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KO(S)MISCHE ZEITEN 6I M A G I N Ä R E B A U S T E L L E
DIE GROSSEN SCHICKSALSLENKER, HARTZ-REFORMER UND KRIEGSVERHINDERER DER WELTGESCHICHTE, DRAHTZIEHER, AKTIENPAKETSCHNÜRER UND DURCHBLICKER DURCH BLUSEN, HOSEN UND WÄNDE VON EIGENEN GNADEN, ALLVERMÖGENDE GARTENPARTY-PAPIS UND -MUTTIS EIGENER BILDUNG, AUS- UND EINBILDUNG, DIE LOCKEN DREHEN, LÖFFEL VERBIEGEN UND EIN HALB VOLLES VON EINEM HALB LEEREN GLAS CHARDONNAY UNTERSCHEIDEN KÖNNEN UND DIE UNTER- UND ERGEBENEN BLATTLÄUSE IHRES DRÖGE-BANALEN HALLUZINATIONSSPIESSER-BEKANNTENKREIS-"KOSMOS" AUF DEN GRÜNEN WEIDEN DES BÜRO- UND KAFFEEKRÄNZCHEN-ALLTAGS UND -LEBENS NACH STRICH UND FADEN (VOR-)FÜHREN UND MELKEN, DER PUDEL-CLUB ARTIG- UND ADRETTFRESSIGER STUMPFSINNS-GANOVEN ALS "VERTRAUENSWÜRDIGE" SCHUTZGELD-MAFIA, ALS ARG- UND HARMLOSE "FREUNDE" UND "VERTRAUTE", ALS "HELLSEHER", "HEILSBRINGER" UND "ERBAUER" ILLUSIONÄRER LÜGEN-"WELT(EN)", ALSO DIE "KO(S)MISCHEN" STAMMTISCH-"HELDEN" DES "HOCHGEKREMPELTEN HOSENBEINS" UND ANDERER "ERLEUCHTENDER" INITIATIONS-RITUALE DER MAURER-, ILLUMINATEN- UND SONSTWIE-ADEPTENTROTTEL-LOGEN MIT IHRER KEGELCLUB- UND SKATVEREINS-GEISTIGKEIT "HÖHERER ORDNUNG", AM DÜSTEREN PARALLELEBENEN-MALLORCA IHRES HALLUZINIERT "HÖHEREN" B-EBENEN-"HIMMELS" NIEDRIGSTER UND VERGÄNGLICHSTER SORTE GESTRANDET UND SICH DORT, VON EIGENER MÖCHTEGERN-WICHTIGKEIT BESOFFEN UND UNBELEHRBAR, UNVERSTÄNDIG UND BESCHRÄNKT WIE IN ALLEN IHREN KLEINGEISTIGEN DINGEN, FÜR "BEFREIT" UND "WISSEND" HALTEND, OHNE DEN LEISESTEN SCHIMMER, DEN BLASSESTEN DUNST, JEDE WIRKLICHE UND SUBSTANTIELLE AHNUNG VOM KOSMOS, MENSCHEN, LEBEN UND/ODER SCHICKSAL DES PLANETEN UND HÖHERER WIRKLICHKEITEN, IN DEBIL-HYBRIDER SELBSTZUFRIEDENHEIT ALS PRIVAT- UND PERSÖNLICHKEITSSPHÄREN-SCHMAROTZER IM LEBEN ANDERER HERUMPFUSCHEND UND -WURSCHTELND, OHNE MIT DEM EIGENEN ETWAS SINNVOLLES UND SINNVOLLERES ANFANGEN ZU KÖNNEN, ALS SICH AN ANDEREN ZU BEREICHERN, ANDERE ZU BERAUBEN, ZU MORDEN, STEHLEN, FOLTERN, SIE AUSZUPLÜNDERN, IM HARMLOSESTEN FALL IN DIE IRRE ZU FÜHREN UND UM IHRE LEBENSENERGIEN, IHRE SELBSTBESTIMMUNG, IHR WIRKLICHES HÖHERES ENTWICKLUNGSPOTENTIAL ZU BRINGEN - IN NIEDERTRACHT VEREINT UND IHR GANZES UMFELD IN SINNLOSEN LEERLÄUFEN UND SINNLEEREN SELBSTZWECK-AKTIVITÄTEN BESCHÄFTIGEND AUF IHREM KRIMINELLEN, UNGERADEN, ERRATISCHEN UND NUTZLOSEN WEG NACH NIRGENDWO, KURZ: DIE HALLUZINATIV-IMAGINÄRE "KO(S)MISCHE BAUSTELLE WELT" SCHÄBIG-CHARAKTERLOSER SPATZENHIRN-WÜRSTCHEN UND SOMNAMBULER MUTTISOFA-OKKULTISTEN-TROTTEL AUF GROßMANNS-HALLUZINATIONSTRIP, OHNE WIRKLICHE "STELLE", OHNE JEDE LEISTUNG, OHNE JEGLICHEN ÜBERBAU, BAUPLAN, UND OHNE JEDEN TATSÄCHLICHEN "BAU", DER SO GENANNT WERDEN KÖNNTE, ZUR BLENDUNG UND TÄUSCHUNG IN GLAMOUR-MANAGER-MASKEN UND -ANZÜGEN POSIEREND, DEN KOPF LEICHT ERHOBEN ODER HEUCHLERISCH "DEMÜTIG", "BESCHEIDEN" GESENKT, UM DIE NICHTIGKEIT UND LEERE ZU KASCHIEREN, DAS NICHTS, DAS SIE, IHR DASEIN UND SOSEIN AUSMACHT UND "REPRÄSENTIERT", VOR ALLEM ABER OHNE JEDE BEDEUTUNG, JEDES ZIEL, JEDEN SINN, OHNE IRGENDEINEN NUTZEN FÜR IRGEND JEMANDEN AUßER FÜR SIE SELBST - DAS ALLES KENNZEICHNET DEN "GEIST" UND "KOSMOS", DIE HIRNE, DAS WESEN UND DIE "PERSÖNLICHKEITEN", DAS VERGÄNGLICHE, WELTLICHE, KLEINKARIERT DÄMLICHE SPIESSER- UND BÜRGER-EGO DER MÖCHTEGERN-"KOSMIKER" EIGENER VERHERRLICHUNG UND AUFSCHÄUMUNG, DAS AUTOHALLUZINIERTE, LUKRATIVE ILLUSIONS-"IMAGE" DER SEGENSREICHEN "KOSMISCHEN (INNEN-)WELT-HERRSCHER" - UND DIES, ALS KRÖNUNG UND SAHNEHÄUBCHEN IHRER SCHAUMSCHLÄGER-ONANISTEN-TORTE, AUCH NOCH "DER JAHRHUNDERTE" (WAS SCHLIEßLICH IN JEDEM GESCHICHTSBUCH NACH-, AM ZUSTAND UNSERER ERDE, UNSERER GESELLSCHAFTEN, IN POLITIK, WIRTSCHAFT, ÖKOLOGIE UND SCHICKSALSWERDUNG UNMIßVERSTÄNDLICH UND ERKENNTNISREICH ABZULESEN IST)!
