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E-CLIP 6
„IHR WERDET ES LIEBEN, IHR WERDET ES HASSEN"
Kaum hat die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter dem Titel „Schluß mit geizig" (21.10.07) gemeldet, daß Saturn den „Geiz ist geil"-Slogan einstampft, meldet sich Elke Heidenreich in der FAZ (23.10.) zu Wort, um ihre Meriten, „Wie ich jahrelang gegen die erfolgreichste Werbekampagne aller Zeiten gekämpft habe", zur gfllg. Kenntnisnahme einer breiteren Öffentlichkeit zu bringen - und vorzuführen, wie man in Deutschland ohne jeden Sachverstand, aber mit der ganzen Kraft des gesunden Volkes Empfindens und Stimme Beachtung und immerhin zwei Literaturpreise bekommen kann. "Als ich 1996 von der Gesellschaft für deutsche Sprache den Medienpreis für Sprachkultur bekam", hatte sie zwar genauso wenig Ahnung von Sprache und Kommunikation wie heute, aber, mit der erwähnten Kraft der belesenen Meinungsverkündigung einer Else Stratmann, die „moralisch, ästhetisch, semantisch" bedingten Beschwerden des Normalbürgers, sodaß ihr nun, aus der Sicht der werbungtreibenden Firma, wunschgemäß „schlecht wurde" bei dem Versuch, „sich das auf der Zunge zergehen zu lassen" - dieses „Geiz ist geil"! Um den kognitiven Leerräumen von Elke Stratmann ein wenig orientierende Fülle zukommen zu lassen (den physischen wie psychischen Beschwerden ein wenig abzuhelfen ist die keineswegs geeignet, nur sie versteht dann endlich ein wenig besser, worüber sie sich wirklich zu echauffieren hätte), soll ihr hier ein wenig Sachkunde in Linguistik, Sprachgebrauch und Lektüre von Kommunikationsmitteilungen vermittelt werden, damit sie nicht künftig noch naiv wie Gärtnerin Pötschke durch den Dschungel der heutigen Medien(markt)landschaft streift und rein überhaupt nichts begreift - schon gar nicht, daß keineswegs irgendein Beteiligter oder gar „Ihr Werbeberater Sparsamkeit mit Geiz verwechselt" hätte, wie sie treuherzig an die Saturn-Geschäftsleitung und auch in ihrer „von Millionen gelesenen „Brigitte"-Kolumne" geschrieben hat - „und das hat mir wieder einen Preis eingebracht: den Journalistenpreis des deutschen Mittelstands". Sprache und ihr Verständnis, liebe Elke Stratmann, insbesondere die im intentionellen kommunikativen Einsatz, sind längst nicht auf ihre Grimmsche Wörterbuch-Semantik, auf die Sie so stolz hinweisen, zu reduzieren, und waren es noch nie. „Syntax" und „Pragmatik" definieren sie erst in ihrer kommunikativen (semiotischen) Bedeutung. Und dann gibt es da noch den Sub- und den Metatext; lauter komplizierte Sachen, mit denen die Stratfrau und ihr –mann von der Straße nichts anfangen könnten, hätten sie je davon gehör, die nichtsdestotrotz erst Sinn, Bedeutung, Aussage und „Impact", also nachhaltige Kommunikationsleistungen bzw. Bewusstseinsveränderungen herbeiführen und bewirken - so wie der unselige „Geiz ist geil"-Slogan es bei Ihnen stellvertretend für die vielen anderen auch offenkundig geleistet hat. Wunschgemäß, wie gesagt! Denn genau das, die Empörung über die „Verletzung des gesunden Volksempfindens" war die kommunikative Absicht - und nicht etwa eine Serie von Lehrspots zur Tugend der „Sparsamkeit". Worüber reden wir ? Über Werbung, den medialen Schaufenstergestalter der Industrie. Und