmt eine verblödete, Konsumkick-demente Zombie-apathische Menschheit als Betreiber, Manager, Erfinder und Verursacher dieser Selbstvernichtungsidiotie davon wahr und zu Bewußtsein, also zur Haltungs- und Handlungsgrundlage ? Den nichtssagenden "Abstraktionswert", der jedes Gehirn und Bewußtsein, aus der Sicht der Verursacher des Wahnsinns wunschgemäß, endgültig erstickt und verlöschen läßt, und deshalb von ihnen immer sofort angeführt wird, wenn sich konkrete Realitäten und ihr Verständnis bedrohlich denkenden Köpfen nähern: die monetäre Schiene der "Vermessung" von Realitäten zu ihrer Verschleierung. "Bis zu 800 Milliarden Euro könnte der Klimawandel die deutsche Wirtschaft kosten", meldet Anfang April 2008, idiotisch und Narrenkappen-beschränkt, das DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung). Ob wir uns die endgültige Welt- und Lebensraumvernichtung, und damit die der Menschheit selbst, also nicht vielleicht doch irgendwie leisten könnten - wenn wir alle nur den Gürtel ein wenig enger schnallen ? Und wer sagt denn, daß wirklich alles schon innerhalb der Zeitspanne einer Generation zu einem geplünderten, toten Sonnentrabanten führen wird, der wie die anderen leblos, sonnenverbrannt und verloren durch den dunklen Weltraum torkelt ? Daß die Rohstoffquellen wirklich erschöpft sind ? Gerade jetzt werden doch schließlich immer noch einige letzte, allerletzte Vorräte, noch einige planetarische Reserven, die letzten Notvorräte der Erde enthüllt und entdeckt, die wir noch schnell verbrauchen können, bevor die nächste Generation davon überleben könnte - und zwar dank der Klimakatastrophe, die uns diese Schätze erst offenbart und freilegt! Von welchen Schätzen da die Rede ist ? Na, "alles, was Frauen und Autofahrern Spaß macht: Diamanten und Gold, Erdöl und Erdgas." (Bernhard Klinzing/Frankfurter Börsenbrief in der Sendung: "Arktis - Kalter Krieg am Pol", auf die Frage, was denn da in der Tiefe des Nordpols lagere und nun gefördert werden könne; 3Sat-"Börse", 1.2.2008, 21.30 Uhr). So einfach ist das doch alles! Wer sollte sich da einen Kopf um die Menschheit und ihre Welt machen, wenn alles, "wie bei Hempels unterm Sofa" (Maybritt Illner, ZDF, 10.4.2008, "Das Geschäft der Gierigen"), in solchen leeren Köpfen doch durchaus noch da ist - man muß nur nochmal gründlich nachschauen! "Das Pendel des Geistes schwingt zwischen Sinn und Unsinn, nicht zwischen richtig und falsch.", erkannte schon Carl Gustav Jung - doch der heutige, zeitgenössische Irrsinn einer Weltgestaltung und -betreibung hätte womöglich selbst ihn noch seiner Sprache und Kommentare beraubt. "Wenn Mord Vernunftgründe hat, dann leben wir und unsere Zeit in ihrer Konsequenz. Hat er keine, so leben wir im Irrsinn.", stellte Albert Camus (in: "Der Mensch in der Revolte") lakonisch fest - doch auch er ahnte wohl noch kaum etwas von der Dimension einer Menschheits(selbst)vernichtung, die der gegenwärtige Irrsinn repräsentiert, und die Klinikreife seiner Politiker, Wirtschaftsmacher und -planer, und der ihnen ausgelieferten Bevölkerungen. Und so wird kaum noch ein akademischer Diskurs, kaum noch eine "salonfähige" Hülsenrhethorik den Sachverhalten und Realitäten, die wir täglich produzieren, bewohnen, registrieren und pathologisch abspalten, da wir zu somnambul-beschränkt sind, um wirklich welt- und wirklichkeitsverändernd (und damit -rettend) zu handeln, gerecht. Helfen da vielleicht die reichen, virtuosen Mittel und der breite Fächer des poetischen Instrumentariums, einen Eindruck von sich selbst in der nicht mehr eigenen Welt zu gewinnen, noch ehe sie durch Vernichtung und Kollaps, in Untergang und Katastrophe ein letztes Mal sich realistisch ins Bewußtsein meldet und zurückzwingt ? Seit ich meine selbst gesprochene, vertonte und verlegte "Textoper" mit dem Titel "NEUES VOM RAUMSCHIFF ERDE" zum ersten Mal veröffentlichte (ein von mir erfundenes Genre, 1975), wurde und wird sie von Medien unterschlagen, vom Publikum geflissentlich ignoriert - und von Verlagen bis heute boykottiert. Auch die, ebenfalls von mir selbst verlegte, "25th