ABER LESEN SIE SELBST:
Frage: Sie sagen, während man sich der Wahrheit allein durch individuelle Bemühung zu nähern vermag, daß die Arbeit andererseits kollektiv und von einer Autorität organisiert sein muß. Die geheime Bruderschaft der Adepten ist eine Gruppe von Menschen, die sich, wie Sie selbst, von allen Begrenzungen befreit haben und zur Wahrheit gelangt sind; aber, wie Sie selbst, haben sie ein gewisses selbsterwähltes Werk übernommen in Bezug auf die Förderung des allgemeinen Wohles der Welt. Sie inspirieren große Reformen in jeder Abteilung des Lebens und arbeiten mit Methoden, über die nur sehr wenig bekannt ist, die aber unermeßlich wirkungsvoll sind. Ihre Zusammenarbeit ist vollkommen, ihre Organisation perfekt, sie erkennen einen absoluten Herrscher an - aber im Leben sind sie absolut frei. Solch eine Art zu leben scheint die logische Folge Ihrer Lehre. Verneinen Sie, daß das so ist ? Oder gilt Ihre Herausforderung vielmehr der populären Verwechslung der Wahrheit mit organisiertem Wirken im Dienste der Menschheit ? Krishnamurti: Als erstes müssen Sie verstehen, was ich mit kollektiver und organisierter Arbeit meine. Sie behaupten, daß es eine geheime Bruderschaft gibt, die die Arbeit für die Menschheit organisiert zur Förderung des Wohles der Welt. Anzunehmen, daß es solche gibt, die Wissen besitzen, die Wahrheit erkannt haben und aufgrund dieser Erkenntnis Methoden gebrauchen, über die, wie es heißt, nur sehr wenig bekannt ist, wobei sie spezielle Vermittler und Botschafter erwählen, die ihre Arbeit verrichten und Organisationen inspirieren, die dessen würdig sind - in meinen Augen gründet eine solche Annahme auf einer Illusion, die dazu führt, daß der Mensch zu seinem eigenen "Wohle" ausgebeutet wird...!
("Star Bulletin", September 1931)
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OSTERN 2008MITTERNACHTSSHOPPING IN MAINHATTAN
Der hessische Rundfunk stellt heute (20.3.2008 / hr1) einen evangelischen Aktivisten vor, der zusammen mit Gleichgesinnten als Gegenveranstaltung zur Shopping-Offensive von Geschäften in Frankfurt und Umgebung, die am Gründonnerstag bis Mitternacht geöffnet haben, in einer Kirche eine Nachtwache mit Gesängen und Gebeten abhalten wird.
Er kommt zu Wort - und ebenso ein anderer, unbedarfter Frankfurter, der das "voll gut" findet, bis Mitternacht noch einkaufen zu können. Und zwar völlig zu recht: In einer bis zur kollektiven Demenz berauschten und orientierungslos verblödeten Gesellschaft und Kultur, in der Handelsmarken und Produkte, Konsum und Reichtum ("zum Niederknien") "Kult" sind, ist das "Mitternachts-Shopping zum Karfreitag" der konsequent-folgerichtige, angemessen-sinnvolle Gottes- (Götzen-) Dienst!
Bleibt nur noch die schon blaß gewordene Erinnerung an den ältesten aller Spießer-/Büro-Doppelmoral-Osterwitze: Judas wünscht Jesus am Gründonnerstag ein schönes Wochenende!
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E-CLIP 15Kopf kürzer, frischer gewaschen und gebügelt, adretter gescheitelt und gekämmt
Es ist wieder soweit: Claus Kleber ist zurück auf dem Bildschirm. Frischer gewaschen und gebügelt, fehlerfreier korrekt gekleideter denn je, adretter gescheitelt und gekämmt, einen Kopf kürzer und bescheiden-freundlich zu Kollegen/-innen. Wer hat denn das bewirkt ? Da müssen doch tatsächlich die E-CLIPS 8, 11 und 12 des EICHLER-BLOGs ("Santa, not Claus is coming into town"/12.12.2007, "Richtungswahl: Willkommen in den hessischen Everglades"/28.1.2008, und "Huldigung: Der deutsche Medien-Park"/18.2.2008) ihre Spuren, ja ganze Breschen in der somnambulen Selbstzufriedenheitsflora des harmonieseligen Senderpersonal des ZDF hinterlassen, in den süßlichen Unsere-heile-Sonntagssenderwelt-Halluzinationsdunst der Studio- und Redaktionsräume geradezu brachiale Frischluftschneisen geschlagen haben. Vielleicht sogar ein wenig unterstützt durch den im Eichler-Kielwasser mitpaddelnd-fahrwassernden FAZ-Kolumnisten, der, bemüht, die Eichler-Clips um etwas halbwegs Sinnvolles und so wenig Banales wie möglich zu ergänzen, erleichtert seufzte, der SPIEGEL sei wohl durch Claus Klebers weisen (feigen?) Verzicht auf den Aust- (besser: Knoll-) Redaktionssitz noch einmal darum herumgekommen, ein "Bauchladen" zu werden! Dabei war Kleber, dies muß man ihm schon lassen, doch nie ein Bauchredner - eher schon dessen Schoß-Handpuppe. Oder hat auch er bloß einen "Holzkopf an Bord", wie so viele "neue deutsche Michel" heutzutage (s.. Bildergalerie "IM WUNDERLAND") ? Ein dunkler Anzug macht zwar noch keinen Sommer, geschweige denn Bednarz oder Lindlau - sieht aber schon mächtig seriös und boutiquemäßig aus und macht, telegen betrachtet, echt was her! Doch der etwas profillehnengestützte Rückenpolstersupport sorgte schon immer mühelos dafür, daß der Sprachschall des Eigenlauts die Weichei-Membran des tragenden Oberkörpers nicht allzu stark vibrieren läßt. Können/müssen wir uns also trotzdem, und nach wie vor bemüht, an dieses "Kleber-Journal" gewöhnen ? Oberflächlich betrachtet, kann ja ein brauchbarer Journalist, dem man richtige, ausgewachsene Themen und Ereignisse des Tages und der Welt anvertrauen dürfte, die er voll und ganz auf die Reihe kriegte und einschätzen, kommentieren und bewerten könnte, mit etwas dazu zu sagen zu haben und allem drum und dran, durchaus so aussehen! Oberflächlich betrachtet - aber Oberfläche ist offenbar leider das einzige, was die medienkompetenten ZDF-Verwalter und -Gestalter für bildschirmtaugliche und fernsehwürdige Professionalität halten, in der kurzen Ära des "Mehr sein durch scheinen"-Prinzips, das die neoliberale Konsumfreßrausch- und Zeigherwasdubistalsohastverblödungsgesellschaft gegenwärtig so kennzeichnet und prägt. Ist es aber nicht - und darf es auch nicht sein. Da ist ja der Kerner noch schlauer - und der moderiert eine der vielen neoliberalen Konsumfreßrausch- und Zeigher..., na, Sie wissen schon (s.o.), -Kochshows, und sogar im gleichen Sender! Und damit wären wir bei meinem österlichen Vorschlag zur medialen Güte: Gebt dem Cleber eine Kochshow, etwa mit dem Titel: "Klaus