die hat nur ein sehr wenig altruistisches Interesse: Im Konkurrenzkampf um das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit der Menschen mit ihren Warenangeboten gegen Kriege, Waldbrände, Überschwemmungen, Arbeitslosenquoten, Vorstandsgehälter, Meteroitenbedrohungen, Bahnstreiks, Milchpreissteigerungen, Drogentote, Terroristenanschläge, Atomrüstungen, Ehebrüche, Kindesentführungen, Ehrenmorde und Gaspreiserhöhungen nicht unbemerkt, uninteressiert im Papierkorb des Interesses „abgelegt", also schlicht „übergangen" zu werden. Und außerdem - im Unterschied zur „Konkurrenz" aus dem realen Lebens- und Weltgeschehen - ist sie keinem moralisch-ethisch-philosophisch-weltanschaulichen Überbau verpflichtet, nicht einmal dazu, einen solchen vorzutäuschen. Ihre einzige Maxime, ihr einziges Credo, ihre einzige Destination ist: Profit. Verkauf. Maximierung von Profit. Steigerung des Verkaufs. Damit der Produktion. Zur Verringerung der Kosten. Und damit Erhöhung des Profits. Und auf Kosten ihrer wahren und wirklichen Konkurrenten, nämlich der anderen „Wettbewerbern im Markt", die mit denselben, ausschließlich denselben - und identisch begrenzten - Interessen und Intentionen im Produktions-, Kommunikations- und Handelsmarkt unterwegs sind. Auf Kosten aller anderen realen und fiktiven Bedingungen und Werte der Menschen und ihres Lebens und -Raumes, der Welt. In zynischen Werbeagenturen (und je weniger Sachverstand und Kommunikations-Knowhow jeweils vorhanden ist, umso zynischer die Haltung - und in deutschen Werbeagenturen arbeiten, von den Grafikern abgesehen, die wenigstens ihr Handwerk gelernt haben, nahezu ausschließlich angelernte Laien ohne Kommunikationsbildung und -sachverstand) gibt es ein paar „Faustregeln", die als Ersatz für wirklichen Kommunikationsverstand als Lapidar-„Knowhow" im Umlauf sind - und von allen für professionelle Ahnung gehalten werden. Eine der Faustregeln lautet: Wenn du die Leute nicht betören kannst (mit Charme, Witz, Phantasie, etc.), dann musst du sie empören (schockieren, verletzen, auf die Barrikaden treiben). So einfach ist das, Frau Stratmann - und genau das, nicht weniger und nicht mehr hat die Agentur von Saturn gemacht! Aufmerksamkeit, genährt durch Empörung, also Emotionalität, die alle wichtigeren und tatsächlich wertvolleren „Inhalte" (also Weltereignisse und Themen, die so genannt werden dürfen) aus dem Bewusstsein verdrängt und alle zwingt, über Saturn zu reden - mit dem bekannten und bei Ihnen wie allen Männern und Frauen von der Straße zu besichtigenden und zu beobachtenden Erfolg. Und glauben Sie bloß nicht, was Sie da behaupten, sonst nimmt’s Ihnen vielleicht noch jemand ab: daß Sie sich „vor einzelne Filialen gestellt und Kauflustige so lange in Diskussionen verwickelt" hätten, bis „sie eben nicht mehr kauflustig" gewesen seien! Das Gegenteil ist der Fall: Im Marketing ist das ein alter Hut, daß im Fall eines Kaufinteresses jede Aversion, jede Empörung, jede Verletzung des „gesunden Volksempfindens" problemlos abgespalten wird - und man trotzdem hingeht und kauft. Schließlich geht’s doch ums Sparen, wie Sie sagen. Und bei Geld hört die Moral und das Gewissen auf - wie der Erfolg dieser Werbekampagne, keineswegs überraschend und zum