Anniversary Edition", kurz nach und zu den Anschlägen auf das World Trade Center 2001, wurde und wird bis heute boykottiert und dem Publikum vorenthalten. Aber ganze Passagen des Werks sowie der von mir entwickelte Vortragsstil des Opus (auf Cassette vorgetragen und klangillustriert) - eine neue Art, Lyrik zu "performen" - wurden nach der Neuauflage von einer Schmarotzer-Kultur"förderungs"-Mafia als "Poetry-Slam" eingeführt und seither vermarktet, aus offenkundiger Substanzlosigkeit der Betreiber wie ihrer Kinderröhren-Marionetten allerdings nur mit marginaler Bedeutung und Resonanz - ebenso wie die billigen Imitationen und Plagiate anderer Teile meines übrigen lyrischen (und sonstigen) Werks, die aus meiner Schublade "auf wundersame Weise" zu solch hoffnungslos überschätzten, lebenslänglich einfallslosen Kleingeistschreibern und Grüne-Zahnarztwitwenlyrikkränzchen-Bezauberern wie Enzensberger (dessen Eltern die einzige beachtliche lyrische Leistung in seiner Sphäre hervorgebracht haben, als sie das Hänschen mit zweitem Vornamen "Magnus" tauften und ihm so einen klangvollen "Nimbus" mit auf den Lebensweg gaben, von der das trübe Hänschen bis heute zehren kann) getragen und von ihnen nach ihren beschränkten Flachhirn-Horizonten, inhaltsleer und banalfürzchend, "imitiert" werden (in der absurd-ignoranten, sachunverständigen Spatzenhirn-Hoffnung wie bei allen anderen Verbrechen an mir, es möge mein unveröffentlichtes Werk nach all den Jahrzehnten der Unterdrückung und Verleugnung auch für jede künftige Publikation schon im voraus zugrunde gerichtet, banalisiert haben). Und so freue ich mich, Ihnen hier und heute wenigstens den Text des Genre-Originals und -Erstlings zur Lektüre präsentieren zu können. In vollem multimedialen Umfang wird es ohnehin auf Dauer nicht zu unterdrücken und verhindern sein und irgendwann wieder das Licht einer, diesmal breiteren Öffentlichkeit erblicken: In gebührend großen Ausstellungen, als Buch-Edition mit CD - vielleicht sogar wieder in Performance-Lesungen, falls ich dazu Lust habe! Also nehmen Sie sich etwas Zeit, stellen Kaffee heiß und das Handy ab - und kommen Sie mit auf meine Reise über eine Erde, die erst am Anfang des 21. Jahrhunderts so richtig so geworden zu sein scheint, wie ich sie schon Anfang der 70er Jahre (über-) schaute und sah. Steigen Sie ein: http://eichlerblog.wordpress.com/neues-vom-raumschiff-erde. In "NEUES VOM RAUMSCHIFF ERDE" werden Sie nicht nur die Welt von heute, im globalisierten Hier und Jetzt, erkennen und verstehen lernen. Sondern vielleicht auch sich selbst. Und: Wohin es Sie (und sie) am Ende führen wird! Wird? Wird!
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KO(S)MISCHE ZEITEN 6I M A G I N Ä R E B A U S T E L L E
DIE GROSSEN SCHICKSALSLENKER, HARTZ-REFORMER UND KRIEGSVERHINDERER DER WELTGESCHICHTE, DRAHTZIEHER, AKTIENPAKETSCHNÜRER UND DURCHBLICKER DURCH BLUSEN, HOSEN UND WÄNDE VON EIGENEN GNADEN, ALLVERMÖGENDE GARTENPARTY-PAPIS UND -MUTTIS EIGENER BILDUNG, AUS- UND EINBILDUNG, DIE LOCKEN DREHEN, LÖFFEL VERBIEGEN UND EIN HALB VOLLES VON EINEM HALB LEEREN GLAS CHARDONNAY UNTERSCHEIDEN KÖNNEN UND DIE UNTER- UND ERGEBENEN BLATTLÄUSE IHRES DRÖGE-BANALEN HALLUZINATIONSSPIESSER-BEKANNTENKREIS-"KOSMOS" AUF DEN GRÜNEN WEIDEN DES BÜRO- UND KAFFEEKRÄNZCHEN-ALLTAGS UND -LEBENS NACH STRICH UND FADEN (VOR-)FÜHREN UND MELKEN, DER PUDEL-CLUB ARTIG- UND ADRETTFRESSIGER STUMPFSINNS-GANOVEN ALS "VERTRAUENSWÜRDIGE" SCHUTZGELD-MAFIA, ALS ARG- UND HARMLOSE "FREUNDE" UND "VERTRAUTE", ALS "HELLSEHER", "HEILSBRINGER" UND "ERBAUER" ILLUSIONÄRER LÜGEN-"WELT(EN)", ALSO DIE "KO(S)MISCHEN" STAMMTISCH-"HELDEN" DES "HOCHGEKREMPELTEN HOSENBEINS" UND ANDERER "ERLEUCHTENDER" INITIATIONS-RITUALE DER MAURER-, ILLUMINATEN- UND SONSTWIE-ADEPTENTROTTEL-LOGEN MIT IHRER KEGELCLUB- UND SKATVEREINS-GEISTIGKEIT "HÖHERER ORDNUNG", AM DÜSTEREN PARALLELEBENEN-MALLORCA IHRES HALLUZINIERT "HÖHEREN" B-EBENEN-"HIMMELS" NIEDRIGSTER UND VERGÄNGLICHSTER SORTE GESTRANDET UND SICH DORT, VON EIGENER MÖCHTEGERN-WICHTIGKEIT BESOFFEN UND UNBELEHRBAR, UNVERSTÄNDIG UND BESCHRÄNKT