kocht - und kommt!". Wie Sie das gestalten, ist bei Kochshows völlig wurst, wenn ich das mal so lapidar formulieren darf: Hauptsache, Klaus kocht - und kommt im Laufe der Sendung mal bei jedem im Studiopublikum vorbei und verteilt Kostpröbchen! Denn daß ein angefüttertes Publikum immer völlig eingenommen ist, sieht man nicht nur bei Kerner - sondern ist allgemeine Medienarbeiter-Erkenntnis, die in der Branche "Audience participation" heißt: Wo das Publikum mitmachen kann, ist es restlos unkritisch und begeistert. Und das ergäbe endlich ein verläßliches Erfolgsrezept für Klaus Cleber, das, sinnbildlich, nicht in die Hose gehen kann! Kein anderes Format ist nun schon seit längerer Zeit in den deutschen Fernsehsendern und -zuschauerstuben so beliebt und hirnraubend wie das überall präsente öffentliche Kochen und Fressen von Leuten wie du und ich, nur bekannter ("prominenter"). Und dabei ist noch nicht mal von den vielen (und durchaus angenehm-sinnvollen) Kochenlern-Shows großer Köche die Rede - von Schubeck über Mälzer bis zu Sass. Die haben ihren brauchbaren Stellenwert, ihre nützliche Funktion im Programmspektrum. Nein - es geht um die wahren und einzigen medialen Massen- und Breiten-Orientierungsglotzenundfressenhighlights aller Fernsehformate und Bevölkerungsschichten in unserer neoliberalen Konsumfreßrausch- und Zeigherwas... (s.o.) -Society - wie "TV Total - Die Wok-WM" mit Stefan Raab (Pro 7), "Abenteuer Leben" und "Abenteuer Wissen" rund ums Kochen und Fressen (Kabel 1), "Das perfekte Dinner" (Vox), "Das perfekte Promi-Dinner" (Vox), "Unter Volldampf" (Hobbyköche in Profiküche, Vox), "Wissenshunger" (Vox), "Polettos Kochschule" (NDR), "Besser Essen - leicht gemacht" (Pro 7), und, ja: "Kochen mit Kerner" im eigenen GEZDF-Sender! Und in dieser sonnigen Küchenwelt wäre Hübschling Klaus so gut und einzigartig richtig aufgehoben wie sonst nirgendwo, mit allem was ihn aus- und kennzeichnet, betont und hervorhebt, glänzen und (auf-) leben läßt ! Kerner könnte ihm, zumindest in der Einführungsphase seiner Sendung, als Assistent leitend und beratend zur Seite köcheln - und sich später vielleicht mal selbst am "heute-journal" versuchen. Schließlich hat er schon das halbe ZDF-Programm geschultert und macht alles hervorragend! Da wird das bißchen "journal" ihn auch nicht mehr be- oder gar überlasten - und Quotenerfolg wäre ganz sicher implikant ! Also, liebe GEZDF-Oberen: Gebt Cleber diese vielleicht einmalige und vielleicht schon morgen unwiederholbare Chance, sich mit seinen wahren Qualitäten zu profilieren und im Showgeschäft zu etablieren! Life is a cabaret, old chums! Kerner war gestern - jetzt kommt und kocht Cleber!
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E-CLIP 14
STARKE FRAUEN
Daß der heutigen Welt die Werte und Maßstäbe fehlen, und deren Fehlen ein Verstehen der Welt, und damit ihr Steuern und Gestalten unmöglich macht, ist in allen gesellschaftlichen Bereichen, auf allen Feldern und bei allen offenkundig - und Mit-Ursache aller Übel zugleich, ihres Fortbestands und ihrer Verschlimmerung. Umso mehr bemüht sich das enthirnte, somnambul-entwaffnete Zeitgenossenbewußtsein, sich Maßstäbe, und sei es "bloß so", zum Schein und zur Selbstberuhigung, zu geben, sie sich vorzutäuschen, ihre Formen zu imitieren, um sich "an ihnen zu orientieren" - seien diese auch noch so abwegig und unreflektiert, illusionsproduziert und -produzierend. Hauptsache, man weiß "irgendwie bescheid", "wie's so ist" und "wo's langgeht"! Als rührenden Ausklang des letzten Jahres, im Oktober/November 2007, entnebelte sich das kritische Medienmagazin "ZAPP" (NDR) nicht, von seiner Moderatorin Inka S. ein Potpourri vonKolleginnen, deutscher Bildschirm-Mattscheiben wie Mutter Sonja M. und Töchter Maria G., Anja R., Anne W. (und andere) dem Zuschauer als "starke Frauen" präsentieren und Revue flimmern zu lassen. Die angestrengten Vier tun ja, für jeden jede Woche zu besichtigen, jede auf ihre Art das jeder Mögliche, mit Mutter und Töchtern Kathy, Paris und Nicki H(ilton), bekannt von Bildschirm, Benefiz und Ballroom, in ihren eigenen medialen Grenzenrahmen zu konkurrieren - aber "starke Frauen" sind auch und gerade ihre Vorbilder nicht, zumindest was funktionsrelevante Qualifikationen und Qualitäten der Fernsehprogramm-Informationsgestaltung anginge. Und um die geht es doch hier, bei ihnen - oder etwa nicht ? Worin also soll die "Stärke" dieser lächerlichen, Innenweltpapi-beseelten Senderkantinen- und Sandkasten-Kostümdiven bestehen ? In ihrer notorischen Unfähigkeit, kritische bis skandalöse Gesellschaftsentwicklungen in der neoliberal demontierten Kapital-Gesellschaft so zu benennen, zu entblättern, zu analysieren und erläutern - gar nur zu begreifen ? In ihrer systemimmanenten, affirmativ-überbaufreien Mecker-Kritik auf Waschweib-Niveau (mit Treppenhaus-Empörung über Lehrlinge als billige Arbeitskräfte, wie es seit den 50er Jahren immer wieder regelmäßig ein beliebtes, kleingeistig-ablenkendes Spießergezeter hergibt, etc. ad continuum) ? In ihrem fehlenden Geisteshorizont, über den Tellerrand des Einzelphänomens hinauszublicken und Zusammenhänge herzustellen, die ein Gesellschafts- und Weltbild und -panorama, Erkenntnisse und daraus resultierende Haltungen erst ermöglichen? In ihrer untertänig-angepaßten "Embedded Idiocy" des omphaloskopisch begrenzten Betrachtungshorizonts aller Wirklichkeit durch die Senderröhre des Mitmachens, der entinteressierten Abwesenheit einer/jeder engagierten Positionsbestimmung für die Entrechteten, Geopferten und Prekarisierten aller Welt- und Gesellschaftsbereiche, einer/jeder Erkenntnis und Darlegung der strukturellen, systembedingten Ursachen solcher Mißstände, einer/jeder Forderung nach Änderung und (Wieder-) Herstellung verfassungskonformer, sozialer und menschenwürdig verfaßter Wirtschafts- und Lebensgrundlagen - einer/jeder Vorstellung davon, wie diese auszusehen, unter- und überbaut zu sein hätten ? Oder besteht ihre "Stärke" etwa nur darin, lediglich eine "starke Leber" zu haben, um mit männlichen Ressortleitern beim