x-ten Mal, bewiesen und vorgeführt hat. (Jede ?!? Fast jede: Die Cosmos-Versicherungswerbung, in der das Töchterchen es gar nicht erwarten kann, dass „Papi tot ist", damit sie sich von der Lebensversicherung „einen Ponyhof kaufen kann", wird der Firma wohl noch eine kurze Weile nachhängen - aber dann? Schwamm drüber, wie üblich!) Und Ihre vermeintlich „abspenstig gemachten" Käufer von Saturn, Sie wissen es wirklich besser als Ihre großen blauen Augen dem Leser da selbstschmeichlerisch weismachen wollen, sind sofort nach Ihrem Abzug wieder zu Saturn gegangen - um endlich ungestört und unangenörgelt kaufen zu können! Im Übrigen ist es auch nicht unbedingt logisch, die Tugend des „caffè sospeso", des "gespendeten Kaffees" für Arme, g e g e n die „Geiz ist geil"-Propaganda zitieren zu wollen: das nicht verschwendete Geld, das der „Geiz" beim Kauf gespart hat, kann man ja sehr wohl dann dem von Ihnen genannten Bettler, an dem Sie selbst wohl nie vorübergehen, zuwerfen! Oder ? Welches sonst ? Sie sehen, Ihr ganzer Diskurs ging und geht an dem einfachsten Grundverständnis der Sache und ihres Verhalts vorbei. Vielleicht hätten S i e „mal einen zweiten Gedanken auf diesen Satz verwenden sollen": Der Metatext wie die Pragmatik von Werbeaussagen wie "Geiz ist geil" haben mit Ihrer Reader’s Digest-Semantik und –Moral nicht das geringste zu tun. Einzige "Aussage" und "Absicht" solcher Kommunikationsleistungen sind frei von allen konkreten Inhalten, haben als einzige "Mitteilung" das möglichst wirkungsvolle: "Nehmt MICH wahr - und merkt MICH euch! Ich will Aufmerksamkeit, Aufregung, Verdrängung anderer Interessensinhalte"! W o m i t dies erreicht werden soll und wird, die jeweilige „Aussage", „Begrifflichkeit", „Thematik", ist dabei nicht existent, völlig irrelevant. Nur der Journalistin und den Medien gegenüber heuchelt man eine solche, „semantische", "inhaltliche" Rationalität und Intention vor, um für die Dauer des Interviews im Kinderlaufstall ahnungsloser „Realwelt"-Gutmenschen passabel zu bestehen und auszusehen. Und so warne ich Sie nachdrücklich, um Ihrer selbst und Ihres Rufs als Literaturkritikerin (Literatur hat schließlich auch etwas mit Sprache und Kommunikation zu tun, von denen Sie so wenig zu verstehen scheinen) willen davor, sich von der neuen Saturn-Kampagne „IHR WERDET ES LIEBEN, IHR WERDET ES HASSEN" erneut in die semantische Verständniswüste schicken zu lassen und kein Wort, keine Silbe zu verstehen: Es geht nicht um LIEBE, es geht nicht um HASS! Es geht um AUFREGUNG! EMOTIONALISIERUNG! EMPÖRUNG! Und damit: Einige graue Zellen in den Hirnen des Publikums zu besetzen, andere Inhalte daraus zu verdrängen, sich darin einzunisten und - im Fall einer konkreten Kaufabsicht - sich zu melden und an Saturn zu erinnern! Mit LIEBE, mit HASS - wie mit anderen solchen Aussagen aus dem „richtigen" Leben der „richtigen" Menschen im „richtigen" (semantischem) Verständnis der Begriffe - hat kein Kommunikator der Kommerzbranche irgendwas am Hut! „LIEBE ? HASS ? Was ist d a s denn ?!?" FLACHBILDFERNSEHER, Frau Stratmann - d a r u m geht es! Und um nichts sonst! Halten Sie deshalb, bitte, diesmal bloß Ihre Mütze fest! Und machen Sie, solange S i e nichts kaufen wollen, einen großen Bogen um Saturn!