WIE IN ALLEN IHREN KLEINGEISTIGEN DINGEN, FÜR "BEFREIT" UND "WISSEND" HALTEND, OHNE DEN LEISESTEN SCHIMMER, DEN BLASSESTEN DUNST, JEDE WIRKLICHE UND SUBSTANTIELLE AHNUNG VOM KOSMOS, MENSCHEN, LEBEN UND/ODER SCHICKSAL DES PLANETEN UND HÖHERER WIRKLICHKEITEN, IN DEBIL-HYBRIDER SELBSTZUFRIEDENHEIT ALS PRIVAT- UND PERSÖNLICHKEITSSPHÄREN-SCHMAROTZER IM LEBEN ANDERER HERUMPFUSCHEND UND -WURSCHTELND, OHNE MIT DEM EIGENEN ETWAS SINNVOLLES UND SINNVOLLERES ANFANGEN ZU KÖNNEN, ALS SICH AN ANDEREN ZU BEREICHERN, ANDERE ZU BERAUBEN, ZU MORDEN, STEHLEN, FOLTERN, SIE AUSZUPLÜNDERN, IM HARMLOSESTEN FALL IN DIE IRRE ZU FÜHREN UND UM IHRE LEBENSENERGIEN, IHRE SELBSTBESTIMMUNG, IHR WIRKLICHES HÖHERES ENTWICKLUNGSPOTENTIAL ZU BRINGEN - IN NIEDERTRACHT VEREINT UND IHR GANZES UMFELD IN SINNLOSEN LEERLÄUFEN UND SINNLEEREN SELBSTZWECK-AKTIVITÄTEN BESCHÄFTIGEND AUF IHREM KRIMINELLEN, UNGERADEN, ERRATISCHEN UND NUTZLOSEN WEG NACH NIRGENDWO, KURZ: DIE HALLUZINATIV-IMAGINÄRE "KO(S)MISCHE BAUSTELLE WELT" SCHÄBIG-CHARAKTERLOSER SPATZENHIRN-WÜRSTCHEN UND SOMNAMBULER MUTTISOFA-OKKULTISTEN-TROTTEL AUF GROßMANNS-HALLUZINATIONSTRIP, OHNE WIRKLICHE "STELLE", OHNE JEDE LEISTUNG, OHNE JEGLICHEN ÜBERBAU, BAUPLAN, UND OHNE JEDEN TATSÄCHLICHEN "BAU", DER SO GENANNT WERDEN KÖNNTE, ZUR BLENDUNG UND TÄUSCHUNG IN GLAMOUR-MANAGER-MASKEN UND -ANZÜGEN POSIEREND, DEN KOPF LEICHT ERHOBEN ODER HEUCHLERISCH "DEMÜTIG", "BESCHEIDEN" GESENKT, UM DIE NICHTIGKEIT UND LEERE ZU KASCHIEREN, DAS NICHTS, DAS SIE, IHR DASEIN UND SOSEIN AUSMACHT UND "REPRÄSENTIERT", VOR ALLEM ABER OHNE JEDE BEDEUTUNG, JEDES ZIEL, JEDEN SINN, OHNE IRGENDEINEN NUTZEN FÜR IRGEND JEMANDEN AUßER FÜR SIE SELBST - DAS ALLES KENNZEICHNET DEN "GEIST" UND "KOSMOS", DIE HIRNE, DAS WESEN UND DIE "PERSÖNLICHKEITEN", DAS VERGÄNGLICHE, WELTLICHE, KLEINKARIERT DÄMLICHE SPIESSER- UND BÜRGER-EGO DER MÖCHTEGERN-"KOSMIKER" EIGENER VERHERRLICHUNG UND AUFSCHÄUMUNG, DAS AUTOHALLUZINIERTE, LUKRATIVE ILLUSIONS-"IMAGE" DER SEGENSREICHEN "KOSMISCHEN (INNEN-)WELT-HERRSCHER" - UND DIES, ALS KRÖNUNG UND SAHNEHÄUBCHEN IHRER SCHAUMSCHLÄGER-ONANISTEN-TORTE, AUCH NOCH "DER JAHRHUNDERTE" (WAS SCHLIEßLICH IN JEDEM GESCHICHTSBUCH NACH-, AM ZUSTAND UNSERER ERDE, UNSERER GESELLSCHAFTEN, IN POLITIK, WIRTSCHAFT, ÖKOLOGIE UND SCHICKSALSWERDUNG UNMIßVERSTÄNDLICH UND ERKENNTNISREICH ABZULESEN IST)!
ABER LESEN SIE SELBST:
Frage: Sie sagen, während man sich der Wahrheit allein durch individuelle Bemühung zu nähern vermag, daß die Arbeit andererseits kollektiv und von einer Autorität organisiert sein muß. Die geheime Bruderschaft der Adepten ist eine Gruppe von Menschen, die sich, wie Sie selbst, von allen Begrenzungen befreit haben und zur Wahrheit gelangt sind; aber, wie Sie selbst, haben sie ein gewisses selbsterwähltes Werk übernommen in Bezug auf die Förderung des allgemeinen Wohles der Welt. Sie inspirieren große Reformen in jeder Abteilung des Lebens und arbeiten mit Methoden, über die nur sehr wenig bekannt ist, die aber unermeßlich wirkungsvoll sind. Ihre Zusammenarbeit ist vollkommen, ihre Organisation perfekt, sie erkennen einen absoluten Herrscher an - aber im Leben sind sie absolut frei. Solch eine Art zu leben scheint die logische Folge Ihrer Lehre. Verneinen Sie, daß das so ist ? Oder gilt Ihre Herausforderung vielmehr der populären Verwechslung der Wahrheit mit organisiertem Wirken im Dienste der Menschheit ? Krishnamurti: Als erstes müssen Sie verstehen, was ich mit kollektiver und organisierter Arbeit meine. Sie behaupten, daß es eine geheime Bruderschaft gibt, die die Arbeit für die Menschheit organisiert zur Förderung des Wohles der Welt. Anzunehmen, daß es solche gibt, die Wissen besitzen, die Wahrheit erkannt haben und aufgrund dieser Erkenntnis Methoden gebrauchen, über die, wie es heißt, nur sehr wenig bekannt ist, wobei sie spezielle Vermittler und Botschafter erwählen, die ihre Arbeit verrichten und Organisationen inspirieren, die dessen würdig sind - in meinen Augen gründet eine solche Annahme auf einer Illusion, die dazu führt, daß der Mensch zu seinem eigenen "Wohle" ausgebeutet wird...!