feuchtfröhlichen Strip-Pokern ein Extra-Budget für Bildschirm-Mode auszuhandeln ? Da muß bei "ZAPP" irgendwie, irgendwo ein zappdusterer "Innenwelt"-Somnambulismus die Hirne quirlen, die Grundorientierung und das Panorama trüben, ohne jegliches relevantes Profil, jeglichen Maßstab, jegliche adäquate Meßlatte einfach ein paar beliebigen Teleprompter-Mäuschen einen halluzinativen Status von irgendwie "starken Frauen" anzudichten, ohne jeden Hinweis (und vermutlich ohne jede Vorstellung davon), worin diese "Stärke" denn bestehen soll, wie sie überhaupt zu definieren und zu verstehen wäre. "Starke Frauen" - dämlich, aber wahr - klingt halt so toll, nichwah ?! Es bleibt der Verdacht, es handelt sich um die, dann tatsächlich "starke", Verblendung, auf dem Bildschirm zu erscheinen und einen Teleprompter ablesen zu können adle jede Person und ihre Bedeutung, inflationiere sie per se und an sich in den Rang der Schönen und/oder Reichen und/oder Berühmten und/oder so. Also so'ne Art "Stärke" aus "Promi"-Status, ein fiktiver medialer Glamourident, der dem von international bekannten Laufsteg-Funkenmariechen wie Linda E(vangelista), Cindy C(rawford), Heidi K(lum) und Giselle B(ündchen) gleichkäme, nur eben "lokaler begrenzt", "nicht ganz so laufstegig" ? Vielleicht sind sie aber auch nur bei der Vorauswahl zu "Germany's Next Top-Model" ausgeschieden - und haben das unbeschadet und unbeeindruckt weggesteckt, waren sie doch schon zum Casting für's Fernsehen gebucht ? Sind sie etwa "starke" Ya-Ya-Schwestern, mit göttlichem Geheimnis ? Vielleicht auch ohne ? Oder sind bloß die "ZAPP"-Redakteure im "PIN-COMA" versunken (siehe Bilderalbum "COMIC-ART" am Fuß des Blogs), mit Sinead O'Connor als Bewußtseins-Stärke-Leitbild (dabei ist die wirklich stark - zumindest persönlich (Karma), und was ihr Metier, die Musik angeht!) ? Der Zuschauer rätselt weiter - und bleibt bis zur Klärung seinen eigenen, verläßlichen und relevanten Einsichten und Maßstäben treu, die ihn bei einem Prädikat wie "starke Frauen" an andere Persönlichkeiten als die vorgestellten TV-Quotennelken mit ihrem Ladies' Room-Appeal denken läßt: An Arundhati Roy zum Beispiel. An Taslima Nasreen oder Par Par Lay. An Renate Osthoff, Christiane Amanpour und ihr deutsches Gegenstück Antonia Rados. An Andrea Röpke, Irena Sendler und Sabriye Tenberken. An Necla Kelek. Vandana Shiva. Und natürlich Anna Politkowskaja. An starke Frauen eben. Ganz einfach.
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PostScript 10P – S – S – S – S – S – T !
E H E I M + G E H E I M + G E H E I M + G E H E I M + G E H E I M + G E H Jedes Verbrechen lebt von seiner Geheimhaltung, jeder Verbrecher von der Hoffnung, sein Verbrechen geheim begehen und zumindest die eigene Urheberschaft geheim halten zu können. Steht die Geheimhaltung in Frage oder ist sie nicht gewährleistet, sieht der Verbrecher gewöhnlich von seinen Plänen, der Basis seiner Absichten und Handlungen beraubt, ab. Geheimhaltung ist also die zentrale conditio qua si non jedes Verbrechens. Dies ist beim Gangstertum der Eingeweihten ganz genauso, auch wenn die adeptische Geheimhaltung ursprünglich ganz andere Gründe und Ursachen hatte. Als evolutionäre Avantgarde eines sonst durchschnittlichen, also für höhere Mysterien noch nicht ansprechbaren Entwicklungsstandes der sie umgebenden Mit-Menschheit war Geheimhaltung in früherer Zeit geboten, um Wahrheit nicht als Ketzerei und Erleuchtung nicht als Verblendung geächtet und verfolgt, die Mysterien nicht durch Unverständnis profanisiert und entwertet zu sehen. So weit, so sauber und gut. Auf der anderen Seite deckte die Geheimhaltung natürlich auch alle herätischen, negativen, destruktiven Ambitionen und Strömungen, die einer zunächst kirchlichen, später aufklärerischen Ethik und Legislative zuwiderliefen und -handelten, war also verbrechensnotwenige Bedingung für weniger saubere, rot- und schwarzmagische Intentionen und Haltungen, deren Ziele nicht altruistisch und aspirativ, sondern vielmehr egoistisch und konspirativ waren. Die Befreiung von der Gebundenheit an den physischen Körper mit ihren Möglichkeiten der Erforschung der „inneren Ebenen“ der Wirklichkeit befreite zugleich von der Legislative, Judikative und Exekutive gesellschaftlicher Verfassungen, was unreifen Seelen und ethisch ungeformten Charakteren schnell zum Verhängnis, zur „Freiheit“ von Verantwortung und zur Allmöglichkeit nicht verfolgbarer, also vermeintlich konsequenzloser Verbrechen wurde - und so ist es bis heute. Wohin die gesellschaftliche Ethik per Exekutive nicht reicht, wo der Arm des Gesetzes sich als zu kurz erweist, da hat jedes Recht sein Recht verloren - und wessen Bewußtsein den bekannten Weisheiten der großen Menschheitslehrer, der großen Religionsstifter und Philosophen noch nicht entgegengewachsen war und ist, der orientiert sich schnell an irrelevanten, subjektiven Interessen und Faktoren: Der macht auf den „inneren Ebenen“, nun aber hemmungslos, weil unkontrolliert, den Affen, den er unter dem kontrollierenden Überich einer gesellschaftlichen Ordnung nur bedingt zur Darstellung bringen kann, mit dem geht schnell der „innere Schweinehund“, endlich auf seiner Ebene angelangt und handlungsfrei, durch und wächst sich, sofern nicht unmittelbar „Strafe“ durch Negativerlebnisse folgt, so, falsch ernährt, schnell zu inneren Pottsau aus. Und da selbst die unsensibelste und verantwortungsloseste Pottsau eine Rationalisierung ihres Status und ihrer Haltung vor sich und anderen braucht, sei diese auch noch so rudimentär und widervernünftig, landet sie schließlich im Schlamm des Gatters irgendeiner ketzerischen, satanischen oder sonstwie irrtümlich für bequem und befreiend gehaltenen Lehre, die als Ersatzethik und -orientierung den Horizont begrenzt und überschaubar macht und jede Schweinerei, sei's auch noch so vordergründig, "legitimiert". (Von gebildeteren und „kultivierteren“ Wildschwinen wird heute vor allem Nietzsche für einseitig-intentionelle Rechtfertigungsanleihen herangezogen.) Erste unzulängliche Versuche einer materiell und weltlich