E-CLIP 5DEPPENPREIS FÜR BEHINDERTENQUOTE
Hanns Joachim Friedrichs mag ja ein routinierter Nachrichtenvorträger gewesen sein - eine Leuchte oder gar beachtlich-befähigter Vor-/Nachdenker war er jedenfalls nicht. Auch nicht, was sein Metier, den Journalismus, die Publizistik, die Medien angeht. Umso kurioser erscheint seit Jahren der Schwachsinn des „Hanns Joachim Friedrichs-Preises", der sich obendrein auf seine hanebüchen unreflektierte Fehlleistung beruft, der Journalist habe „sich nicht gemein zu machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten". Selten hat einer einen ahnungsloseren Stuß zu seinem eigenen Beruf abgesondert als diese Verkennung aller medienrelevanten Dimensionen und Implikationen: Die laienhafte Ansicht, man könne „neutral" oder „positivistisch" von/über eine/r Sache und die Welt reden, würde jeder Kommunikationsfachmann als lächerlich und naiv beiseite wischen – wäre, ja wäre derjenige, der so etwas absondert, nicht jahrzehntelang eben in einem dieser Medien mit genau jener Sichttrübung, in schläfriger Routine die Verantwortung der eigenen Tätigkeit scheuend und deshalb die dazu notwendigen Klappen fest an beiden Seiten des Sichtfeldes tragend, am Werk und bei der Arbeit gewesen. Aber den Diskurs, warum allein Themenwahl, Materialselektion, Quantifizierung und Anordnung von Aussagen und Bildern zu einem Thema schon einen „Kommentar", eine „Ansichtsweise" und „Bewertung" eines Themas, einer „Sache" implizieren, und damit ein „gemein machen" mit der dargestellten Bewertung und Einordnung der Sache, ob „für" oder „gegen" sie - warum es also keinen „neutralen", positivistischen Journalismus gibt, auch wenn zumindest die Nachrichtenredakteure und –sprecher täglich den vergeblichen Versuch machen müssen, diese Selektions- und Präsentations-Stellungnahmen auf ein Minimum zu beschränken -, überlassen wir lieber den Kommunikationsfachleuten an den Akademien, die jeden Lernwilligen gern darüber aufklären werden, ausgenommen des offenbar völlig ignoranten, voraufgeklärten „Fach"personals der Henri-Nannen-Schule, wo dieses Zitat und sein Stuß offenbar nach wie vor als „Lehrsatz" gilt und nicht endlich als benommenes Pseudosinngefasel entsorgt wird. Wo wäre die Nachkriegsrepublik Deutschland heute, wären es nicht die größten publizistischen Leistungen gewesen, die diesen wichtigen Beruf noch anders und richtig verstanden und praktiziert haben – dass der Journalist (vom erwähnten Nachrichtensprecher mal abgesehen) sich s e h r w o h l und i m m e r „gemein" zu machen habe mit Sachen, die er für eine „gute", und gegen eine, die er für eine schlechte hält (es bleibt ihm ja unbenommen, w a s er jeweils für das eine oder andere hält); nicht zuletzt die Zeitschriften, auf die sich das geistige Deutschland zu recht und stolz immer wieder beruft, aus genau diesem gepflegten Grund: Hat nicht ausgerechnet der Schule-Namensgeber Henri Nannen mit seinem „stern" HaJos belanglose Blauäugigkeit der eigenen Berufsbetrachtung immer wieder widerlegt - mit genau den gesellschaftlich und politisch bewegenden publizistischen Leistungen des „Sich-gemein-Machens" mit den richtigen „Sachen", auf die die Republik und die Zunft bis heute und immer wieder stolz ist, als wären es ihre eigenen, in die tägliche Praxis hinein ? „Wir haben abgetrieben!" schrie der „stern" 1971, sich mit den Frauen und ihren Rechten „gemein" machend, den Politikern vom Titelblatt entgegen, die den von den Nazis verschärften §218 immer noch nicht kassieren wollten. Und legte 1980 mit „§218-Protokolle" noch mal nach! Dazwischen empörte er sich über den Umgang mit der Seveso-Katastrophe: „Jetzt frisst das Gift die Kinder" (1976), protestierte 1981 gegen den „Wahnsinn Rüstung", giftete den Atomstaat Frankreich 1979 als „Babylon heute" an, demaskierte schon 1981 den Datenschutz als irregeleitetes Interesse am „Gläsernen Untertan", hakte sich schon 1987 bei den Öko-Aktivisten in der Demonstrationskette unter: „Wie wir die Umwelt retten können", und rempelte alle gegebenen und Möchtegern-Kriegsmachthaber des Planeten 1988 mit „Wann hört der Wahnsinn endlich auf ?" gebührend an! Und der „stern" ist nur ein Beispiel, auch das „Blatt des militanten Nonkornformismus" (Le Monde), „Der Spiegel", hat, als es vor Aust noch eines war, von der Forderung „Freiheit für Rudolf Augstein" (1962) bis zu den „Amerikanischen Kriegsverbrechen in Vietnam" (1969) seinen gewichtigen Beitrag zur Erstellung und Entwicklung einer freiheitlichen Selbstverständlichkeit eines mündigen