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日志


FOTO-KUNST-ZYKLUS

 

PAIN-TING

Meiner Freundin Mary Bauermeister

 

Eines meiner am häufigsten kopierten Kunstwerke ist der 1985 entwickelte und realisierte Foto-Kunst-Zyklus „PAIN-TING“, der erstmals ein westliches Gegenstück zur besonders in der tibetischen Kultur, aber auch bei nordamerikanischen Indianern praktizierten Kunst der „Mandala-Malerei mit/im Sand“ repräsentiert, die die Vergänglichkeit alles Materiellen und Irdischen, den eigenen Vanitas-Charakter schon als grundlegenden Bestandteil ihrer Konzeption  und Realisierung in sich trägt.

In der buddhistischen Tradition Tibets wird dabei zu besonderen spirituellen Anlässen ein Mandala extrem elaborierten Aufbaus und metaphysischer Sinngebung, meist mit mehreren Metern Kantenlänge, von Mönchen und Lamas mit farbigem Sand auf den Boden „gerieselt“, das als Sinn-Bild des anschließend zu vollziehenden Rituals dient  – nur um dann, nach beendeter Zeremonie, einfach wieder „weggewischt“, also aufgekehrt zu werden.

Wie schon bei vielen weiteren meiner trotz großer Publikumsnachfrage bis heute unveröffentlichten Bücher, Bilder und Kunstwerke wartet auch mein PAIN-TING- Zyklus, ein nach wie vor einzig- und neuartiges Kunst-Projekt, nach wie vor vergeblich auf seinen Auftritt in der Öffentlichkeit, während es, wie immer und seit Jahrzehnten mit dementer Besessenheit und hemmungsloser Konsequenz bei allen meinen Leistungen und Werken praktiziert, sofort nach seiner Realisierung von der Okkult-Mafia der „inneren Parallel-Ebene“ an ihre geistesanämischen Künstler-„Freunde“ und „Kollegen“, also blinde Handlanger und Marionetten ihrer undurchschauten Verbrechen, die (mit wenigen Ausnahmen) sonst zu keinerlei Eigenleistung von bemerkenswertem Rang fähig sind, weitergereicht wurde, zum immer gleichen Zweck der Destruktion meines Schaffens durch (Banal-)Kopien und deren Vorveröffentlichung.  Kopien, die zwar an Belanglosigkeit selten zu unterbieten sind, aber meine Arbeit zunichte machen, sie für den Fall ihrer Veröffentlichung zum formalen „Déjà-Vu“ degradieren und so ihre Substanz, die eigentlichen Werte und transportierten Inhalte nihilisieren, meinem Werk die kreative Originalität und damit die Relevanz seiner Vermittlung und seiner Bedeutung rauben sollen. Das „Tatata-ta“ von Beethovens Fünfter, aus seiner Schublade geklaut und als Werbejingle in einem TV-Spot verbraten, hätte seine Symphonie bei Erscheinen auch zur Farce degradiert.

Und so konnten die „art“-Leser schon im Dezember 1985 von einer „Pyroformance“ des Österreichers Michael Höffer erfahren, der einfach aus rohen Holzbrettern eilig gezimmerte Türmchen verbrannte und von einem Bildschirm rahmen ließ  -  inhaltsleer und belanglos, aber ein wesentliches Element der Dramaturgie meines Foto-Kunst-Projekts schamlos kopierend und damit für sich reklamierend.

Auch die sonst eher durch ihre endlose Einfalt und Einfallslosigkeit in banaler Hühner- und sonstiger Bauernvieh-Malerei bekannte Karin Kneffel trat nur wenige Jahre nach meiner PAIN-TING-Realisierung mit „spektakulären Feuer-Bildern“ erstmals als bemerkenswert  ins Bewußtsein des Fachpublikums und  einer interessierten Öffentlichkeit, indem sie mein Bilder-Konzept, bei dem, fotografisch dokumentiert, ein Gemälde verbrannt wird, schlicht umkehr-kopierte und das Brennen selbst zum Bild von Gemälden machte – ohne Gegenstand des Brennens, so wie auf meinen Fotos das Gemälde selbst brennt.