konstituierten Kirche, die immaterielle und „außerweltliche“ Sau durch`s Dorf zu treiben und einem vorzeitigen Purgatorium zu unterziehen, endeten kläglich im inquisitorischen Wahn, dem mehr Unschuldige als Schuldige zum Opfer fielen, degenerierten letztlich also bloß zum ideologischen Gewaltinstrument der Durchsetzung paranoider Vorstellungen einer Kirchenlehre, die ihre eigenen Inhalte pervertierten. Die Inquisitoren machten Jagd auf ihre eigenen Schatten - und zertraten dabei real existierende Menschen jeglicher, beliebiger Provenienz. Die größten Säue aber blieben unentdeckt - und würden sie sich heute nicht einigermaßen sicher fühlen und hier und dort von selbst das Licht der Öffentlichkeit suchen, wären sie auch heute noch unauffindbar und unidentifiziert. Die potentiell anarchischen Bedingungen und Möglichkeiten auf den „inneren Ebenen“ erforderten für Eingeweihte, deren kategorischer Imperativ nicht mit der sterblichen Körperhülle auf den Sofa zurückgelassen und abgestreift war, eine eigene Legislative, eine „innere“ Gesellschaftsform mit organisatorischen Strukturen, mit eigener Judikative und Exekutive, die bis heute lediglich ansatzweise in den bekannten und etablierten Strukturen der (ursprünglich britischen) Freimaurerei sichtbar geworden sind, aber längst die gesamte esoterisch-okkulte Entwicklung mit allen ihren Richtungen, Zweigen und Facetten überspannen. Die aus dieser Entwicklung hervorgegangene „Brain Police“ (Frank Zappa), also adeptische „Tugendwächter“ auf den inneren Ebenen, die von einer nicht reglementierten Existenzebene aus mit esoterischem Know-How und weltlichem Einfluß notdürftig eine ethische Kontrolle herzustellen versuchen, ist und war aber nie die integre Instanz einer noblen „Innere-Ebenen-Ethik“, die das Etikett insinuieren will, ist und war nie etwas anderes als die okkulte Version einer „ehrenwerten Gesellschaft“, die wir auch auf der materiellen Ebene unter dieser Bezeichnung kennen. Da sind die Säue bloß zu den Böcken mutiert, vor denen sie angeblich schützen und warnen, und ihr „Ehrenkodex“ schützt und bewahrt nur sie selbst - gegen Recht und Gesetz. Wer aber sollte Recht und Gesetz sowie die Mitlieder einer Gesllschaftsordnung vor Verbrechen von „Rechtsbewahrern“ und „Gesetzeshütern“, vor korrupt gewordener und korrupt mißbrauchbarer institutionalisierter Macht bewahren und schützen ? Verbrecherische Adepten der „inneren Ebenen“, hinter artig-jovialen Masken wohlmeinender Menschheits-Diener und -Wohltäter kaschiert, mit potemkinsch-aufgesetzten Vorstandsprecher-Allüren und -Attitüden, als Überich-Model ihrer selbstentworfenen, künstlich aufgeblasenen Identität und Schein-Existenz posierend, die mit Hilfe von Vertretern, Handlangern und Mittätern jedweder charakterlichen Couleur und geistigen Ausstattung in sämtlichen Ämtern, Behörden, Firmen, Institutionen und Medien, in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens, in Wirtschaft, Politik und Verwaltung, und im Namen „höherer Prinzipien“ alle noch herrschenden und vernünftigen Gesetze, alle Grund- und sonstigen Rechte jedes Menschen nach Belieben deformieren, mißbrauchen und de facto außer Kraft setzen können - das sind die Realitäten, die eine nur sich selbst verantwortungspflichtige „kosmische Hierarchie“ von verantwortungslosen und korrupten und nur allzu weltlichen „Innere-Ebenen-Menschheitsdienern“ sich geschaffen und verfügbar gemacht hat, im administrativen wie in jedem anderen gesellschaftlichen Bereich auch.
Diese etablierte „umgekehrte Inquisition“ adeptisch-esoterischer Herrschaftsmacht, bei weitem gefährlicher und verbrecherischer als ihre mittelalterliche, weltliche Vorläuferin, basiert, wie alle okkulten Fehlentwicklungen der Menschheitsgeschichte zuvor auch, auf dem Prinzip strikter weltlicher Geheimhaltung, und findet auch diesmal wieder nur in einer, wenn auch noch so fadenscheinigen, Nicht-Nachweisbarkeit ihren verbrecherischen Spielraum und Nährboden, ihren Schutz und ihre Dauer. Ihre Opfer aber fänden heute nicht einmal mehr in Kirchen oder staatlichen Institutionen, da selbst weitgehend durchseucht mit mehr oder minder „unsanften (Mit-)Verschwörern“, auch nur unzulänglich-weltliche Hilfe oder Gehör - sollten sie sie überhaupt zu suchen wagen. Eine „esoterische“ Legislative/Judikative/Exekutive war und ist weder weltlich (siehe Inquisition) noch auf den „inneren Ebenen“ (siehe das zeitgenössische Gangstertum der Adepten) praktikabel und denkbar, so wünschenswert und notwendig sie auch erscheinen. Die Lösung dieser Problematik ist allein durch Aufklärung und Herstellung von Öffentlichkeit denkbar - und durch ethische Volksbildung auf allen Ebenen und mit jedem Anspruchsniveau. Es ist allerhöchste Zeit, dem Verbrechen die Basis und den Verbrechern den Schutz ihrer Masken zu entziehen: durch die Öffentlichkeit, deren Licht sie nicht standhalten und sich ihm nicht widersetzen könn(t)en. Solange okkult verfolgte, terrorisierte, erpreßte und durch (von denselben Gangstern gesteuerte) administrative Mißhandlung und Bedrohung eingeschüchterte Menschen mit unangenehmen Folgen ausschließlich für sich selbst - von Existenzvernichtung bis Klapsmühle - rechnen müssen, wenn sie sich einer Öffentlichkeit anvertrauen, solange also jedes Opfer isoliert, für und mit sich allein und von einer allgegenwärtigen und allbeeinflussenden Schattenmacht zum Schweigen „verurteilt“ bleibt, solange sind okkulten Verbrechern jeder Größenordnung unter der Zellophanhülle oberflächlicher Geheimhaltung (sicht-, aber nicht angreifbar) alle Möglichkeiten offen und alle Dinge machbar, solange herrschen Verbrechen und Willkür offen und doch nicht einzugrenzen in einer äußerlich noch intakten, nach noblen Sitten und Gesetzen konstituierten und an ihnen orientierten Gesellschaft, solange ist jedes Opfer ohnmächtig und schutzlos der Willkür einer selbsternannten „kosmischen“ Verbrecher-„Hierarchie“ und ihrer institutionellen Handlanger ausgeliefert, die jede weltlich fixierte Ordnung mühelos außer Kraft setzen und schlicht bedeutungslos machen können. Eine