("Star Bulletin", September 1931)
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KO(S)MISCHE ZEITEN 5UNSER PERIPETISCHER ALLTAG
Der ganz normale Wahnsinn
In der, vor allem westlichen, Welt kann seit einiger Zeit ein Meta-Spiel gespielt werden. Aber die Spielregeln oder sogar die Tatsache, daß überhaupt ein Spiel gespielt wird, sind vielen unbekannt. Die Uneingeweihten nennt man naiv oder provinziell, Lügner oder Idioten. Jenen, die nichts von einer Verschwörung hinter verschlossenen Türen wissen (wollen), bleibt eine ganze Welt von Betrügereien verborgen. Die im Dunkeln tappen, können noch ausgebeutet werden. Das Spiel ist eine Synthese aus verschiedenen Taktiken und wird in allen Arenen der Gesellschaft gespielt, in denen man sich mit krummen Touren Vorteile verschaffen kann. Die Regenbogenpresse bedient sich bereits so mancher Taktiken des Spiels, indem sie Berühmtheiten entwirft und züchtet, sie aufbläst und sie, im Falle von Fernsehwerbespots, auf Foto-Objekte reduziert und diese dann animiert. Diese Zeitungen veröffentlichen regelmäßig kleine Häppchen der Spielregeln aus populärpsychologischen Büchern, in denen man erfährt, wie man Leute manipuliert (FOCUS, 11.2.2007: "Die Spielregeln der Karriere", etc.). Diese Bücher haben ihren Ursprung in dem alten Schlachtroß "How to Win Friends and Influence People" von Dale Carnegie, dessen Vorläufer "Der Prinz" von Machiavelli ist. In ihrem herausragenden Essay "Manipulativeness in Entrepreneurs and Psychopaths" weist Ethel Spector Person darauf hin, daß der Adept die gleichen Eigenschaften wie der gesellschaftlich sanktionierte Unternehmer aufweist. Ihre Manöver werden nur nach Dezibel unterschieden, wobei die des Adepten "lauter" sind. Diese Machenschaften stehen jedem Adepten (oder Okkultisten) als ein Sammelsurium von Werkzeugen zur Verfügung, die ohne weiteres von jedem benutzt und gegen irgendjemand eingesetzt werden können. Aufgrund des apokryphen Charakters dieser Vorrichtungen gibt es keine Gruppen, die das natürliche Opfer dieser Machenschaften wäre. Es sind mechanistische Vorrichtungen, die nichts mit "Natur" zu tun haben... Das Spiel ist ein Helden-System, in dem der Organismus versucht, sich auf Kosten eines realen oder fiktiven Antagonisten aufzublasen und in Szene zu setzen. Der klinische Adept hat das Spiel in seiner spartanischsten Form total verinnerlicht, unbeeinflußt von einem verinnerlichten anderen, mit dem er verhandeln müßte. Dieses Sich-Aufblasen dient der Abwehr von Endlichkeit und Tod. Virtuell oder wörtlich kann so echte narzistische Befriedigung erlangt werden, um über die eigene Geringwertigkeit und die Unvermeidbarkeit des eigenen, unbedeutenden Verfalls zu triumphieren, wie Ernst Becker in seinen Büchern "Das Leugnen des Todes" und "Die Struktur des Bösen" ausführt. Obwohl der Adept eine fast beängstigende Begeisterung für das Spiel zeigt und sich ihm völlig verschreibt, geht er nicht so weit, sich auf das ruhmreiche Werben des Todes einzulassen, es sei denn durch einen Stellvertreter. Hier weicht seine Internalisierung des Spiels von dessen Regeln ab. Mit Fair Play hat der Adept einfach nichts zu tun. Der Adept als Maschine, die er ist, kann sich nicht vorstellen, daß er einmal aufhört zu funktionieren: indem er sie jedoch mit seiner Obsession zu steuern in Gang hält, wird sie sich im letzten Moment selbst kurzschließen, bevor sie endgültig "abgeschaltet" werden soll. Die Maschine selbst betrachtet dies jedoch nicht als heldenhaft; es ist lediglich eine letzte kleine Geste. Beim wahren Heldentum ist ein persönlicher Tod mit Glanz und Glamour der ruhmreiche Höhepunkt eines risikoreichen und aberwitzigen Energieaufwands und der Furchtlosigkeit des Helden. Der Adept ist in den seltensten Fällen ein Selbstmörder. Obwohl er vorgibt, das Spiel bis zum äußersten zu spielen und einen Stellvetreter mit den teuflischsten Mitteln dazu zwingen würde, sich in wahrhaft lebensgefährliche Situationen zu begeben, rettet er doch immer seine eigene Haut. Der Adept mag den Tod umwerben, aber es ist der Tod eines anderen. Der Weg des Adepten ist so übersät von zerschundenen und zerrissenen Körpern und von Leben der anderen, er wirft sie weg, läßt sie als verbrauchtes Material auf dem Weg zu seinem nächsten Opfer zurück. Während er den Eindruck erweckt, er sei tief betroffen von den Lebens- und Todeskämpfen, die er seinem letzten Opfer bereitet hat, war er tatsächlich immer leer und unbeteiligt. Der Adept wird oft fälschlicherweise asozial genannt, in Wirklichkeit ist er jedoch als übersozialisiert zu betrachten, und was tatsächlich zu beobachten ist, ist die Leier einer gelangweilten und launischen Maschine mit einem Faible für Boshaftigkeiten. Das Modell des Adepten ist ein verfaultes Ei oder ein wurmstichiger Apfel, dessen Schale intakt zu sein scheint, ähnlich einer semantischen Aphasie, die auf ein traumatisches Erlebnis oder eine Verletzung des Bereichs des Gehirns zurückgeht, in dem Bedeutung hergestellt wird, ohne daß der Sprechapparat aus Mund und Zunge eine erkennbare Beschädigung aufweist. Der Patient äußert perfekt gebildete Wörter und Sätze, ist jedoch nicht in der Lage, innerhalb eines potentiell erweiterten Kontexts die Bedeutung seiner Worte zu erfassen. Die Störung des Adepten ist derart verborgen, daß klinische Untersuchungen oder die Vernehmung in einem Gerichtssaal nichts ergeben werden und lediglich ein gesundes, liebenswertes und intaktes menschliches Wesen vorführen. Nur durch die Handlungen des Adepten, welche im