Menschenlebens in einer offenen Gesellschaft geleistet - bis der angepasste „Positivismus"-Journalismus nachgekommener Ignoranten offenbar die Vierte Macht nur noch für einen Sowohl-als-auch-Chatroom und eine Spielwiese eigener Horizonte hält – statt sich um erweiterte und größere als die eigenen zu bemühen; und „gemein" macht man sich nur noch mit den unreinen Geistern der eigenen Innenwelt-Verblender. Und so wundert man sich auch dieses Jahr nicht, dass der nach H.J.Friedrichs genannte Deppenpreis wieder unhinterfragt und unbezweifelt an jemanden „verliehen" werden konnte - diesmal an die promovierte Behindertenquote der ARD, Ännchen Will, die die Jury offenbar schon länger mit ihrem schizoidem Dauergrinsen (egal worüber sie redet – ob es sich um Kriegstote, Tsunamis, Senderkantinen, Kindesmißhandlungen oder Strompreiserhöhungen handelt), bezaubert hat, während sie bemüht ist, mit ihrer ausgeprägten Gebärdensprache dem Zuschauer Unverständliches zu vermitteln (z.B. Tagesthemen, 7.12.06, bei der Ansage von J. Schönbohm, ein „Finger-Dreieck", auf das sie bei der darauf folgenden Ansage nochmal demonstrativ hinweist), während eine Synchronsprecherin aus dem Off ihre Lippenbewegungen vertont. Der ebenso dämliche wie dämlicherweise vergebene wie lukrative Preis soll Frau Will jetzt angeblich auch in die Lage versetzt haben, einen Braille-Kurs zu belegen, da sie selbst nicht einmal Gesten- und Zeichensprache versteht, die sie garnicht wahrnehmen kann, und die Entwicklung eines Braille-Sprachcomputers, mit dem sie bei der Sendung dann ihre Texte zur sofortigen Stimmvertonung selbst eintippen kann, würde die Synchronsprecherin überflüssig machen sowie kleine Irritationen und Verwechslungen ausschließen, die selbst bei der besten Lippenlektüre-Fachkraft immer wieder vorkommen und nie auszuschließen sind. Wir wünschen ihr dabei viel Erfolg - und weiterhin viel Pampering mit adäquaten Preisen für Regal und Wände im Stutenstall!
„Irgendwann ist eben Ende." (H.J. Friedrichs, DER SPIEGEL, 1995)
PostScript 3L – O – V – E
MORD IST LEBEN, FOLTER IST SEGEN, GEWALT IST GLÜCK. Sie morden, stehlen, rauben, plündern, erpressen, vergewaltigen – vor allem aber verblöden, täuschen, lügen, verblenden sie. „Es gibt keine Wahrheit(en) – nur Geschichten" - nach diesem zynischen Prinzip machen sie jedem alles vor, was in seinen mentalen Kram passt, seinem Gemüt entspricht, seiner Vorstellung von Moral, Ethik, Sinn, Vernunft ein passendes Gerüst und Alibi liefert, um sich „guten Gewissens" als Handlanger, Bote, Helfer und Helfershelfer, Mit-Mobber, Mit-Pöbler, Mit-Erpresser, Mit-Vergewaltiger zu betätigen: dienst es doch (s)einem „guten Zweck", hat es doch (s)eine/n „gute/n Sinn/Bedeutung/Ziel/Absicht" (Nichtzutreffendes bitte streichen). Sie terrorisieren, foltern, richten zugrunde und hin – und verkleistern die Augen ihrer nützlichen Idioten und Handlanger mit hübschen Prospekten, Plakaten, Filmchen und Abziehbildern, die von „kosmischer Liebe", „Toleranz", „Weisheit", „Güte", „Erleuchtung", „spiritueller Einsicht" und „höherer Erkenntnis" handeln: Repräsentationen, denen jedes schlichte Gemüt zu folgen, in ihrem Namen jeden Schwachsinn, jede Greueltat, jedes Verbrechen zu legitimieren vermag, jede Vernunft, Einsicht, Ethik, wirklich höhere Erkenntnis und charakterliche Integrität über Bord zu werfen bereit ist – falls sie in ihm überhaupt mehr als rudimentär vorhanden und angelegt sind (der amerikanische Psychologe Stanley Milgram hat bereits Ende der 60er Jahre diese Abgründe und Tiefen des menschlichen Gemüts und dessen, wozu es fähig ist, ausgelotet und dokumentiert). Und alles mit dem Ziel der Unterwerfung jeden Denkens, jeder Intelligenz, jeder Vernunft, die dem Schwachsinn ihrer „kosmischen Weltherrschaft" eine bessere Einsicht, ein integreres Weltbild, eine wirklich kritische Prüfung, der sie niemals standhalten würde, entgegensetzen könnte. Barbaren herrschen über Zivilisierte, Primitivität über Intelligenz, Wahnsinn über Vernunft – und da ihre Gewalt und Brutalität jedes gekannte und dem durchschnittlich verantwortungsvoll denkenden Menschen vorstellbare Maß übersteigt und sprengt, da sie alle weltlichen und okkulten Mittel und Möglichkeiten sich verfügbar gemacht und zur Verfügung haben – nicht zuletzt durch ihre verblendeten und verblödeten, debil „wohlmeinenden" Handlanger und nützlichen Idioten in allen Lebens- und Gesellschaftsbereichen – scheint ihrer als „Macht" missverstandenen Gewalt kein Widerstand gewachsen, keine Gegenwehr möglich zu sein.