Lösung ist also nur durch Öffentlichkeit denkbar, durch Aufklärung und in ihrem Gefolge durch Verweigerung: Aufklärung über, Öffentlichkeit für das, was zunächst unaus- und unansprechbar erscheint und doch so einfach, weil allgegenwärtig, allgemein bekannt und letztlich banal ist, nämlich die Realität „parallel“ zur materiellen, kulturell etablierten und gesellschaftlich anerkannten Realität - und die konsequente Verweigerung aller Beteiligten, „Informierten“, aller Handlanger und nützlichen Idioten, sich von irgendwelchen „kosmischen Adepten“ und „Hierarchien“ noch als Handlanger, Mittäter und nützliche Idioten in Anspruch nehmen zu lassen, gleich für welche (erklärt „höhere“) Ziel, gleich unter welchen (angeblich „positiven“) Vorzeichen, gleich mit welchen (vorgeblich „harmlosen“) Absichten und Rechtfertigungen. In keinem einzigen Fall, bei keiner einzigen Gelegenheit, und zu keinem einzigen Vergehen, Verbrechen, zu keiner einzigen Unlauterkeit „mit höherer Legitimation“ - denn dies sind Widersprüche in sich. Die Grund- und Menschenrechte, auf der christlichen Ethik basierend und als Grundlage jeder vernünftigen staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung bis heute unübertroffen, sind ein viel zu kostbares Gut, eine viel zu zerbrechliche, bis heute nicht einmal weltweit durchgesetzte Errungenschaft der Entwicklung des menschlichen Geistes, ihre Gesetze, Maximen und Werte durch eine ausreichende Zahl von Weisen und Wissenden der vergangenen Jahrtausende „höher“ und „überweltlich“ genug legitimiert, um sie naiv, blauäugig und verblendet im Namen schwachsinnig-verlogener „Innere-Ebenen“-Interessen auf den Scheiterhaufen herrschsüchtiger okkulter Despoten und esoterischer Barbaren im Artiggewand und mit Harmlosmasken schlicht aushebeln, entwerten, außer Kraft setzen und in Flammen aufgehen zu lassen, um sie gedankenlos, „wohlmeinend“ und blind oder gar als amüsantes Society-“Spiel“ mit dem Leben und Schicksal anderer Menschen irgendwelchen vorgeblich „noch höheren“ Intentionen verkappter Möchtegern-Weltherrscher-Narren zu opfern oder auch nur „pragmatisch zu relativieren“. Die Uhren höherer Orientierung und sauberer Spiritualität kauft man nach wie vor, langweilig, aber einzig solide, mit Beleg und Garantie, öffentlich und kontrolliert, im Geschäft, und nicht - „Pssst! Sie da! PSSST!“ - hinter verschlossenen Türen vom Innenfutter undurchschauter und undurchschaubarer adeptischer Eingeweihtenkutten und Business-Image-Anzügen. Man kommt (und bringt andere) sonst bloß in Teufels Küche. (© 1996 by the author
Alle Rechte vorbehalten – All rights reserved) * * * * *
„Gegen ein hyperrealistisches System ist die einzige denkbare Strategie gewissermaßen paraphysisch: die Strategie einer „Wissenschaft imaginärer Lösungen“, d.h. eine Science Fiction der Kehrtwendung des Systems gegen sich selbst, am äußersten Punkt der Simulation, die sich in einer Hyperlogik der Zerstörung und des Todes umkehrt.“ (Jean Baudrillard,
Der symbolische Tausch und der Tod, München 1982)
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Der ganz normale Wahnsinn
In der, vor allem westlichen, Welt kann seit einiger Zeit ein Meta-Spiel gespielt werden. Aber die Spielregeln oder sogar die Tatsache, daß überhaupt ein Spiel gespielt wird, sind vielen unbekannt. Die Uneingeweihten nennt man naiv oder provinziell, Lügner oder Idioten. Jenen, die nichts von einer Verschwörung hinter verschlossenen Türen wissen (wollen), bleibt eine ganze Welt von Betrügereien verborgen. Die im Dunkeln tappen, können noch ausgebeutet werden. Das Spiel ist eine Synthese aus verschiedenen Taktiken und wird in allen Arenen der Gesellschaft gespielt, in denen man sich mit krummen Touren Vorteile verschaffen kann. Die Regenbogenpresse bedient sich bereits so mancher Taktiken des Spiels, indem sie Berühmtheiten entwirft und züchtet, sie aufbläst und sie, im Falle von Fernsehwerbespots, auf Foto-Objekte reduziert und diese dann animiert. Diese Zeitungen veröffentlichen regelmäßig kleine Häppchen der Spielregeln aus populärpsychologischen Büchern, in denen man erfährt, wie man Leute manipuliert (FOCUS, 11.2.2007: "Die Spielregeln der Karriere", etc.). Diese Bücher haben ihren Ursprung in dem alten Schlachtroß "How to Win Friends and Influence People" von Dale Carnegie, dessen Vorläufer "Der Prinz" von Machiavelli ist. In ihrem herausragenden Essay "Manipulativeness in Entrepreneurs and Psychopaths" weist Ethel Spector Person darauf hin, daß der Adept die gleichen Eigenschaften wie der gesellschaftlich sanktionierte Unternehmer aufweist. Ihre Manöver werden nur nach Dezibel unterschieden, wobei die des Adepten "lauter" sind. Diese Machenschaften stehen jedem Adepten (oder Okkultisten) als ein Sammelsurium von Werkzeugen zur Verfügung, die ohne weiteres von jedem benutzt und gegen irgendjemand eingesetzt werden können. Aufgrund des apokryphen Charakters dieser Vorrichtungen gibt es keine Gruppen, die das natürliche Opfer dieser Machenschaften wäre. Es sind mechanistische Vorrichtungen, die nichts mit "Natur" zu tun haben... Das Spiel ist ein Helden-System, in dem der Organismus versucht, sich auf Kosten eines realen oder fiktiven Antagonisten aufzublasen und in Szene zu setzen. Der klinische Adept hat das Spiel in seiner spartanischsten Form total verinnerlicht, unbeeinflußt von einem verinnerlichten anderen, mit dem er verhandeln müßte. Dieses Sich-Aufblasen dient der Abwehr von Endlichkeit und Tod. Virtuell oder wörtlich kann so echte narzistische Befriedigung erlangt werden, um über die eigene Geringwertigkeit und die Unvermeidbarkeit des eigenen, unbedeutenden Verfalls zu triumphieren, wie Ernst Becker in seinen Büchern "Das Leugnen des Todes" und "Die Struktur des Bösen" ausführt. Obwohl der Adept eine fast beängstigende Begeisterung für das Spiel zeigt und sich ihm völlig verschreibt, geht er nicht so weit, sich auf das ruhmreiche Werben des Todes einzulassen, es sei denn durch einen Stellvertreter. Hier weicht seine Internalisierung des Spiels von dessen Regeln ab. Mit Fair Play hat der