Gegensatz zu seinen unverbindlichen und wohlgesetzten Worten stehen, durch den gähnenden Abgrund zwischen dem, was er sagt und dem, was er tut, kann man das Ausmaß seiner Störung und seiner Täuschung ermessen. Nach psychiatrischem Paradigma ist der Adept in seiner epistemologischen Phase, in der sich ein Kind zwischen seinem 6. und 14. Lebensjahr befindet, steckengeblieben. Diese Phase geht jener voraus, in der die Bedürfnisse der anderen positiv in die eigene Welt integriert werden. Der Kampf, der später zu einem Hadern und Streiten mit dem Gewissen werden wird, wird beim Zwölfjährigen und beim Adepten weder internalisiert noch abstrahiert. Die Welt teilt sich in zwei Lager: auf der einen Seite die, die seine Bedürfnisse befriedigen, auf der anderen die, die ihm einen Strich durch die Rechnung machen. Geht man davon aus, daß Bedürfnisse, wie von einem Zehnjährigen, als absolut und global erlebt werden, so besitzt der unermüdliche und beharrliche Kampf um die Durchsetzung der eigenen Interessen eine gewisse Logik. Wenn es dem Adepten gelungen ist, Haltungen und Handlungsweisen potentieller Opfer herauszufiltern und zu erkennen, kristallisiert sich sein schematischer Plan, seine klaustrophobische Logik - seine Entschlossenheit, die Menschen, die das Pech haben, seinen Weg zu kreuzen, nach einem genauen Plan zu dirigieren und zu beherrschen. Dies zeigt ungeschminkt, wie armselig und beschränkt er ist. Wenn der Adept und sein Opfer ein vertrautes Verhältnis haben, so kann es vorkommen, daß er in seiner Nachahmung eines menschlichen Wesens ein wenig danebenliegt. Wenn er mit Worten und Gesten ein bestimmtes Gefühl zum Ausdruck bringen will, wirkt er oft hölzern und gekünstelt. Wenn man eine Gefühlsregung erwarten würde, wie beispielsweise bei der Nachricht vom Tode eines Freundes oder Verwandten, kann er unvermittelt abwesend und cool erscheinen. In anderen Fällen, wenn der Adept vorgibt, sein Herz auszuschütten, kann es sein, daß er "zu dick aufträgt" und die Vorstellung so zu einem wenig überzeugenden und heuchlerischen Rührstück gerät. Der Adept hat große Angst, seinen Auftritt zu verpatzen, wenn er feststellen muß, daß es ihm nicht gelungen ist, die Erfordernisse der Situation genau zu erfassen. Wenn er dabei erwischt wird, wie er unglaubwürdige Gefühle zur Schau stellt, und (s)ein Opfer oder Zeuge "ihn zur Rede stellt", kann es bei ihm zu einem abrupten Wandel kommen, und er zeigt sein "wahres Gesicht": er "schäumt vor Wut", wenn auch nur für einen kurzen, verräterischen Moment. Der Adept trägt stets eine Maske, außer wenn er offen aggressiv ist. In einer psychologischen Projektion überträgt er seltsamerweise seine Wut auf sein Opfer und macht es dafür verantwortlich, daß er seine wahren Gefühle unterdrücken muß - schließlich wird von ihm erwartet, daß er "mitspielt". In diesem Fall nimmt die Wut einen selbstgerechten Affekt an. Der Adept kann sich ein Artefakt namens "Spiegelvorrichtung" schaffen, um sein Opfer zu manipulieren. Mit Hilfe dieser Vorrichtung schneidet er seine Neigungen und Ansichten auf die des Opfers zu und gewinnt so dessen Vertrauen und Zustimmung. Eine Übereinstimmung unter Vorspiegelung falscherTatsachen wird hergestellt, vorausgesetzt, das Opfer läßt sich hinters Licht führen. Selbst wenn der Adept tatsächlich "Ich auch, Bruder..." sagt, fließen seine wahren Gefühle nicht in die Interaktion ein. Er muß sein Opfer aber nicht immer spiegeln, er kann auch eine Rolle spielen, die das Opfer akzeptiert. Ein gutes Beispiel dafür ist der Wolf in "Rotkäppchen". Betrügereien sind Werkzeuge. Das Ausmaß des Schadens, den sie anrichten können, hängt vom Zweck ihres Einsatzes ab. Die "Spiegelvorrichtung" ist für den Adepten ein Werkzeug, um sein Opfer weichzuklopfen und es für seine Manipulationen empfänglich zu machen. Der gezielte Gebrauch von "Spiegelvorrichtungen" war in Deutschland zur Nazizeit gang und gäbe. Um nur ein Beispiel zu nennen: es wurde eine perfekte Imitation des Bahnhofs von Treblinka gebaut, mit der ausdrücklichen Absicht, die Gefangenen glauben zu machen, sie seien an einem harmlosen, freundlichen Ort angekommen. Dieser sogenannte Bahnhof war ein Konzentrationslager. Als Vorspiel der Errichtung und Animation einer "Spiegelvorrichtung" muß sich der Psychopath erst auf Informationsjagd begeben. Empirische Daten dienen seinem Zweck in diesem Fall am besten. Diese Informationen herauszubekommen und zu manipulieren, erfordert äußerste Wachsamkeit und Dissoziiertheit. Soll eine "Spiegelvorrichtung" aufgebaut werden, so sind eine Menge Hausaufgaben zu machen. Die Person, die der Adept errichten muß, sollte ein Artefakt auf der Grundlage der über sein Opfer gesammelten Informationen sein. Diese Informationen kann er sich aus Berichten, Aufzeichnungen, von Freunden und Nachbarn oder durch Beschattung des Opfers beschaffen. Falls er durch offene Befragung zu den Informationen gelangen muß, kann er sich dazu wiederum einer Spiegelvorrichtung bedienen. Er kann sich z.B. irgendeine Uniform anziehen und amtliche Befugnis vortäuschen. Er kann sich als Krankenschwester oder Polizeibeamter verkleiden. Er kann sein Opfer oder dessen Freunde betrunken oder "stoned" machen, indem er so tut, als wolle er sich ganz zwanglos in Gesellschaft eines guten Freundes entspannen. In der heutigen Zeit der Abstinenz kann ein Treffen der Anonymen Alkoholiker ein ebenso guter Ort zur Informationsbeschaffung sein wie es in früheren Zeiten die Bar war. Das Gebot, sich zu bekennen, herrscht hier gleichermaßen, und