Doch damit nicht genug:  Auf den Monat genau zwei Jahre nach der Erstellung meines Fotozyklus konnte man, ebenfalls in „art“ (Heft 4/1987), eine Werbeanzeige  einer bis dato unbekannten „Kulturinitiative der besten Kräfte“ besichtigen, die für ein bis dahin ebenfalls noch unbekanntes „Atlantis“ (inzwischen seiner dürftigen Heißluft-Schaumsubstanz zu Recht erlegenes und wieder vergessenes Projekt eines ehemaligen Galeristen) zu werben sich bemühte – mit einer Fotomontage eines samt Rahmen brennenden Dali-Gemäldes.

Als das okkulte Gangstertum trotz all dieser, wie immer aktionistisch-hysterisch-hyperaktiven, Versuche merkte, daß alles das meinem Foto-Kunst-Zyklus nach wie vor nicht den Rang rauben und es zur gewünschten Belanglosigkeit degradieren konnte, schickte man zehn Jahre danach noch einen Côte d’Azur-Dekorations-Maler ins Feld, der mit vier Fotos eines „Brennenden Gemäldes“ nun auch endlich einmal im seriösen Kunst- und Galerie-Markt auftreten durfte, um durch eine verzweifelt-schamlose Eins-zu-Eins-Kopie mein originäres Kunst-Projekt endgültig zu vernichten und historisch zu begraben.  Zu besichtigen war diese geistige Nullniveau-Kopisten-Attacke auf mich und mein Werk am Stand der Galerie Becker-Hirschmann auf der „Art Frankfurt“ 1995, von einer Weltrangkünstler-Konifere namens Guillem Nadal.

Und so erlebt mein Blog-Publikum heute erneut eine Welt-Premiere – die der Erstveröffentlichung des Originals meines Foto-Kunst-Zyklus „PAIN-TING“, der das Entstehen und anschließende Vernichten eines Ölgemäldes durch die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft zum Gegenstand hat ( siehe Fotostrecke am Fuß des Blogs und, wie immer, unter „Fotos“/Kopfzeile).

Ich wünsche ein erbauendes und erleuchtendes Kunst-Erlebnis, das natürlich durch eine adäquate Präsentationsform an den Wänden in geigneten Ausstellungsräumen noch erheblich zu steigern wäre. Aber auch das bleibt, wie bei allen meinen anderen unterdrückten und unterschlagenen Werken, vorerst weiterhin einer noch nicht absehbaren Zukunft vorbehalten.

P.S.:  Meiner Freundin Mary Bauermeister ist der Zyklus deshalb gewidmet, weil der geniale Titel „PAIN-TING“ von ihr stammt – sie hat mit dieser Begriffsschöpfung  vor vielen Jahren einmal ihre eigenen Bilder und Grafiken bezeichnet, und damit den ihnen zugrunde liegenden Schaffensprozeß luzide verdichtet.

Der hat hier, sozusagen als Fortsetzung und Fortdenkung, seine Entsprechung in einer ganz anderen Art von Kunst erhalten, die den Zyklus der Erschaffung, des Werdens, durch das Vergehen vollendet:  Nämlich bis zur Entschaffung des Kunstwerkes.  Und darüber hinaus  -  in die erneute Kunstwerdung des Entschaffens selbst.

 

Ihr, euer, aber längst nicht jedermanns

N.A. Eichler

 

* * *

 

P.P.S.: 

Nein, dieser Foto-Kunst-Zyklus ist nicht als Prophezeiung des 11. September, sechzehneinhalb Jahre später eingetroffen, zu verstehen  - auch wenn auf Bild 16 über dem brennenden Gemälde ein Flugzeug im Anflug zu sehen ist.

Oder etwa doch ?

Was meinen  Sie ?

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Zur Erinnerung:

Schauen/Lesen Sie doch wieder mal rein in den Grundlagen-Kontext meiner „PostScript“-Essays über:

http://tinyurl.com/5t6raj

und