Adept einfach nichts zu tun. Der Adept als Maschine, die er ist, kann sich nicht vorstellen, daß er einmal aufhört zu funktionieren: indem er sie jedoch mit seiner Obsession zu steuern in Gang hält, wird sie sich im letzten Moment selbst kurzschließen, bevor sie endgültig "abgeschaltet" werden soll. Die Maschine selbst betrachtet dies jedoch nicht als heldenhaft; es ist lediglich eine letzte kleine Geste. Beim wahren Heldentum ist ein persönlicher Tod mit Glanz und Glamour der ruhmreiche Höhepunkt eines risikoreichen und aberwitzigen Energieaufwands und der Furchtlosigkeit des Helden. Der Adept ist in den seltensten Fällen ein Selbstmörder. Obwohl er vorgibt, das Spiel bis zum äußersten zu spielen und einen Stellvetreter mit den teuflischsten Mitteln dazu zwingen würde, sich in wahrhaft lebensgefährliche Situationen zu begeben, rettet er doch immer seine eigene Haut. Der Adept mag den Tod umwerben, aber es ist der Tod eines anderen. Der Weg des Adepten ist so übersät von zerschundenen und zerrissenen Körpern und von Leben der anderen, er wirft sie weg, läßt sie als verbrauchtes Material auf dem Weg zu seinem nächsten Opfer zurück. Während er den Eindruck erweckt, er sei tief betroffen von den Lebens- und Todeskämpfen, die er seinem letzten Opfer bereitet hat, war er tatsächlich immer leer und unbeteiligt. Der Adept wird oft fälschlicherweise asozial genannt, in Wirklichkeit ist er jedoch als übersozialisiert zu betrachten, und was tatsächlich zu beobachten ist, ist die Leier einer gelangweilten und launischen Maschine mit einem Faible für Boshaftigkeiten. Das Modell des Adepten ist ein verfaultes Ei oder ein wurmstichiger Apfel, dessen Schale intakt zu sein scheint, ähnlich einer semantischen Aphasie, die auf ein traumatisches Erlebnis oder eine Verletzung des Bereichs des Gehirns zurückgeht, in dem Bedeutung hergestellt wird, ohne daß der Sprechapparat aus Mund und Zunge eine erkennbare Beschädigung aufweist. Der Patient äußert perfekt gebildete Wörter und Sätze, ist jedoch nicht in der Lage, innerhalb eines potentiell erweiterten Kontexts die Bedeutung seiner Worte zu erfassen. Die Störung des Adepten ist derart verborgen, daß klinische Untersuchungen oder die Vernehmung in einem Gerichtssaal nichts ergeben werden und lediglich ein gesundes, liebenswertes und intaktes menschliches Wesen vorführen. Nur durch die Handlungen des Adepten, welche im Gegensatz zu seinen unverbindlichen und wohlgesetzten Worten stehen, durch den gähnenden Abgrund zwischen dem, was er sagt und dem, was er tut, kann man das Ausmaß seiner Störung und seiner Täuschung ermessen. Nach psychiatrischem Paradigma ist der Adept in seiner epistemologischen Phase, in der sich ein Kind zwischen seinem 6. und 14. Lebensjahr befindet, steckengeblieben. Diese Phase geht jener voraus, in der die Bedürfnisse der anderen positiv in die eigene Welt integriert werden. Der Kampf, der später zu einem Hadern und Streiten mit dem Gewissen werden wird, wird beim Zwölfjährigen und beim Adepten weder internalisiert noch abstrahiert. Die Welt teilt sich in zwei Lager: auf der einen Seite die, die seine Bedürfnisse befriedigen, auf der anderen die, die ihm einen Strich durch die Rechnung machen. Geht man davon aus, daß Bedürfnisse, wie von einem Zehnjährigen, als absolut und global erlebt werden, so besitzt der unermüdliche und beharrliche Kampf um die Durchsetzung der eigenen Interessen eine gewisse Logik. Wenn es dem Adepten gelungen ist, Haltungen und Handlungsweisen potentieller Opfer herauszufiltern und zu erkennen, kristallisiert sich sein schematischer Plan, seine klaustrophobische Logik - seine Entschlossenheit, die Menschen, die das Pech haben, seinen Weg zu kreuzen, nach einem genauen Plan zu dirigieren und zu beherrschen. Dies zeigt ungeschminkt, wie armselig und beschränkt er ist. Wenn der Adept und sein Opfer ein vertrautes Verhältnis haben, so kann es vorkommen, daß er in seiner Nachahmung eines menschlichen Wesens ein wenig danebenliegt. Wenn er mit Worten und Gesten ein bestimmtes Gefühl zum Ausdruck bringen will, wirkt er oft hölzern und gekünstelt. Wenn man eine Gefühlsregung erwarten würde, wie beispielsweise bei der Nachricht vom Tode eines Freundes oder Verwandten, kann er unvermittelt abwesend und cool erscheinen. In anderen Fällen, wenn der Adept vorgibt, sein Herz auszuschütten, kann es sein, daß er "zu dick aufträgt" und die Vorstellung so zu einem wenig überzeugenden und heuchlerischen Rührstück gerät. Der Adept hat große Angst, seinen Auftritt zu verpatzen, wenn er feststellen muß, daß es ihm nicht gelungen ist, die Erfordernisse der Situation genau zu erfassen. Wenn er dabei erwischt wird, wie er unglaubwürdige Gefühle zur Schau stellt, und (s)ein Opfer oder Zeuge "ihn zur Rede stellt", kann es bei ihm zu einem abrupten Wandel kommen, und er zeigt sein "wahres Gesicht": er "schäumt vor Wut", wenn auch nur für einen kurzen, verräterischen Moment. Der Adept trägt stets eine Maske, außer wenn er offen aggressiv ist. In einer psychologischen Projektion überträgt er seltsamerweise seine Wut auf sein Opfer und macht es dafür verantwortlich, daß er seine wahren Gefühle unterdrücken muß - schließlich wird von ihm erwartet, daß er "mitspielt". In diesem Fall nimmt die Wut einen selbstgerechten Affekt an. Der Adept kann sich ein Artefakt namens "Spiegelvorrichtung" schaffen, um sein Opfer zu manipulieren. Mit Hilfe dieser Vorrichtung schneidet er seine Neigungen und Ansichten auf die des Opfers zu und gewinnt so dessen Vertrauen und Zustimmung. Eine Übereinstimmung unter Vorspiegelung falscherTatsachen wird hergestellt, vorausgesetzt, das Opfer läßt sich hinters Licht führen. Selbst wenn der Adept tatsächlich "Ich auch, Bruder..." sagt, fließen seine wahren Gefühle nicht in die Interaktion ein. Er muß sein Opfer aber nicht immer spiegeln, er kann auch eine Rolle spielen, die das Opfer akzeptiert. Ein gutes Beispiel dafür ist der Wolf in "Rotkäppchen". Betrügereien sind Werkzeuge. Das Ausmaß des Schadens, den sie anrichten können, hängt vom Zweck ihres Einsatzes ab. Die "Spiegelvorrichtung" ist für den Adepten ein Werkzeug, um sein Opfer weichzuklopfen und es für seine Manipulationen empfänglich zu machen. Der gezielte Gebrauch von "Spiegelvorrichtungen" war in Deutschland zur Nazizeit gang und gäbe. Um nur ein Beispiel zu nennen: es wurde eine perfekte Imitation des Bahnhofs von Treblinka gebaut, mit der ausdrücklichen Absicht, die Gefangenen glauben zu machen, sie seien an einem harmlosen, freundlichen Ort angekommen. Dieser sogenannte Bahnhof war ein Konzentrationslager. Als Vorspiel der Errichtung und Animation einer "Spiegelvorrichtung" muß sich der Psychopath erst auf Informationsjagd begeben. Empirische Daten dienen seinem Zweck in diesem Fall am besten. Diese Informationen herauszubekommen und zu manipulieren, erfordert äußerste Wachsamkeit und Dissoziiertheit. Soll eine "Spiegelvorrichtung" aufgebaut werden, so sind eine Menge Hausaufgaben zu machen. Die Person, die der Adept errichten muß, sollte ein Artefakt auf der Grundlage der über sein Opfer gesammelten Informationen sein. Diese Informationen kann er sich aus Berichten, Aufzeichnungen, von Freunden und Nachbarn oder durch Beschattung des Opfers beschaffen. Falls er durch offene Befragung zu den Informationen gelangen muß, kann er sich dazu wiederum einer Spiegelvorrichtung bedienen. Er kann sich z.B. irgendeine Uniform anziehen und amtliche Befugnis vortäuschen. Er kann sich als Krankenschwester oder Polizeibeamter verkleiden. Er kann sein Opfer oder dessen Freunde betrunken oder "stoned" machen, indem er so tut, als wolle er sich ganz zwanglos in Gesellschaft eines guten Freundes entspannen. In der heutigen Zeit der Abstinenz kann ein Treffen der Anonymen Alkoholiker ein ebenso guter Ort zur Informationsbeschaffung sein wie es in früheren Zeiten die Bar war. Das Gebot, sich zu bekennen, herrscht hier gleichermaßen, und es ist in beiden Fällen äußerst wahrscheinlich, daß der Betreffende sich entspannt und "sich öffnet". Im Geschäftsleben nennt man die Jagd nach Informationen Marktforschung. Während einer Informationsjagd tut der Adept gut daran, die polaren Leidenschaften seines Opfers herauszufinden; das, was es am meisten liebt und was es am meisten haßt, seine größten Hoffnungen, seine größten Ängste. Wenn er mit diesen Informationen ausgerüstet ist, kann er im Spiel um Belohnung und Bestrafung für die entscheidende Wendung sorgen, indem er über sein Opfer wegen einer tatsächlichen oder vermeintlichen Schwäche herfällt. Manchmal arbeitet der Adept auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Ein klasssisches, wenn auch arg strapaziertes Beispiel ist das des geschäftstüchtigen Künstlers, der einen reichen, weiblichen Gönner einlädt, "meine Radierungen zu sehen". So kann er ihr, während er versucht, ein Werk zu verkaufen, gleichzeitig vermitteln, wie anziehend er sie findet, indem er beispielsweise ihr Knie tätschelt. Dadurch, daß er mehrere Köder gleichzeitig auslegt und darauf wartet, bei welchem sie anbeißt, kann er seine Taktik variieren, falls das Spiel anders ablaufen soll. Wenn die von ihm offiziell verfolgte Taktik vom Opfer nicht ausdrücklich oder stillschweigend akzeptiert wird, kann er von ihr abrücken und behaupten, es sei alles "nur Spaß" gewesen. Er wird versuchen zu leugnen, daß irgendetwas wirklich passiert ist, und auf die Instabilität und Beliebigkeit der menschlichen Wahrnehmung von Wirklichkeit hinweisen. In diesem Fall wird er zuweilen "ausweichend" genannt, weil er ständig von einer Taktik abweicht und eine neue anwendet, je nachdem, welche gerade vorteilhafter ist. Er wird auch hinterhältig und schäbig genannt, unaufrichtig und opportunistisch, korrupt und mies. Seine Art zu reden könnte man als doppelzüngig und ausweichend oder, freundlicher ausgedrückt, als indirekt oder sich in Andeutungen ergehend bezeichnen. Ebenso wie in Amerika bei Studentinnenversammlungen potentielle neue Mitglieder "angeheizt" werden, kann der Adept versuchen, sein Opfer übermäßig zu stimulieren, indem er eine fiebrige Atmosphäre erzeugt und eine Krise vortäuscht, um es dazu zu veranlassen, seine Entscheidungen unvorsichtig und überstürzt zu treffen. Er kann sein Opfer "abwürgen", genauso wie ein Politiker versuchen kann, einen Gesetzesentwurf durch Obstruktion zu verhindern. Dinge, die wie harmlose Zufälle erscheinen, durch die der Adept jedoch einen entscheidenden Vorteil erlangt, können das Ergebnis seiner unablässigen Ränke sein. Er kann sich einer Reihe von Mitteln bedienen, um zu verhindern, daß sich sein Opfer und eine dritte Person oder eine Gruppe treffen, und es mit prosaischen Ausreden wie der, seinen Schlüssel verloren zu haben, krank zu sein, kein Benzin mehr zu haben oder durch andere unvorhergesehene Widrigkeiten ablenken. Der Adept kann feststellen, daß die Anordnung der Elemente seines Spiels, seien es Personen, Objekte oder Ereignisse, seine Pläne vereiteln könnte; er kann die Situation bereinigen oder er kann warten, bis sich eine Veränderung ergibt, welche günstigere Bedingungen für die Realisierung seines Plans schafft. Eine Veränderung, die einem Außenstehenden völlig belanglos erscheinen mag, kann den Adepten zum Handeln veranlassen. Die Strategie des Wartens auf eine neue Anordnung hat Ähnlichkeit mit der Entscheidung, bei einem Geisteskranken eine Schocktherapie anzuwenden. Hier hoffte man früher, daß die Rekonfiguration im Gehirn durch Elektroschock therapeutischen Erfolg hat. Der Arzt und gewiß auch der Patient hatten nur wenig Einfluß auf die Art der Rekonfiguration; bei dieser Strategie rechnete man einfach mit einem glücklichen Ausgang. Beim Adepten ist lediglich sicher, daß seine relativ passive Strategie, auf eine neue Anordnung zu warten, nur dann zu Anwendung kommt, wenn sie das letzte Spiel ist, das noch gespielt werden kann...
Cady Noland * * *
(Nachtrag: Cady Noland sprach in seinem Essay vom "Psychopathen". Der Begriff wurde von mir durchgängig durch "Adept" ersetzt. NAE) Den vollständigen EICHLER-BLOG seit Gründung Okt. 2007 finden Sie unter: |
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