es ist in beiden Fällen äußerst wahrscheinlich, daß der Betreffende sich entspannt und "sich öffnet". Im Geschäftsleben nennt man die Jagd nach Informationen Marktforschung. Während einer Informationsjagd tut der Adept gut daran, die polaren Leidenschaften seines Opfers herauszufinden; das, was es am meisten liebt und was es am meisten haßt, seine größten Hoffnungen, seine größten Ängste. Wenn er mit diesen Informationen ausgerüstet ist, kann er im Spiel um Belohnung und Bestrafung für die entscheidende Wendung sorgen, indem er über sein Opfer wegen einer tatsächlichen oder vermeintlichen Schwäche herfällt. Manchmal arbeitet der Adept auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Ein klasssisches, wenn auch arg strapaziertes Beispiel ist das des geschäftstüchtigen Künstlers, der einen reichen, weiblichen Gönner einlädt, "meine Radierungen zu sehen". So kann er ihr, während er versucht, ein Werk zu verkaufen, gleichzeitig vermitteln, wie anziehend er sie findet, indem er beispielsweise ihr Knie tätschelt. Dadurch, daß er mehrere Köder gleichzeitig auslegt und darauf wartet, bei welchem sie anbeißt, kann er seine Taktik variieren, falls das Spiel anders ablaufen soll. Wenn die von ihm offiziell verfolgte Taktik vom Opfer nicht ausdrücklich oder stillschweigend akzeptiert wird, kann er von ihr abrücken und behaupten, es sei alles "nur Spaß" gewesen. Er wird versuchen zu leugnen, daß irgendetwas wirklich passiert ist, und auf die Instabilität und Beliebigkeit der menschlichen Wahrnehmung von Wirklichkeit hinweisen. In diesem Fall wird er zuweilen "ausweichend" genannt, weil er ständig von einer Taktik abweicht und eine neue anwendet, je nachdem, welche gerade vorteilhafter ist. Er wird auch hinterhältig und schäbig genannt, unaufrichtig und opportunistisch, korrupt und mies. Seine Art zu reden könnte man als doppelzüngig und ausweichend oder, freundlicher ausgedrückt, als indirekt oder sich in Andeutungen ergehend bezeichnen. Ebenso wie in Amerika bei Studentinnenversammlungen potentielle neue Mitglieder "angeheizt" werden, kann der Adept versuchen, sein Opfer übermäßig zu stimulieren, indem er eine fiebrige Atmosphäre erzeugt und eine Krise vortäuscht, um es dazu zu veranlassen, seine Entscheidungen unvorsichtig und überstürzt zu treffen. Er kann sein Opfer "abwürgen", genauso wie ein Politiker versuchen kann, einen Gesetzesentwurf durch Obstruktion zu verhindern. Dinge, die wie harmlose Zufälle erscheinen, durch die der Adept jedoch einen entscheidenden Vorteil erlangt, können das Ergebnis seiner unablässigen Ränke sein. Er kann sich einer Reihe von Mitteln bedienen, um zu verhindern, daß sich sein Opfer und eine dritte Person oder eine Gruppe treffen, und es mit prosaischen Ausreden wie der, seinen Schlüssel verloren zu haben, krank zu sein, kein Benzin mehr zu haben oder durch andere unvorhergesehene Widrigkeiten ablenken. Der Adept kann feststellen, daß die Anordnung der Elemente seines Spiels, seien es Personen, Objekte oder Ereignisse, seine Pläne vereiteln könnte; er kann die Situation bereinigen oder er kann warten, bis sich eine Veränderung ergibt, welche günstigere Bedingungen für die Realisierung seines Plans schafft. Eine Veränderung, die einem Außenstehenden völlig belanglos erscheinen mag, kann den Adepten zum Handeln veranlassen. Die Strategie des Wartens auf eine neue Anordnung hat Ähnlichkeit mit der Entscheidung, bei einem Geisteskranken eine Schocktherapie anzuwenden. Hier hoffte man früher, daß die Rekonfiguration im Gehirn durch Elektroschock therapeutischen Erfolg hat. Der Arzt und gewiß auch der Patient hatten nur wenig Einfluß auf die Art der Rekonfiguration; bei dieser Strategie rechnete man einfach mit einem glücklichen Ausgang. Beim Adepten ist lediglich sicher, daß seine relativ passive Strategie, auf eine neue Anordnung zu warten, nur dann zu Anwendung kommt, wenn sie das letzte Spiel ist, das noch gespielt werden kann...
Cady Noland * * *
(Nachtrag: Cady Noland sprach in seinem Essay vom "Psychopathen". Der Begriff wurde von mir durchgängig durch "Adept" ersetzt. NAE) Den vollständigen EICHLER-BLOG seit Gründung Okt. 2007 finden Sie unter: KO(S)MISCHE ZEITEN 4P I N 6 6 6
(Peripetic Inside Network / "Cosmic Hierarchy")
"Das Gesetz der Starken: das ist unser Gesetz und die Freude der Welt... Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern... Es gibt keinen Gott außer dem Menschen... Die Sklaven sollen dienen." (Aleicester Crowley)
Satan ruft zum Heiligen Krieg gegen die Christen auf, regelt die Ordenshierarchie, skizziert die Struktur der ("matrimonialen") Gesellschaft und des Staates, legt den Kult fest. Die Welt wird der Crowley-Bewegung gehören. Im anbrechenden apokalyptischen Krieg tragen die Crowleyaner als Erkennungszeichen den fünfzackigen goldenen Stern mit eingeschriebenem roten Kreis. (...) Sie essen Augen, Hirn und Herz der frisch erschlagenen Feinde. Jesus, Maria und die Kirche werden unterliegen, die "Große Hure BABYLON" wird siegen, und das "Tier" König sein. Der crowleyanische Staat wird eine magische Monarchie sein. Die Gesellschaft zerfällt in zwei Klassen, in "Gods" und (das Palindrom) "Dogs". "Die Dogs sollen machtlos dienen, die Gods sollen regieren." Dennoch: "Unsere Sklaven sollen freie Männer sein. Sie sollen arbeiten, wo sie wollen, wann sie wollen, und wie sie wollen. Der Unternehmer mag sie heuern und feuern wie er will." Der Staat mischt sich nicht ein in Wirtschaft, Erziehung, Sicherheit der Bürger. Das nennt sich "Controlled Anarchy".