Es ist hier weder die Rede von den alten/neuen Nazis noch der Mafia – beide sind Knabengesangsvereine verglichen mit ihnen. Es ist auch nicht die Rede von Terroristengruppen, wie man sie aus den Nachrichten kennt, von chilenischen Despoten oder russischen Gulag-Betreibern – sie alle sind Laubenpieper verglichen mit ihnen. Es ist auch nicht die Rede von irgendwelchen Schulkindern, die mit Oui-Ja-Board und Mutters Küchenmesser spiritistische Experimente und schwarze Messen im Wäldchen hinter’m Schullandheim abhalten, so wie wir früher heimlich eine Zigarette geraucht haben (obwohl ein gelegentlicher Mitschülermord zeigt, dass auch diese „Einstiegsdrogen" sehr schnell sehr weit führen können). Und es ist auch nicht die Rede von der Scientology- oder einer der anderen Sekten, die irgendwo öffentlich in Erscheinung treten, obwohl die genannte bereits eine Spitze des hier skizzierten Eisbergs bildet und in ihrem „okkulten" Teil peripher mit betroffen ist. Es ist die Rede von I h n e n. Von I h r e m Freund, Vorgesetzten, Nachbarn, Bekannten, von I h r e m „weisen, gütigen" Adepten, der immer so freundlich lächelt und so glatt rasiert ist, der nach Douglas duftet und Sie „vor den Schwarzen" (Okkultisten)" warnt – die ihm nur Druckmittel für Ihre Unterwerfung sind; denn er ist selbst einer/dieser „Schwarze", er tritt nur als „Weißer" auf. Seine „Ethik, Moral, Weisheit" (die ihm selbst nicht das geringste bedeuten) sind die wohlfeilen Gemeinplätze und Lügen, die es ihm leicht machen, Sie zu beherrschen, die es Ihnen leicht machen, sich ihm zu unterwerfen, es sind die Wursthäppchen, für die der Hund („DOG", also Sie) Männchen macht und mit dem Schwanz wedelt, während sein Herrschen („GOD", also er) ihm sagt, wo’s lang geht – umwölkt von seiner ach so positiven rosa Aura und einem Kein-Wässerchen-trüben-können-Blick, die er täglich mit qabbalistischen Atem- und Singübungen erneuert (und die nichts anderes dokumentieren als die Tatsache, dass er weiß, wie’s geht). Gewalttätig unterworfen und erpresst, auf den inneren Ebenen umgebracht und gefoltert wird nur, wer sich dieser „sanften" Versklavung nicht gutgläubig unterwirft, diesem Psycho-Illusionismus nicht anheimfällt, weil er zu gebildet, intelligent, kritisch, selbständig und selbstbewusst und aufgeklärt ist, um sich und seine selbstbestimmte und urteilsfähige Persönlichkeit noch von einem schicken Business-Manager als adeptisch „initiiertem und auf den inneren Ebenen aktiven" Ersatz-Überich wieder zum/zur unkritischen „Sohn/Tochter" und Laufburschen versklaven zu lassen, nachdem er seinen Vater und die weißbärtige Vaterfigur im Himmel dank persönlicher Reife und höherer intellektueller und charakterlicher Entwicklung hinter sich gelassen hat. Und was Folter, Gewalt, Terror, Angst, Bedrohung („durch die Schwarzen") und Illusionsverblödung („für das Weiße/die Guten") nicht schaffen, das erledigt das menschlich-allzumenschlich-naive Bestreben, immer „in" und „adabei" sein zu wollen – die lockere Nestwärme des Kollektivs, der selbstschmeichlerische Schaum, zu den „Besseren", „Informierten", „Wichtigen", zu den „Durchblickern" zu gehören, und in allen anderen den „Dummen", „Unreifen", „Nicht-Informierten", den „Materieblinden" – also den „Untermenschen" zu sehen. Wie bei allen despotischen Systemen ist auch bei der „kosmischen Hierarchie" der okkulten „sanften Verschwörung", von der hier die Rede ist, bei dieser bürgerlichen Weltmachtphantasie und Klein- und Großkriminellen in „ehrbar-ehrenwerten" Gesellschaftsrollen und –positionen, überhaupt nichts „sanft" - und das (noch so dumm und irrational gestrickte) „Feindbild der anderen" eines der wirksamsten Mittel, sich Menschen hörig und gefügig zu machen, von kritischem Bewusstsein sich selbst gegenüber abzuhalten: Die Geheimhaltung, die Symbolsprache, die Anonymität sind „nur nötig", um „uns" vor den „ahnungslosen, primitiven, weniger entwickelten Materiemenschen" zu schützen, uns, die adeptischen „Demiurgen und Halbgötter in Menschengestalt" und „Übermenschen". Darauf fällt jeder materieblinde Materiemensch rein – und sein Haus-Adept „sieht" ja für ihn, „blickt" ja für ihn „voll durch". In der Tat: Er weiß, was er tut und wie er Idioten als Idioten nutzt: indem er sie zu „überlegenen" und „besserwissenden" Mittätern macht. Das Gangstertum der Eingeweihten, das bereits alle Bereiche des Lebens in den westlichen Industriegesellschaften beherrscht und seinen Zweck in sich selbst hat, nämlich den größenwahnsinnigen Ambitionen und den lockeren, spätpubertär inflationierten Omnipotenzphantasien von okkulten Geisteskäfern die Welt als Abenteuerspielplatz verfügbar zu machen und zu halten, trägt nur noch als Alibifähnchen die „esoterische Tradition" eines „Dienstes am Menschen" und der „Förderung der geistig-seelischen Evolution" vor sich her, und keine „höhere Existenz- (Meister-) Ebene des geistigen Universums" hat sie legitimiert. Hinter diesen potemkinschen Fassaden verbergen sich längst nur noch mittelmäßige, intellektuell unbedarft ausgestattete, charakter- und verantwortungslose Schwachhirne, die ihre deformierten und keiner ethischen Rationalisierung und Vernunft mehr standhaltenden Größe-, Macht- und Herrlichkeits-Phantasien ausleben. Das „weiße Eingeweihtentum" ist längst zur schwarzmagischen Variante, zum alibispendenden Zwillingsgefährten des „schwarzen" geworden. Die „Weißen" sind die Schwarzen, die „Guten" sind die Bösen (und die „Schwarzen" und „Bösen" waren und sind es ohnehin schon immer)! Und es sind die Kränksten der Kranken, die als Ärzte auftreten, um sich mehr oder weniger Gesunde unter ihr Joch „zu kurieren" (wovon und wozu auch immer). Der Bock spielt den Gärtner - und lastet gelegentlich auffallendes Chaos im Garten immer irgendwelchen anonymen „anderen" (Böcken) an. Und ich - ich befinde mich in der undankbarsten und unangenehmsten Rolle der Welt, dessen, der Narren die Wahrheit zu sagen versucht. Der I h n e n mitteilt, dass S i e die Opfer sind, die ausgebeuteten Deppen und nützlichen Idioten von skrupellosen okkulten Gangstern und ihrem schwarz-weißen Verblödungstheater - und Mit-Täter an anderen zugleich. Daß Sie das göttliche Kapital I h r e s Lebens, Ihre Zeit und Ihr Vermögen, Ihre Sympathie und Ihr Vertrauen an die schäbigsten, charakter- und skrupellosesten Gangster verschwenden, die die menschliche Evolution je hervorgebracht hat - an primitive, ego- und megalomanische, stromlinienförmig gestylte Neandertaler, die, adrett mit weißen Hemden, Schlips und Anzug drapiert und unter dem Mäntelchen des selbstlosen Dienstes „an der Menschheit" (unter der sie vor allem sich selbst, als „Elite", verstehen) nur ein Ziel verfolgen: sich hofieren, (be-) dienen und zu noch mehr „Glanz und Größe", sprich: Geld und Einfluß, stilisieren zu lassen. Vor wie hinter den Kulissen der Materie, in und außerhalb des Körpers - und gleich mit welchen Mitteln. Mittel und Praktiken der Gewalt, Folter, Qual, Verleumdung, Erpressung, der „Innere-Ebenen-Morde" und weltlicher Existenz-, Ruf- und Lebensdeformation und –vernichtung, deren diese okkulten Berserker auf Chefsesseln und Amtspöstchen in hemmungslos brutaler Intensität und Weise fähig und mächtig sind, und zu deren Opfern auch ich nun schon über Jahrzehnte hinweg (wenn auch, wie diese Schrift belegt, mit äußerst bescheidenem „Erfolg") gehöre. Und nicht zuletzt ermöglicht dank I h r e r „freundlichen" Mitwirkung und Unterstützung, dank I h r e s Gehampels, Gestikulierens, Pöbelns, Mobbens, Alltagsverunstaltens mit Pseudoereignissen und tausend geplanten kleinen Hirnrissigkeiten und bedeutungslosen Doppeldeutigkeiten, die in ihrer Massierung zum Terror werden - und die nur für S i e einen (irgendeinen, plausibel scheinenden Alibi-) „Sinn" haben, in Wirklichkeit nur Ihrer eigenen Verblendung, des Betrugs an I h n e n s e l b s t , ein „nützlicher Helfer" zu sein, und der gleich wie legitimierten gewaltsamen Unterwerfung anderer dienen. Wer sagt da noch, Lenin habe ganz umsonst gelebt und gedacht ? „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen." Denn zaubern, schöne Augen machen und freundlich reden kann der Teufel auch. Doch manchmal, wie hier, jetzt und heute, stinkt er auch zum Himmel, und seine Jauche, den Schwefel- und den Blutgeruch an seinen Händen übertüncht kein Tanklastzug voll Duftwässerchen mehr.
(Dietmar Kamper
KO(S)MISCHE ZEITENDER KLEINE, GROSSE BLAUE PLANET
DRIFTET SEINER GROSSEN KATASTROPHE ZU.
UND EINE "INNERE-EBENEN"-MAFIA VON DEMENTEN SPIESSER-"KO(S)MIKERN" ("ADEPTEN" DIVERSER PROVENIENZEN/LOGEN/KLUBS/VEREINE), DER ILLUSION DER METAPHYSISCHEN VERHEISSUNG IHRES SCHREBERGARTEN-OKKULTISMUS ZUM OPFER GEFALLEN UND IM EIGENGRÖSSE-HALLUZINOSUM VERSUNKEN, IN JEDER HINSICHT KLEINGEISTIG, DUMM UND INKOMPETENT/RATLOS, ABER IN SCHAUMSCHLÄGERISCHER HYBRIS IN WIRTSCHAFT UND POLITIK MITMISCHEND UND DEN PLANETEN SO, GEISTLOS UND IMPOTENT BIS IN DIE KNOCHEN, IN DEN UNTERGANG STEUERND, SCHRÖPFT IHRE IRREGEFÜHRTEN, VERBLENDETEN UND HILFLOS-VERTRAUENSSELIGEN MITMENSCHEN ALLER SOZIALEN SCHICHTEN UND GESELLSCHAFTLICHEN BEREICHE VON DER "INNEREN (PARALLEL-)EBENE" HER WIE DIE AMEISEN IHRE BLATTLÄUSE!
UND KEINER WEHRT SICH, KEINEM FÄLLT WAS AUF... !
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