Josef Dvorak (österreichischer "polymorph-perverser" Satanist und Crowleyaner zu Ziel und Strategie des selbsternannten Großmaul-"Hierarchie"-Abschaums / 1989)
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KO(S)MISCHE ZEITEN 3SECOND LIFE
Eine kurze Geschichte der Zeit vor dem Ende
Und das war so schön, daß sie buchstäblich über sich hinauszuwachsen, sich tatsächlich für wahre Götter und Größen zu halten begannen, denen der Planet Erde am unteren Ende ihrer kurzen Stummelbeinchen buchstäblich zu Füßen lag, verfüg- und gestaltbar nach ihrer Lust und Laune, und sie sich selbst fortan nur noch als "kosmisch", die wahre Realität der Menschen und des Planeten nur noch als ihr Spielfeld und ihr SECOND LIFE als maßgebliche Wirklichkeit zu betrachten pflegten. Schließlich klappte das ja auch alles ganz einfach: Mutti hat's geglaubt, die Tochter und der Sohn sowieso, und auch die Kollegen im Büro, in der Fabrik, am Arbeitsplatz - ebenso wie jeder andere, der noch nicht bewandert war im SECOND LIFE und deshalb noch halluzinativ zu faszinieren war von der fiktiven "höheren Realität" einer unvertrauten „Hinter-den-Fassaden“-Wirklichkeit, von der aus man erfolgreich das fiktive "Alter ego" einer "wahren", „höheren“ Identität in die blinde Umwelt projizieren, die nüchterne Betrachtung der realen eigenen Würstchenpersönlichkeit mühelos übermalen und ausblenden konnte. Und alle anderen ließen sich ja, ohne daß ihnen irgendwas explizit gesagt und wirklich mitgeteilt worden wäre, mühe- und widerstandslos davon faszinieren, glaubten blind, daß da etwas "Höheres" sein mußte hinter den Kulissen der gewöhnlichen Materiewelt, da man ja selbst nur ein niederer, blinder Zeitgenosse war, der davon nur wenig wußte und schon garnicht genug verstand.
Und so kam es, daß erst einige Beteiligte, dann immer mehr einzelne ganzer Familien, Gruppen, Organisationen, Institutionen, Administrationen, Länder und Nationen, schließlich eine ganze Menschheit zunehmend ihren Verstand verloren, geopfert auf dem Altar der Illusion, SECOND LIFE sei ein "höheres" Leben und damit auch eine "höhere" Perspektive als die wahrnehmbare und gewohnte, die belebte, bewohnte und bewohnbare, überprüfbar reale Wirklichkeit mit ihrem vertrauten und verläßlichen Kognitionsgefüge, ihrem Realitätskonsens und dessen philosophischen Vernunft-Paradigmen. Die Menschen verloren zunehmend das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung von Wirklichkeit, in die eigene Urteilskraft und das eigene Denkvermögen, mißtrauten zunehmend jedem anderen Menschen, da allen Menschen nur noch als "Fassade", "Maske", "Persona" eines dahinter liegenden "SECOND EGO" und damit distanziert zu begegnet war, mit "verborgenen", "unausgesprochenen", "symbolischen", also unan- und unausgesprochenen Haltungen, Absichten und Ambitionen, und nicht mehr auf der Basis eines geschichtlich gewachsenen, selbstverständlichen zwischenmenschlichen Gesellschafts-, Kultur- und Sozialitäts-Konsenses, eines mit anderen geteilten Grundverständnisses und –Grundvertrauens, und die Suggestionen und Halluzinationen einer schemenhaft-nebulösen, symbolisch-„repräsentativen“ Wahrnehmung von Wirklichkeit, die ihnen aus dem SECOND LIFE in ihre Gehirne gepflanzt und gesetzt wurden, ersetzten alle überflüssig gewordenen eigenen Denk- und Verstandesleistungen, überzogen alle eigenen Beobachtungen mit Projektionsfantasien, erstickten alle eigenen Analyse- und Urteilsprozesse und -ergebnisse in halluzinativer Alltagstrance, da sie ja "wirklicher als die Wirklichkeit" zu sein behauptet - und schlicht geglaubt wurden. In manisch-fanatischem Streben nach Eigenerlösung und -errettung vor dem finalen Aus, der zwangsläufigen Konsequenz ihres Wahns, die sie mehr fürchteten als den Teufel selbst, betrieben sie immer zwanghafter nichts anderes als die sichere, endgültige Selbstvernichtung (und die ihrer Mitgehangenen, Mitläufer und Mitmacher) im kosmischen "zweiten" Tod, dem Nieder- und Untergang im Chaos ihrer nach beschränkten Okkult- und Spatzenhirn-Horizonten erstellten Fiktion einer vermeintlich von Körperlich- und damit Vergänglichkeit befreiten "höheren" Existenz und Seeligkeit im niederen, geistleer-idyllischen Parallelebenen-Partykellermallorca eigener Machart und Tapete - ihres illusionär „höheren“, "kosmisch-überirdisch" halluzinierten und doch nur allzu weltlich projizierten und definierten, einfältig-biedermännisch beschränkten und insignifikanten SECOND LIFE.
Und so kam alles, wie alles kommen mußte - und verging, wie es zu vergehen hatte. ___________________________________________________________________________________________ "Die allgegenwärtigen technischen Bilder um uns herum sind daran, unsere "Wirklichkeit" magisch umzustrukturieren und in ein globales Bildszenarium umzukehren. Es geht hier im Wesentlichen um ein "Vergessen". Der Mensch vergißt, daß er es war, der die Bilder erzeugte, um sich an ihnen in der Welt zu orientieren. Er kann sie nicht mehr entziffern und lebt von nun an in Funktion seiner eigenen Bilder: Imagination ist in Halluzination umgeschlagen." (Villem Flusser) _______________________________________________________________________________________ Die vollständig Text-Dokumentation des EICHLER-BLOG seit Beginn im Okt. 2007 finden Sie unter: http://docs.google.com/View?docid=dhjz6n4k_0dwqr6scs SILVESTER 200840 JAHRE PRIMA KLIMA: 1968 - 2008 "DIESER PLANET STECKT MITTEN IN EINER WOMÖGLICH TÖDLICHEN KRANKHEIT; ZU DEN NEBENPRODUKTEN DIESER KRANKHEIT GEHÖRT NICHT NUR DIE POLITISCHE BRUTALITÄT... - DAS ENDE DIESER KRANKHEIT WIRD DIE VERNICHTUNG UNSERES EIGENEN PLANETEN SEIN. EINSCHLÄGIGE WERKE ÜBER BIOLOGIE UND ÖKOLOGIE WEISEN NACH, DASS WIR DIE ERDE MIT BLIND ANGEWANDTER TECHNOLOGIE, VERANTWORTUNGSLOS GEPLANTER MILITÄR-KONSUM-INDUSTRIALISIERUNG UND RESSOURCENVERGEUDUNG BUCHSTÄBLICH ZERSTÖREN. BURROUGHS IST DER MEINUNG, ES HANDELT SICH UM ÖKOLOGISCHEN KREBS. DAS IST WIE MIT DEM RAUCHERHUSTEN: MAN ÜBERHÖRT IHN LIEBER, ALS DER TATSACHE INS GESICHT ZU SEHEN, DASS MAN KREBS HAT. INSBESONDERE JENE "HÜTER DER KOSMISCHEN ORDNUNG", DIE DEN MENSCHEN IN SEINEM KÖRPERSTUMPF GEFANGEN ZU HALTEN SUCHEN: DAS WELTLICH-OKKULTE ESTABLISHMENT." (ALLEN GINSBERG, 1968) KO(S)MISCHE ZEITEN 2
SECOND LIFE
IM "SECOND LIFE" DER HALLUZINIERTEN SPATZENHIRN-EGOS IST ALLES ANDERS. DER ZEITLOSE SPIEßER, BLIND UND SPIRITUELL UNTERENTWICKELT WIE EINE RAUPE VOR IHRER METAMORPHOSE, KANN SEINE DIESSEITS-"WEISHEIT" DER BELANGLOSEN WELTSICHTEN UND BANALEN ERKENNTNIßE HINÜBERRETTEN INS "SECOND LIFE" DES PARALLELEN JENSEITS - UM SIE DANN ALS "HÖHERE ERKENNTNIS" UND "HÖHERE WELTSICHT" DER "JENSEITS"-RAUPE ZURÜCKZUSPIEGELN, ZUR "HÖHEREN" LEGITIMATION SEINER MINDERBEMITTELTEN, NIE GESCHLÜPFTEN EXISTENZ UND DASEINSFORM. DAS GEÖFFNETE, MILCHIG-TRÜBE ZYKLOPENAUGE DES PARALLELEBENEN-NEANDERTALERS GLAUBT SICH IM "HÖHEREN" ANGEKOMMEN UND IST DOCH BLOß AUSGEBÜXT: INS "ALTER EGO" DER STAMMTISCH-TRÄUME VON EIGENER GRÖßE, MACHT, HERRSCHAFT UND HERRLICHKEIT. VON HÖHERER EINSICHT, VERSTÄNDIGKEIT, GAR WEISHEIT UND GEIST ABER KEINE SPUR. NUR DIE GÄHNENDE LEERE EINES FUNKTIONSREDUZIERTEN GEHIRNS, DAS SICH DIE WELT ALS HOLZSCHNITT-SCHABLONE, IDIOMETAPHER, SCHATTEN- UND HÖHLENWAND-REPRÄSENTATION DER UNVERSTANDENEN PARALLEL-REALITÄT DES "WIRKLICHEN" AUSMALT - UND DAS, AUSWEGLOS, FÜR EIN PAAR JAHRHUNDERTE ODER SO, ALSO EINIGE KOSMISCHE SEKUNDEN LANG. IM "SECOND LIFE" SIND ALLE RICHTIG, WEIL ALLES FALSCH IST - UND ALLE EINÄUGIGEN SICH DEN "BLINDEN" DES "FIRST LIFE", ALSO DER PHYSISCHEN REALITÄT UND EXISTENZ, ALS "SEHER" VERKAUFEN KÖNNEN, OHNE ES ZU SEIN. SIE MANIPULIEREN, TÄUSCHEN, VERBLENDEN IHRE "INNENGELEITETEN" HANDLANGER DES "FIRST LIFE" NACH STRICH UND FADEN, MACHEN SIE SICH NACH LUST UND LAUNE NÜTZLICH UND GEFÜGIG, BEUTEN SIE UND IHRE BESITZSTÄNDE AUS, IHRE ENERGIEN, LEBENSZEITEN, ENTWICKLUNGSPOTENTIALE UND GEFÜHLE. UND SOLANGE DER "INNENGELEITETE" ZWEIBEINIGE HUND IHNEN VERTRAUT, GEHORCHT UND FOLGT, SOLANGE SIND AUCH DIE MINDERBEMITTELTSTEN "SECOND LIFE"-ADEPTENKAFFER IM ARTIGEN SPIEßERGEWAND SEINE "HERREN" UND "MEISTER", OHNE DAß ER REALISIERT, WAS ES IHN AN EIGENSTÄNDIGKEIT, EIGENER ENTWICKLUNGSPERSPEKTIVE, EIGENEM LEBENS-"KAPITAL" WIRKLICH KOSTET, SEINEN GEISTIGEN HORIZONT UND DESSEN AUSRICHTUNG UNÜBERPRÜFBAREN HALLUZINATIONS-SUGGESTIONEN ANZUVERTRAUEN - VON DER FEHLENTWICKELTEN WELT, DIE VON DEN BLINDEN "SEHERN" MIT "HÖHERER" LEGITIMATION OHNMÄCHTIG UND UNBEDARFT IN DEN ABGRUND GESTEUERT WIRD, NICHT ZU SCHWEIGEN!
* * * * * "Sie treten in jeder Generation auf: Die Einäugigen, Großmeister im Verdrängen, die Weißwäscher, denen das Weglassen zur zweiten Natur geworden ist." (Axel Hecht, sich und Seinesgleichen charakterisierend; Editorial, art 2/1991)
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